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Die US-Notenbank hat wie erwartet die Zinsen unangetastet gelassen. Im Vergleich zum Redetext vom Dezember fällt auf, dass die US-Notenbank die robuste Entwicklung am US-Arbeitsmarkt positiv einschätzt, sich aber mit der Inflationsrate nicht ganz zufrieden zeigt. Beide für sie relevanten Eckpfeiler deuten damit darauf hin, dass sie vorerst – also auch im März - die Zinsen nicht anrühren wird. Der Datenkranz versetzt sie in eine komfortable Lage, denn so schafft sie sich einen Puffer, um erforderlichenfalls gegensteuern zu können, falls die US-Administration Entscheidungen fällt, welche evtl. die Inflation wieder anfeuern bzw. den US-Anleihemarkt belasten könnten. Mit Microsoft, Meta und Tesla haben u.a. drei der Megakonzerne ihre Quartalszahlen und den Ausblick vorgelegt. Meta zieht nach überragenden Gewinn- und Umsatzzahlen vorbörslich um 2,3% an. Microsoft hingegen verliert 5%. Das Cloud-Geschäft Azure kletterte mit +31% stürmisch, aber dennoch etwas langsamer als erwartet. Das l...

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Die Deepseek-Delle ist zwar noch nicht ganz ausgestanden, aber am Kapitalmarkt wird Entwarnung gegeben. Insbesondere wird die These in Frage gestellt, dass Deepseek so attraktiv sei, weil es so wenig Rechenkapazität für das Training benötige. Wissensextraktion oder Wissensdestillation lautet das Zauberwort. Was nach hochnotpeinlichen Verhören durch Geheimdienste klingt, meint schlicht die Übernahme des gelernten Wissens anderer Modelle. So soll DeepSeek sich sogar „verplaudert“ und sich im Dialog als ChatGpt ausgegeben haben. Der Markt wendet sich wieder anderen Themen wie der Notenbankpolitik und den Unternehmenszahlen zu. Anleihehändler setzen im Vorfeld der Fed-Entscheidung verstärkt auf steigende Kurse in der Hoffnung, dass US-Notenbankchef Jerome Powell eine Zinssenkung im März signalisieren wird. Aus unserer Sicht ein schwieriges Unterfangen, wenn gleichzeitig Donald Trump Zinssenkungen fordert. Schließlich will Powell die politische Unabhängigkeit der Notenbank betonen. An d...

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Auch wenn von den Marktteilnehmern stark bezweifelt wird, dass DeepSeek tatsächlich mit wenigen Millionen US-Dollar auf die Beine gestellt wurde, so scheint es doch ein Fakt zu sein, dass ansprechende KI-Leistung für relativ kleines Geld zu haben ist. Natürlich bleibt es dabei: wer die ganz große Performance braucht und im Artificial Intelligence - Wettbewerb vorne sein will, muss dafür viel bezahlen. Insofern ist es wahrscheinlich, dass es am Ende deutlich mehr KI-Angebote am Markt geben wird gibt als OpenAI, ChatGPT und eben DeepSeek. Für die großen Anbieter Alphabet (Google) und Microsoft ist das keine sonderlich gute Nachricht, weil es bedeutet, dass sie von „unten“ – von KI-Lösungen mit geringerer Leistung, die aber billiger zu haben ist – Konkurrenz bekommen. Dass Nvidia und andere Anbieter von immer neuen Halbleitern mit höchster Rechenleistung wahrscheinlich die Verlierer sein werden, weil ihre überaus üppige Marge unter Druck geraten dürfte, habe ich bereits gestern hier vermu...

