apano-Stimmungsindex
Europa könnte heute eine Entkopplung von der nervösen Stimmung an der Wall Street gelingen, was an der spezifischen Zusammensetzung der jeweiligen Aktienindizes liegt: Der Bereich Software und Services ist im Stoxx 600 mit lediglich rund zwei Prozent gewichtet, wodurch hiesige Anleger vor dem jüngsten Ausverkauf bei US-Softwaretiteln isoliert bleiben. Investoren in den USA sehen etablierter Geschäftsmodelle durch neue KI-Tools von Anthropic bedroht. Auch Asien schüttelte heute diese Belastungen ab. Belasten könnte in Europa hingegen Banco Santander als Schwergewicht im EuroStoxx 50 wirken, deren Übernahme der Webster Financial Group trotz ansonsten sehr guter Zahlen nicht goutiert wird. Die Sorge vor einer Disruption durch Künstliche Intelligenz belastet zwar selektiv Softwarewerte, treibt aber im Gegenzug die Nachfrage nach der nötigen Infrastruktur. Wir werten dies nicht als generelle Tech-Schwäche, sondern als logische Rotation innerhalb des Sektors.
In Asien setzt sich ein Muster einer ungleichmäßigen Resilienz durch. Insbesondere Japan und Südkorea beweisen eine erhöhte Widerstandskraft gegenüber globalen Volatilitätsschüben. Die Belebung der US-Dienstleistungsaktivitäten Ende 2025 zeigen nun positive Abstrahleffekte auf die asiatischen Volkswirtschaften. Die Märkte differenzieren auch hier scharf zwischen KI-Verlierern und Gewinnern der Infrastruktur. Untermauert wird dies durch einen der größten Infrastruktur-Deals der Region: Ein Konsortium unter Führung von KKR investiert fast 11 Milliarden Dollar in Singapurer Rechenzentren, um den immensen Datenhunger der KI-Anwendungen zu stillen. Der MSCI Asia-Pacific Index kann sich nach anfänglicher Schwäche behaupten und notiert leicht fester.
An der Wall Street dominierte gestern die Angst vor dem "Burggraben-Verlust" bei Software-Riesen. Rund 300 Milliarden Dollar an Börsenwert wurden im Sektor vernichtet, da Händler hinterfragen, ob KI-Tools die Wettbewerbsvorteile von Platzhirschen wie Adobe oder Salesforce erodieren lassen. Der Markt straft Enttäuschungen konsequent ab: AMD-Aktien fielen nachbörslich aufgrund eines verhaltenen Umsatzausblicks. Im Kontrast dazu signalisiert das Update von Super Micro Computer eine ungebrochen starke Nachfrage nach Ausrüstung für KI-Rechenzentren.
Der japanische Yen gerät vor den japanischen Wahlen am Wochenende unter Druck. Hedgefonds positionieren sich aktiv für eine weitere Schwäche und erhöhen ihre Einsätze gegen die Währung, wobei das Volumen bei Dollar-Yen-Call-Optionen deutlich zulegt. Asset Manager agieren zwar vorsichtiger, doch die Rückkehr zu Carry-Trades ist spürbar. Dem US-Dollar fehlt es an frischen Impulsen, da wichtige Arbeitsmarktdaten trotz der Einigung im US-Haushaltsstreit verzögert veröffentlicht werden. Die Renditen der US-Treasuries stagnieren mangels neuer Datenpunkte. Wir erwarten jedoch, dass die US-Notenbank an ihrem Kurs festhält, da Vertreter wie Michelle Bowman und Tom Barkin angesichts der erhöhten Inflation eine längere Wartezeit für Zinssenkungen signalisieren. Der für heute erwartete ADP-Bericht dürfte einen leichten Anstieg der Neueinstellungen im Privatsektor auf 45.000 Stellen ausweisen.
Rohstoffe profitieren von der erneuten Eskalation im Nahen Osten. Gold und Silber legen um jeweils rund zwei Prozent. Auch der Ölpreis steigt den zweiten Tag in Folge. Auslöser ist der Abschuss einer iranischen Drohne durch die USA in der Nähe eines Flugzeugträgers. Obwohl diplomatische Gespräche zwischen Washington und Teheran weiterhin geplant sind, rechtfertigt die Drohung von Präsident Trump, dass ohne Einigung im Atomstreit „schlimme Dinge passieren“ würden, eine erhöhte Risikoprämie.
