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Europas Aktienbörsen beschleunigten gestern ihren seit Tagen anhaltenden Abwärtstrend. Dabei durchbrach der STXE 600 NR seinen 100 Tage Durchschnitt – das ist bereits die dritte der vier für uns relevanten Zeiträume. Ein Motiv war wohl das Unbehagen, dass sich der Preisauftrieb in der Eurozone wieder beschleunigen könnte. Deutschlands harmonisierte Verbraucherpreise (HVPI) gingen mit schlechtem Beispiel voran: der 2,4%-Anstieg im Oktober lag deutlich über den Erwartungen der Analysten und dem 2%-Ziel der EZB. Heute früh beeilte sich Christine Lagarde, zu betonen, dass sie (trotzdem) damit rechnet, dass das Inflationsziel der Notenbank bald erreicht sein wird. Unterstützung bekommt sie von den französischen Daten: dort ist die HVPI-Inflation im Oktober lediglich um 1,5% geklettert. Auch das Q3 BIP-Wachstum fiel in Frankreich besser aus als in D, jedoch darf das nicht überbewertet werden: ein Teil davon ist ein Einmaleffekt der Olympischen Spiele gewesen. Heute früh sacken die Kurse weit...

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Alphabet übertraf die Gewinnschätzungen deutlich und berichtete, dass die KI-Investitionen bereits Früchte tragen. Der Kurs der Aktie legt derzeit im Xetrahandel um 6% zu. Auf der Gegenseite bremst AMD. Der Chiphersteller berichtet zwar ebenfalls über glänzende Nachfrage, diese lag aber lediglich im Rahmen der Erwartungen. Wegen Kapazitätsengpässen fällt der Ausblick auf Q4 etwas bescheidener aus als von den Analysten vermutet. Der Kurs des Halbleiterkonzerns sackt aktuell um 8,5% ab und belastet diesen wichtigen Sub-Technologiesektor. Auf Ebene des Nasdaq gleicht sich das deshalb momentan aus: der Future notiert unverändert. Etwas Entspannung kommt vom US-Anleihemarkt. Dort waren die Renditen der 10y US-Staatsanleihen gestern in der Spitze bis auf bedenkliche 4,339% gestiegen. Aktuell jedoch wieder lediglich 4,23%. Diese Beruhigung bekommt der US-Dollar zu spüren, der seit seinem Hoch von gestern Mittag (MEZ) einen halben Cent zum Euro nachgibt. Beide Effekte treiben den Goldpreis wei...

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Der unaufhaltsame Wiederanstieg der US-Renditen hat in den letzten Tagen die globalen Aktienmärkte ausgebremst. Die Renditen der Ton angebenden 10y-US Treasuries kletterte von 4,016% am 16. Oktober auf aktuell 4,232%. Anfang des Monats waren es 3,74%, im Septembertief 3,61%. Diese Entwicklung ist nicht zu unterschätzen, waren doch fallende Zinsen einer der großen Treiber der letzten Monate. Gerade die kleineren, weniger Kapital starken Unternehmen sind von dieser Entwicklung belastet. Außerdem könnte dieser Trend – insofern er nicht schnell wieder dreht - auch die Kredit finanzierte Anschaffungsneigung der Konsumenten und die Immobiliennachfrage belasten. Auf Ebene der großen Indizes ist die Entwicklung noch nicht sichtbar: die dominierenden Megacaps sind teilweise Cash-Kühe, die sich über höhere Zinsen freuen und/oder recht Konjunktur unempfindlich. Der Renditeanstieg ist nicht Ausdruck einer robusten Konjunktur, sondern hängt damit zusammen, dass de Kerninflation nicht deutlich genug...