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Die Börsen verabschiedeten sich mit unsicherem Grundton ins Wochenende. Auffallend war auch die angeschlagene Verfassung des US-Dollars. Heute früh starten die globalen Aktienindex überwiegend sehr schwach in den Tag. Der Stimmungskiller hat einen Namen: DeepSeek. Das ist ein chinesisches Startup-Unternehmen, dessen KI-System erstaunlich gut funktioniert – basierend auf einer vergleichsweise billigen technologischen Basis mit kostengünstigen Chips und leicht zugänglicher Open Source Technologie. Diese Nachricht sorgt für Entsetzen unter den Anlegern, die auf AI-Spitzentechnologie setzen und davon ausgingen, dass die Branche von den zuletzt angekündigten massiven Investitionen profitieren wird. Eventuell wird diese hohe erwartete Rechenleistung ja gar nicht benötigt? Damit entfiele ein zentraler Treiber für KI-Aktien. Der VanEck Semiconductor ETF stürzt heute früh um 6% ab, wobei ASML 9% tiefer notiert und Nvidia im Xetrahandel 8% nachgibt. Dass heute früh auf Indexebene nicht der g...

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Es ist vollbracht, der S&P-500 hat gestern ein neues Rekordhoch erreicht und die japanische Notenbank hat heute den Leitzins erhöht. Vor diesem Hintergrund ist der gute Jahresauftakt der europäischen Aktienmärkte, den wir in unserem Jahresausblick 2025 in Aussicht gestellt haben, vielleicht der allgemeinen Aufmerksamkeit entgangen. Insbesondere Euroland, repräsentiert durch den Euro-Stoxx-50, hat mit einem Plus von fast sieben Prozent den amerikanischen S&P-500-Index hinter sich gelassen, der in Euro nur um etwas mehr als drei Prozent zulegte. Die niedrigen Erwartungen und die freundliche Stimmung diesseits des „großen Teichs“ übertrumpfen derzeit die ohnehin schon hohen Erwartungen jenseits des „großen Teichs“ nach der Wahl von Donald Trump. Nun ist ein kurzer Januar noch kein ganzes Jahr und die kommende Woche bringt uns die Ergebnisse von über 100 Unternehmen aus dem S&P 500 Index, darunter Schwergewichte wie Meta, Microsoft und Apple. Gleichzeitig richtet sich der Blick...

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Während gestern das Stargate Project die Technologiewerte beflügelte, wird das Thema heute etwas kritischer beäugt. So stellt sich das Magazin „Barron`s“ die Frage, wo die 500 MRD USD, die in den nächsten fünf Jahren investiert werden sollen, herkommen. Die addierten Cashbestände der drei beteiligten Firmen Softbank, Oracle und OpenAI reichen dafür noch nicht einmal im Ansatz, insbesondere unter Berücksichtigung der auf der Gegenseite der Bilanzen stehenden Verschuldung. Vor allem stellen sich einige Anleger nun die Frage, warum nicht auch Microsoft in das Projekt eingebunden ist und dessen Chef Satya Nadella nicht ebenfalls bei der Ankündigung des Vorhabens im Weißen Haus mit anwesend war, sondern in im fernen Davis weilte. Microsoft wäre ein extrem wichtiger vierter Partner, gerade auch, was die Finanzierung betrifft. Hinter vorgehaltener Hand ist zunehmend die Rede von einem sich intensivierenden Interessenkonflikt zwischen den bisherigen engen Partnern Microsoft und OpenAI. Microso...

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Europas STXE 600 NR - Index gelang es gestern, an seinem Allzeithoch vom September 2024 zu schließen. Vielleicht geht es nun auf zu neuen Höhen? Seit Juni war der Index immer wieder in der Region knapp über 1270 Punkten hängen geblieben, nach einer so langen Seitwärtsphase könnte sich der aufgestaute Aufwärtsdruck jetzt entladen. Freilich ist seit Monaten zu erkennen, dass Europas Sektoren rotieren – immer wieder bremsen einige Branchen die Gesamtperformance ab. Das deutet darauf hin, dass nur zögerlich Netto-Geldzuflüsse in die Aktienmärkte der Region stattfinden. Heute startet der Index erneut freundlich, die Anleger finden wie bereits gestern Gefallen an den zuletzt schwachen Aktien des Gesundheitssektors. Ein Auslöser sind u.a. die gestrigen Aussagen des CEO von Novartis, dass er glaubt, dass die Trump-Regierung der Pharma-Forschung einen Schub verleihen wird. Gefragt sind auch Industrieunternehmen und Versicherer. Schwächer hingegen die Sektoren Telefondienste, Basisrohstoffe und ...