apano-Stimmungsindex
Europas Aktienmärkte rutschen ins Minus, da die Belastung durch einen Ölpreis über der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel Aufwärtspotenzial deckelt. Marktteilnehmer erkennen die begrenzte Wirkung der zweiten US-Ausnahmegenehmigung für russisches Öl; die freigegebenen 19 Millionen Barrel verblassen angesichts eines täglichen Versorgungsverlusts von bis zu 16 Millionen Barrel aus dem Persischen Golf. Die Rhetorik verschärft die Lage: US-Präsident Trump mahnt via Truth Social, man solle genau beobachten, was heute mit dem Iran geschieht. Diese kriegerische Tonalität trifft auf eine neue Front im Handelskonflikt, da die US-Administration eine zweite Untersuchung unter Sektion 301 des Handelsgesetzes von 1974 eingeleitet hat. Während Trump parallel den Chef der Federal Reserve, Jerome Powell, zu Zinssenkungen drängt, treiben Inflationssorgen die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit August. Unter der Oberfläche brodelt zudem eine Krise bei alternativen Kreditgebern; Berichte über Rücknahmestopps bei privaten Kreditfonds belasten den gesamten Finanzsektor. Allerdings muss man hier zwischen Problemen, die sich aus der Nicht-Handelbarkeit der Kredite ergeben, und tatsächlichen wirtschaftlichen Ausfällen differenzieren. Letztere gab es durchaus, was nun nervöse Privatanleger dazu bringt, die vertraglich vereinbarte Rückgabelimite für Fondsanteile zu überstrapazieren. Hier zeigt sich ein Design-Fehler der Anlagevehikel beziehungsweise die Fehleinschätzung, dass es nur gelegentlich zu Anteilsrückgaben einzelner Anleger kommen könnte.
Asien verarbeitet diesen toxischen Mix aus Energiepreisschock und Inflationsangst vor den anstehenden Notenbanksitzungen der kommenden Woche. In Sydney festigt sich die Überzeugung, dass die australische Zentralbank die Zinsen anheben wird. Der japanische Aktienmarkt leidet unter massiven Kursverlusten bei Honda. Der Automobilhersteller verbucht durch die Neuausrichtung seiner Elektrostrategie Belastungen von fast 16 Milliarden US-Dollar und rutscht damit erstmals seit 1977 in die Verlustzone. China bildet einen vorsichtigen Lichtblick; überraschend gestiegene Verbraucherpreise im Februar deuten auf eine Belebung der Inlandsnachfrage hin, wenngleich dieser Effekt teilweise auf das Neujahrsfest zurückzuführen ist. Dennoch belasten die drohenden Störungen der globalen Lieferketten die exportorientierte Region. ByteDance versucht indes, seine KI-Ambitionen durch den Aufbau von Rechenkapazitäten mit Nvidia-Blackwell-Systemen außerhalb Chinas abzusichern.
In den USA dominierte am Donnerstag das Muster: Ölpreise rauf, Aktienkurse runter. Der Finanzsektor geriet durch die Turbulenzen bei privaten Kreditfonds unter Druck, was insbesondere die Aktien von Morgan Stanley und JPMorgan belastete. Auch die großen alternativen Vermögensverwalter wie Blackstone und KKR spüren den wachsenden Druck durch steigende Rückfalleistungen. Kontrastreich dazu profitierten Düngemittelproduzenten wie Mosaic und CF Industries massiv von der Verknappung durch den gestörten Schiffsverkehr.
Der Anleihenmarkt spiegelt das Stagflations-Dilemma der Federal Reserve wider. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins bis Ende 2026 unverändert in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent verharrt, sprang innerhalb eines Monats auf einen Rekordstand von über 46 Prozent. Der US-Arbeitsmarktbericht für Februar unterstreicht die Abkühlung, doch die vom Ölpreis ausgehende Inflationsgefahr verhindert geldpolitische Lockerungen. Am Devisenmarkt erstarkt der US-Dollar durch die kriegerische Rhetorik beider Seiten.
Rohöl notiert nach dem Sprung über 100 US-Dollar auf dem höchsten Stand seit August 2022. Händler stellen sich auf eine monatelange Blockade der Straße von Hormus ein. Gold verliert trotz des geopolitischen Rückhalts an Boden, da der starke Dollar und steigende Renditen die Attraktivität des zinslosen Metalls mindern.
Der APX rutsch von zwei auf weiter neutrale minus zwölf Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TRSlC8
Asien verarbeitet diesen toxischen Mix aus Energiepreisschock und Inflationsangst vor den anstehenden Notenbanksitzungen der kommenden Woche. In Sydney festigt sich die Überzeugung, dass die australische Zentralbank die Zinsen anheben wird. Der japanische Aktienmarkt leidet unter massiven Kursverlusten bei Honda. Der Automobilhersteller verbucht durch die Neuausrichtung seiner Elektrostrategie Belastungen von fast 16 Milliarden US-Dollar und rutscht damit erstmals seit 1977 in die Verlustzone. China bildet einen vorsichtigen Lichtblick; überraschend gestiegene Verbraucherpreise im Februar deuten auf eine Belebung der Inlandsnachfrage hin, wenngleich dieser Effekt teilweise auf das Neujahrsfest zurückzuführen ist. Dennoch belasten die drohenden Störungen der globalen Lieferketten die exportorientierte Region. ByteDance versucht indes, seine KI-Ambitionen durch den Aufbau von Rechenkapazitäten mit Nvidia-Blackwell-Systemen außerhalb Chinas abzusichern.
In den USA dominierte am Donnerstag das Muster: Ölpreise rauf, Aktienkurse runter. Der Finanzsektor geriet durch die Turbulenzen bei privaten Kreditfonds unter Druck, was insbesondere die Aktien von Morgan Stanley und JPMorgan belastete. Auch die großen alternativen Vermögensverwalter wie Blackstone und KKR spüren den wachsenden Druck durch steigende Rückfalleistungen. Kontrastreich dazu profitierten Düngemittelproduzenten wie Mosaic und CF Industries massiv von der Verknappung durch den gestörten Schiffsverkehr.
Der Anleihenmarkt spiegelt das Stagflations-Dilemma der Federal Reserve wider. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins bis Ende 2026 unverändert in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent verharrt, sprang innerhalb eines Monats auf einen Rekordstand von über 46 Prozent. Der US-Arbeitsmarktbericht für Februar unterstreicht die Abkühlung, doch die vom Ölpreis ausgehende Inflationsgefahr verhindert geldpolitische Lockerungen. Am Devisenmarkt erstarkt der US-Dollar durch die kriegerische Rhetorik beider Seiten.
Rohöl notiert nach dem Sprung über 100 US-Dollar auf dem höchsten Stand seit August 2022. Händler stellen sich auf eine monatelange Blockade der Straße von Hormus ein. Gold verliert trotz des geopolitischen Rückhalts an Boden, da der starke Dollar und steigende Renditen die Attraktivität des zinslosen Metalls mindern.
Der APX rutsch von zwei auf weiter neutrale minus zwölf Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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