Kupfer gibt etwas nach, da die Lagerbestände in Shanghai zwar unter dem saisonalen Durchschnitt liegen, aber zuletzt anstiegen. Bei Eisenerz begrenzen hohe Hafenbestände und ein ausreichendes Spot-Angebot das Aufwärtspotenzial.
Der APX verliert sieben auf nur noch zuversichtlich 25 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TQlPGX
In Asien setzt sich ein Muster einer ungleichmäßigen Resilienz durch. Insbesondere Japan und Südkorea beweisen eine erhöhte Widerstandskraft gegenüber globalen Volatilitätsschüben. Die Belebung der US-Dienstleistungsaktivitäten Ende 2025 zeigen nun positive Abstrahleffekte auf die asiatischen Volkswirtschaften. Die Märkte differenzieren auch hier scharf zwischen KI-Verlierern und Gewinnern der Infrastruktur. Untermauert wird dies durch einen der größten Infrastruktur-Deals der Region: Ein Konsortium unter Führung von KKR investiert fast 11 Milliarden Dollar in Singapurer Rechenzentren, um den immensen Datenhunger der KI-Anwendungen zu stillen. Der MSCI Asia-Pacific Index kann sich nach anfänglicher Schwäche behaupten und notiert leicht fester.
An der Wall Street dominierte gestern die Angst vor dem "Burggraben-Verlust" bei Software-Riesen. Rund 300 Milliarden Dollar an Börsenwert wurden im Sektor vernichtet, da Händler hinterfragen, ob KI-Tools die Wettbewerbsvorteile von Platzhirschen wie Adobe oder Salesforce erodieren lassen. Der Markt straft Enttäuschungen konsequent ab: AMD-Aktien fielen nachbörslich aufgrund eines verhaltenen Umsatzausblicks. Im Kontrast dazu signalisiert das Update von Super Micro Computer eine ungebrochen starke Nachfrage nach Ausrüstung für KI-Rechenzentren.
Der japanische Yen gerät vor den japanischen Wahlen am Wochenende unter Druck. Hedgefonds positionieren sich aktiv für eine weitere Schwäche und erhöhen ihre Einsätze gegen die Währung, wobei das Volumen bei Dollar-Yen-Call-Optionen deutlich zulegt. Asset Manager agieren zwar vorsichtiger, doch die Rückkehr zu Carry-Trades ist spürbar. Dem US-Dollar fehlt es an frischen Impulsen, da wichtige Arbeitsmarktdaten trotz der Einigung im US-Haushaltsstreit verzögert veröffentlicht werden. Die Renditen der US-Treasuries stagnieren mangels neuer Datenpunkte. Wir erwarten jedoch, dass die US-Notenbank an ihrem Kurs festhält, da Vertreter wie Michelle Bowman und Tom Barkin angesichts der erhöhten Inflation eine längere Wartezeit für Zinssenkungen signalisieren. Der für heute erwartete ADP-Bericht dürfte einen leichten Anstieg der Neueinstellungen im Privatsektor auf 45.000 Stellen ausweisen.
Rohstoffe profitieren von der erneuten Eskalation im Nahen Osten. Gold und Silber legen um jeweils rund zwei Prozent. Auch der Ölpreis steigt den zweiten Tag in Folge. Auslöser ist der Abschuss einer iranischen Drohne durch die USA in der Nähe eines Flugzeugträgers. Obwohl diplomatische Gespräche zwischen Washington und Teheran weiterhin geplant sind, rechtfertigt die Drohung von Präsident Trump, dass ohne Einigung im Atomstreit „schlimme Dinge passieren“ würden, eine erhöhte Risikoprämie.
Kupfer gibt etwas nach, da die Lagerbestände in Shanghai zwar unter dem saisonalen Durchschnitt liegen, aber zuletzt anstiegen. Bei Eisenerz begrenzen hohe Hafenbestände und ein ausreichendes Spot-Angebot das Aufwärtspotenzial.
Der APX verliert sieben auf nur noch zuversichtlich 25 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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