apano-Stimmungsindex
Die europäischen Aktienmärkte verharren in Lethargie und steuern auf eine nahezu unveränderte Eröffnung hin, nachdem der Stoxx 600 zuletzt sieben Tage in Folge Verluste verbuchen musste. Zwar fallen diese Rücksetzer moderat aus und der Index bewegt sich in Schlagdistanz zu Rekordständen, doch das makroökonomische Umfeld trübt sich ein. Besorgniserregend ist, dass Finanz- und Industriewerte – die Schwergewichte des europäischen Marktes – die Abwärtsbewegung anführen. Banken scheinen ihre Phase der mühelosen Höherbewertung endgültig hinter sich gelassen zu haben. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Industriewerten, deren Schwäche vor allem den deutschen Leitindex empfindlich treffen dürfte. Da die Energiepreise hoch bleiben und niedrige Pegelstände auf dem Rhein als Belastungsfaktor hinzukommen, wächst das fundamentale Rückschlagsrisiko. Zudem fordern anhaltend hohe Kapitalmarktzinsen am langen Ende ihren Tribut von europäischen Aktienbewertungen.
An den asiatischen Handelsplätzen zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen. Die Leitindizes in Japan büßten spürbar an Schwung ein und steuern auf eine schwache Wochenbilanz zu. Eine überraschende Beschleunigung der japanischen Inflation nährt handfeste Spekulationen auf eine baldige Leitzinsanhebung. Diese Gemengelage aus steigenden Zinsen, einem potenziell schwächeren Wirtschaftswachstum und einem hartnäckig schwachen Yen stellt die japanischen Börsen vor eine Belastungsprobe, da ihnen die bisherigen Stützpfeiler – ultralockere Geldpolitik und eine abwertende Währung – wegbrechen. Andernorts in Asien dominierte jedoch eine freundlichere Stimmung, befeuert durch Renditeversprechen von Technologiegrößen wie Samsung, die umfangreiche Kapitalrückführungen in Aussicht stellen.
Die Wall Street durchlebte am Vortag eine Achterbahnfahrt. Die volatilen Zinsbewegungen bei amerikanischen Staatsanleihen hielten Investoren in Atem. Nachdem Ankündigungen des US-Finanzministeriums über geplante Anleiherückkäufe die Renditen drückten, schossen diese am Folgetag wieder in die Höhe. Der Markt verliert den Glauben daran, dass taktische Manöver des Finanzministers die langfristigen Kreditkosten niedrig halten können, solange das enorme amerikanische Haushaltsdefizit ungelöst bleibt. Unberechenbare Eingriffe könnten die Risikoprämien für US-Staatsanleihen eher noch in die Höhe treiben. Trotz dieser Zinsangst deuten amerikanische Aktien-Terminkontrakte heute auf moderate Gewinne hin. Ein Schuldenberg der Tech-Giganten rückt ins Rampenlicht: Um den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz zu finanzieren, plant Broadcom eine beispiellose Kreditaufnahme in Höhe von über 60 Milliarden Dollar, während das Startup Anthropic einen Börsengang historischen Ausmaßes vorbereitet.
Die zunehmende Skepsis bezüglich der amerikanischen Zins- und Schuldenpolitik hinterlässt Spuren am Devisenmarkt. Der US-Dollar rutscht auf breiter Front ab und verzeichnet gegenüber einem Korb der wichtigsten Industriewährungen kräftige Verluste. Diese Schwächephase beschert dem Euro entsprechenden Auftrieb. Auch Kryptowährungen feiern eine Renaissance: Bitcoin durchbrach die Marke von 75.000 Dollar und profitiert von politischen Hoffnungen auf ein wohlgesinntes Regulierungsumfeld. Die Anleihemärkte in Japan und Australien verzeichneten ebenfalls Renditeanstiege.
