apano-Stimmungsindex
Die europäischen Aktienmärkte stabilisieren sich am Dienstag mit moderaten Aufschlägen, doch die Vorgaben aus Übersee belasten das übergeordnete Marktsentiment. Der anhaltende Renditesprung an den globalen Rentenmärkten, angefeuert durch die kriegsbedingten Teuerungsrisiken im Nahen Osten, zwingt Akteure weltweit zur Zurückhaltung. Zwar sanken die Ölpreise nach Trumps Ankündigung, einen geplanten Militärschlag gegen den Iran auszusetzen, auf rund 110 US-Dollar pro Barrel, doch die Notierungen verharren seit Jahresbeginn rund 80 Prozent im Plus. Weil die Straße von Hormus für den zivilen Schiffsverkehr blockiert bleibt, rechnen Händler mit einer längeren Phase erhöhter Inflation. Das dämpft die Risikofreude im Vorfeld der morgen anstehenden Nvidia-Quartalszahlen merklich. Der Halbleitersektor gerät zunehmend unter Druck, angeführt von Gewinnmitnahmen und Sorgen über Lieferengpässe bei Speicherchips. Was bisher immer ein Nachteil für Europa war, das Fehle bedeutender Chiphersteller im KI...