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Die US-Börsen verabschiedeten sich am Freitag mit stabilem Grundton ins Wochenende. Gefragt waren u.a. Versorger, Banken und Value-Nebenwerte. Techs tendierten uneinheitlich: Netflix z.B. war stark gesucht, Halbleiter hingegen gaben leicht nach. In die neue Woche starten die Aktienmärkte heute früh ohne jegliche Dynamik bei extrem dünner Nachrichtenlage. In Europa warten die Anleger auf die Q3-Zahlen von SAP, die aber erst nach Xetra-Schluss veröffentlicht werden. Auf Sektorenebene des STXE 600 legen Rohstoffwerte etwas stärker zu, Finanzwerte werden leicht vernachlässigt. Hier belastet eine Herabstufung von Jefferies die Aktien der Munich Re. An der Spitze von ESX 50 und STXE 50 stehen die Energieriesen ENI; Total und BP, am Indexende Infineon. Der Halbleiterproduzent verliert infolge einer Abstufung durch Morgan Stanley 2%. Auch in Fernost zeigten sich die Investoren heute früh uninspiriert. Die Indizes weisen nur geringe Veränderungen auf. Positiv aus dem Rahmen fällt Australien...

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Die EZB hat gestern wie zuletzt überwiegend erwartet die Zinsen gesenkt. Europas Börsen reagierten freundlich, aber nicht überschwänglich. Denn der Schritt ist wohl eher der schwachen Konjunktur geschuldet als einem echten Inflationsabbau. Die Preissteigerungsrate ist weiterhin hoch. Die Reduktion war vertretbar, aber wohl insbesondere ein politischer Tribut, um nicht für eine Rezession der Großregion verantwortlich gemacht zu werden. Der auf 3,25% gesenkte Einlagenzins wirkt immer noch restriktiv. Die Frage ist, ob die EZB nun davon ausgeht, erst einmal genug gemacht zu haben oder ob sie ihre Trippelschritte in diesem Jahr noch fortsetzt. Viel stärker wurden Europas Aktien gestern von den US-Zinsen dominiert. Deren Anstieg am Nachmittag führte zu einem lustlosen US-Handel, in dessen Sog Europas Indizes den größten Teil ihres kleinen EZB-induzierten Hüpfers wieder abgaben. Aktuell legt der STXE 600 heute früh 0,25% zu, dynamischer der ESX 50 mit +0,6%. Gefragt sind die Themen/Branchen ...

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Die Investoren haben gestern die Lage am Halbleitermarkt differenzierter betrachtet: während ASML weiter abgestraft wurde, gab es kräftige Rückkäufe bei Nvidia, was die US-Indizes unterstützte. Heute früh beweist auch der Quartalsbericht von TSMC, dass es in Teilen der Chipbranche unverändert glänzend läuft. Der weltgrößte Fertiger von Highend-Halbleitern steigerte seinen Gewinn um 54%. Die Einnahmen in Q3 überstiegen mit umgerechnet 10,1 Mrd USD die Prognosen um 17%. Die Aktie steigt nachbörslich um 7%, der VanEck-Semiconductor ETF legt auf Xetra aktuell 2,4% zu. Aber auch in der Breite lief es an den US-Börsen gestern erneut rund. Vorbörslich notiert der S&P 500 wieder am Allzeithoch, hat damit die via ASML vorgestern ausgelöste Delle wieder ausgebügelt. Das kann von Europas Börsen noch nicht behauptet werden. Obwohl gestern die britischen Aktien dank überraschend guter Inflationsdaten stützten und heute die EZB mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zinsen senken wird, pendelt der...

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Gestern standen zunächst die Unternehmen/Branchen mit China-Bezug unter Druck. Über Mittag (MEZ) legten dann mehrere US-Konzerne ihre Bilanzen vor. Sowohl Bank of America als auch Goldman Sachs und Citigroup übertrafen die Erwartungen. Außerhalb des Bankensektors wiesen Johnson & Johnson und die US-Apothekenkette Walgreen Boots solide Ergebnisse aus. Auf der Gegenseite enttäuschte der Report des US-Krankenversicherers UnitedHealth. Die Aktie ist eine Dow Jones Komponente, weshalb ihr 8%-Kurssturz den Index deutlich belastete. Bis Dienstagmittag haben 40 der S&P 500 Unternehmen ihr Zahlenwerk vorgelegt, davon haben laut FactSet 80% die Prognosen übertroffen. Die Industrieaktivitäten im New Yorker Großraum haben sich unerwartet deutlich auf -11,9 abgekühlt, die Schätzungen lagen bei 3,0. In diesem Index wird die Zahl der Unternehmen, deren Geschäft expandiert, mit der Anzahl an Firmen verglichen, die über Kontraktion klagen. Besonders negativ war der Auftragseingang. Eine größere...