Die Rohölpreise legen eine Atempause ein, wobei Brent-Rohöl knapp unter die Marke von 94 Dollar fällt, nachdem es zuvor fünf Tage in Folge gestiegen war. Das geopolitische Umfeld hält die Risikoprämien im Energiesektor auf einem erhöhten Niveau. Bemerkenswert ist die rasante Umschichtung von Anlagegeldern: Während Technologie-ETFs zuletzt massive Mittelabflüsse verzeichneten, erlebte Gold eine Wiedergeburt. Das Edelmetall kletterte auf den höchsten Stand seit Mai und notiert bei rund 4.550 Dollar pro Unze, angetrieben durch den schwächelnden Dollar und den Rückzug aus Technologiewerten.
Der apano APX verliert zwei Punkte auf neutrale 16 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TV6JMk
An den asiatischen Handelsplätzen zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen. Die Leitindizes in Japan büßten spürbar an Schwung ein und steuern auf eine schwache Wochenbilanz zu. Eine überraschende Beschleunigung der japanischen Inflation nährt handfeste Spekulationen auf eine baldige Leitzinsanhebung. Diese Gemengelage aus steigenden Zinsen, einem potenziell schwächeren Wirtschaftswachstum und einem hartnäckig schwachen Yen stellt die japanischen Börsen vor eine Belastungsprobe, da ihnen die bisherigen Stützpfeiler – ultralockere Geldpolitik und eine abwertende Währung – wegbrechen. Andernorts in Asien dominierte jedoch eine freundlichere Stimmung, befeuert durch Renditeversprechen von Technologiegrößen wie Samsung, die umfangreiche Kapitalrückführungen in Aussicht stellen.
Die Wall Street durchlebte am Vortag eine Achterbahnfahrt. Die volatilen Zinsbewegungen bei amerikanischen Staatsanleihen hielten Investoren in Atem. Nachdem Ankündigungen des US-Finanzministeriums über geplante Anleiherückkäufe die Renditen drückten, schossen diese am Folgetag wieder in die Höhe. Der Markt verliert den Glauben daran, dass taktische Manöver des Finanzministers die langfristigen Kreditkosten niedrig halten können, solange das enorme amerikanische Haushaltsdefizit ungelöst bleibt. Unberechenbare Eingriffe könnten die Risikoprämien für US-Staatsanleihen eher noch in die Höhe treiben. Trotz dieser Zinsangst deuten amerikanische Aktien-Terminkontrakte heute auf moderate Gewinne hin. Ein Schuldenberg der Tech-Giganten rückt ins Rampenlicht: Um den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz zu finanzieren, plant Broadcom eine beispiellose Kreditaufnahme in Höhe von über 60 Milliarden Dollar, während das Startup Anthropic einen Börsengang historischen Ausmaßes vorbereitet.
Die zunehmende Skepsis bezüglich der amerikanischen Zins- und Schuldenpolitik hinterlässt Spuren am Devisenmarkt. Der US-Dollar rutscht auf breiter Front ab und verzeichnet gegenüber einem Korb der wichtigsten Industriewährungen kräftige Verluste. Diese Schwächephase beschert dem Euro entsprechenden Auftrieb. Auch Kryptowährungen feiern eine Renaissance: Bitcoin durchbrach die Marke von 75.000 Dollar und profitiert von politischen Hoffnungen auf ein wohlgesinntes Regulierungsumfeld. Die Anleihemärkte in Japan und Australien verzeichneten ebenfalls Renditeanstiege.
Die Rohölpreise legen eine Atempause ein, wobei Brent-Rohöl knapp unter die Marke von 94 Dollar fällt, nachdem es zuvor fünf Tage in Folge gestiegen war. Das geopolitische Umfeld hält die Risikoprämien im Energiesektor auf einem erhöhten Niveau. Bemerkenswert ist die rasante Umschichtung von Anlagegeldern: Während Technologie-ETFs zuletzt massive Mittelabflüsse verzeichneten, erlebte Gold eine Wiedergeburt. Das Edelmetall kletterte auf den höchsten Stand seit Mai und notiert bei rund 4.550 Dollar pro Unze, angetrieben durch den schwächelnden Dollar und den Rückzug aus Technologiewerten.
Der apano APX verliert zwei Punkte auf neutrale 16 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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