apano-Stimmungsindex
Die europäischen Aktienmärkte dürften leichter in die neuen Handelswoche starten. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA, welches die globalen Zölle von US-Präsident Trump kippte, sorgt entgegen ersten Hoffnungen nicht für Erleichterung, sondern für neue Fragen über die künftige Ausrichtung der US-Handelspolitik. Trump reagierte umgehend mit der Verhängung eines vorläufigen weltweiten Zollsatzes von 15 Prozent auf Basis des Handelsgesetzes von 1974, der für 150 Tage in Kraft bleibt. Diese Schritte signalisieren, dass die handelspolitischen Spannungen keineswegs entschärft sind und bestehende Abkommen zur Disposition stehen. Während die US-Index-Futures deutlich nachgeben, halten sich die europäischen Verluste in Grenzen. In Davos demonstrierte EZB-Präsidentin Christine Lagarde durch ihr vorzeitiges Verlassen eines Dinners nach verbalen Attacken von US-Handelsminister Howard Lutnick eine neue europäische Standhaftigkeit. In diesem volatilen Umfeld verschiebt sich der Fokus an der Wall Street massiv in Richtung sogenannter HALO-Unternehmen – Konzerne mit hohem materiellen Anlagevermögen und geringem Risiko technologischer Veralterung. Diese Strategie der „KI-Immunität“ favorisiert Firmen wie McDonald’s, Exxon Mobil oder den Traktorenbauer Deere, während klassische Softwarehäuser und Vermögensverwalter das Nachsehen haben. Gleichzeitig bleibt die internationale Diplomatie angespannt; während die US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer die Stabilität bestehender Deals betont, droht die EU bereits mit dem Einfrieren von Ratifizierungsprozessen für US-Pakte, und auch Indien verschiebt wichtige Gespräche.
Im Gegensatz zum Westen zeigt sich Asien in einem feiertagsbedingt dünnen Handel robust. Angeführt von Technologiewerten verzeichnet der Hang Seng Index deutliche Aufschläge. China, Indien und Brasilien profitieren unmittelbar von den durch das Gerichtsurteil vorerst gesunkenen Zollsätzen für Lieferungen in die USA. Besonders für China könnte der effektive Zollsatz nun auf rund 26 Prozent sinken, was zu der Binnennachfrage nach den Neujahrsfeierlichkeiten hinzukommt. In Südkorea klettert der Kospi auf einen neuen Rekordstand, getrieben durch das Schwergewicht Samsung. Der Konzern steht laut Marktberichten vor einem Großauftrag durch Nvidia für KI-Chips.
Der freundliche Wochenschluss an der Wall Street am Freitag war primär dem kurzzeitigen Optimismus nach dem Zollurteil geschuldet, welcher schwache Daten zum Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2025 überlagerte. Das BIP-Wachstum blieb hinter den Erwartungen zurück, während die persönlichen Ausgaben im Dezember stärker stiegen als prognostiziert. Diese makroökonomischen Eintrübungen traten jedoch hinter die Erwartung zurück, dass Trump nun gezwungen sei, bürokratisch aufwendigere Wege für seine Handelspolitik zu finden. Besonders Transportwerte waren gesucht, u.a. auch, da die komplexere Situation jene Spediteure stützt, die über entsprechende Zollabfertigungskapazitäten verfügen.
Die Unsicherheit über die US-Handelspolitik treibt Anleger in den Schweizer Franken, den Yen und den Euro. Die Staatsanleihen profitieren von einer Flucht in Qualität; die Kurse der Bundesanleihen steigen deutlich. Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung verdeutlichte zudem, dass die Notenbanker das Zinsniveau von 3,50 bis 3,75 Prozent vorerst beibehalten wollen.
Gold verteuerte sich infolge der Zollängste. Nickel legt ebenfalls zu, nachdem Indonesien angekündigt hat, Fördermengen massiv zu deckeln. Im Energiesektor geben die Ölpreise hingegen nach. Die Märkte setzen auf eine mögliche diplomatische Lösung im Atomstreit zwischen den USA und dem Iran. Omani-Vermittler kündigten die Wiederaufnahme der Gespräche für Donnerstag in Genf an. Sollte es zu einem begrenzten militärischen Schlag kommen, wie er im Vorfeld diskutiert wurde, gilt das globale Angebot derzeit als ausreichend robust, um kurzfristige Ausfälle abzufedern.
Der APX gewinnt einen auf zuversichtliche 28 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TR6HbK
Im Gegensatz zum Westen zeigt sich Asien in einem feiertagsbedingt dünnen Handel robust. Angeführt von Technologiewerten verzeichnet der Hang Seng Index deutliche Aufschläge. China, Indien und Brasilien profitieren unmittelbar von den durch das Gerichtsurteil vorerst gesunkenen Zollsätzen für Lieferungen in die USA. Besonders für China könnte der effektive Zollsatz nun auf rund 26 Prozent sinken, was zu der Binnennachfrage nach den Neujahrsfeierlichkeiten hinzukommt. In Südkorea klettert der Kospi auf einen neuen Rekordstand, getrieben durch das Schwergewicht Samsung. Der Konzern steht laut Marktberichten vor einem Großauftrag durch Nvidia für KI-Chips.
Der freundliche Wochenschluss an der Wall Street am Freitag war primär dem kurzzeitigen Optimismus nach dem Zollurteil geschuldet, welcher schwache Daten zum Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2025 überlagerte. Das BIP-Wachstum blieb hinter den Erwartungen zurück, während die persönlichen Ausgaben im Dezember stärker stiegen als prognostiziert. Diese makroökonomischen Eintrübungen traten jedoch hinter die Erwartung zurück, dass Trump nun gezwungen sei, bürokratisch aufwendigere Wege für seine Handelspolitik zu finden. Besonders Transportwerte waren gesucht, u.a. auch, da die komplexere Situation jene Spediteure stützt, die über entsprechende Zollabfertigungskapazitäten verfügen.
Die Unsicherheit über die US-Handelspolitik treibt Anleger in den Schweizer Franken, den Yen und den Euro. Die Staatsanleihen profitieren von einer Flucht in Qualität; die Kurse der Bundesanleihen steigen deutlich. Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung verdeutlichte zudem, dass die Notenbanker das Zinsniveau von 3,50 bis 3,75 Prozent vorerst beibehalten wollen.
Gold verteuerte sich infolge der Zollängste. Nickel legt ebenfalls zu, nachdem Indonesien angekündigt hat, Fördermengen massiv zu deckeln. Im Energiesektor geben die Ölpreise hingegen nach. Die Märkte setzen auf eine mögliche diplomatische Lösung im Atomstreit zwischen den USA und dem Iran. Omani-Vermittler kündigten die Wiederaufnahme der Gespräche für Donnerstag in Genf an. Sollte es zu einem begrenzten militärischen Schlag kommen, wie er im Vorfeld diskutiert wurde, gilt das globale Angebot derzeit als ausreichend robust, um kurzfristige Ausfälle abzufedern.
Der APX gewinnt einen auf zuversichtliche 28 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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