apano-Stimmungsindex
Zum Handelsstart könnten sich Europas Börsen von der Schwäche des US-Technologiesektors entkoppeln. Während in den USA Nervosität vorherrscht, stabilisieren sich die europäischen Märkte, da sie Technologiewerte nur gering gewichten. Was sonst als Schwäche des Standorts gilt, fungiert heute als Schutzschild gegen die „SaaSokalypse“, also die Furcht vor der Disruption von Software-as-a-Service-Geschäftsmodellen durch neue KI-Tools. Gestern wurde der eher über den Erwartungen liegende Ausblick des Chipherstellers AMD jedoch als Vorwand für massive Verkäufe im Hardware-Sektor genutzt. Gleichzeitig geraten einige Momentum-Trades, bei denen Anleger frei von fundamentalen Überlegungen steigende Kurse extrapolieren, unter Druck. Die Erholung bei Silber stagniert, Bitcoin enttäuscht und auch Rohstoffaktien in der Breite sowie KI-Gewinner der zweiten Ableitung wie Versorger oder Rüstungswerte wirken angeschlagen. Für Europa bleibt die Tech-Ansteckungsgefahr zwar begrenzt; der Fokus der Investoren richtet sich derzeit vor allem auf die Berichtssaison und die anstehenden Zinsentscheidungen. Hier sorgen jedoch spezifische Unternehmensnachrichten für Gegenwind: Der Ölriese Shell verfehlte die Gewinnerwartungen und notiert vorbörslich tiefer, während BBVA nach Zahlen verliert und den spanischen Markt belastet.
In Südkorea entlud sich die Skepsis gegenüber dem KI-Sektor. Der Kospi verlor 3,9 Prozent, da Speicherchiphersteller den Ton angaben. Selbst die soliden Quartalszahlen von Alphabet, die gestern veröffentlicht wurden, konnten die Stimmung im KI-Sektor nicht verbessern: Die Aktie verlor nach Börsenschluss trotz eines ambitionierten Investitionsplans. Der japanische Nikkei gab leicht nach, während sinkende Rohstoffpreise den Markt in Sydney drückten.
In den USA manifestierte sich gestern eine Neubewertung des KI-Hypes. Der Software-Sektor im S&P 500 war mit einem Minus von 1,9 Prozent erneut das Schlusslicht. Besonders hart traf es AMD mit einem Einbruch von 17,3 Prozent. Zwar lag der Ausblick des Chipherstellers leicht über den Konsensschätzungen, doch in einem überhitzten Umfeld reicht „gut” nicht mehr aus – der Markt verlangt Perfektion. Auch Rechenzentrumsbetreiber wie Iren und Coreweave gerieten unter die Räder. Nach Börsenschluss setzten sich die Enttäuschungen fort: Qualcomm verfehlte die Umsatzprognosen und Arm litt unter Sorgen im Smartphone-Geschäft. Fed-Gouverneurin Lisa Cook schürte die Sorgen zusätzlich, indem sie die Inflationsrisiken höher gewichtete als die Abkühlung am Arbeitsmarkt, was Zinssenkungserwartungen bremst.
Am Devisenmarkt profitiert der US-Dollar von der Risikoaversion und erreicht den höchsten Stand seit zwei Wochen. Zudem überzeugten die volkswirtschaftlichen Daten der USA zuletzt mehr als die Europas. Heute stehen die Zinsentscheidungen der Bank of England (BoE) und der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus. Beide Notenbanken dürften die Füße stillhalten. Bei der BoE wird ein Abstimmungsverhältnis von 7 zu 2 für eine Zinspause erwartet. Ein knapperes Ergebnis würde hingegen auf wachsende Wachstumssorgen hindeuten. Die EZB wird ihren Leitzins voraussichtlich bei 2 Prozent belassen und ihren datenabhängigen Ansatz bekräftigen. Voraussichtlich wird sich EZB-Präsidentin Lagarde auch zur jüngsten Euro-Stärke äußern, die jedoch noch kein kritisches Niveau erreicht hat.
Gold und Silber stehen erneut unter Druck. Silber notiert zwar weiterhin um 79 US-Dollar pro Unze – ein Niveau, das vor Dezember unerreicht war –, doch der Markt wirkt überlaufen. Viele Akteure scheinen hier blind dem Momentum zu folgen, ohne ein Verständnis für die fundamentalen Treiber des Metalls zu besitzen. Eine Stabilisierung der ETF-Abflüsse wäre nötig, um hier wieder Vertrauen zu fassen. Öl gibt ebenfalls nach, gedrückt durch diplomatische Fortschritte: Die Bestätigung von Gesprächen zwischen den USA und dem Iran im Oman reduziert die geopolitische Risikoprämie.
Der APX verliert vier auf weiter zuversichtliche 21 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TQmf6Z
In Südkorea entlud sich die Skepsis gegenüber dem KI-Sektor. Der Kospi verlor 3,9 Prozent, da Speicherchiphersteller den Ton angaben. Selbst die soliden Quartalszahlen von Alphabet, die gestern veröffentlicht wurden, konnten die Stimmung im KI-Sektor nicht verbessern: Die Aktie verlor nach Börsenschluss trotz eines ambitionierten Investitionsplans. Der japanische Nikkei gab leicht nach, während sinkende Rohstoffpreise den Markt in Sydney drückten.
In den USA manifestierte sich gestern eine Neubewertung des KI-Hypes. Der Software-Sektor im S&P 500 war mit einem Minus von 1,9 Prozent erneut das Schlusslicht. Besonders hart traf es AMD mit einem Einbruch von 17,3 Prozent. Zwar lag der Ausblick des Chipherstellers leicht über den Konsensschätzungen, doch in einem überhitzten Umfeld reicht „gut” nicht mehr aus – der Markt verlangt Perfektion. Auch Rechenzentrumsbetreiber wie Iren und Coreweave gerieten unter die Räder. Nach Börsenschluss setzten sich die Enttäuschungen fort: Qualcomm verfehlte die Umsatzprognosen und Arm litt unter Sorgen im Smartphone-Geschäft. Fed-Gouverneurin Lisa Cook schürte die Sorgen zusätzlich, indem sie die Inflationsrisiken höher gewichtete als die Abkühlung am Arbeitsmarkt, was Zinssenkungserwartungen bremst.
Am Devisenmarkt profitiert der US-Dollar von der Risikoaversion und erreicht den höchsten Stand seit zwei Wochen. Zudem überzeugten die volkswirtschaftlichen Daten der USA zuletzt mehr als die Europas. Heute stehen die Zinsentscheidungen der Bank of England (BoE) und der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus. Beide Notenbanken dürften die Füße stillhalten. Bei der BoE wird ein Abstimmungsverhältnis von 7 zu 2 für eine Zinspause erwartet. Ein knapperes Ergebnis würde hingegen auf wachsende Wachstumssorgen hindeuten. Die EZB wird ihren Leitzins voraussichtlich bei 2 Prozent belassen und ihren datenabhängigen Ansatz bekräftigen. Voraussichtlich wird sich EZB-Präsidentin Lagarde auch zur jüngsten Euro-Stärke äußern, die jedoch noch kein kritisches Niveau erreicht hat.
Gold und Silber stehen erneut unter Druck. Silber notiert zwar weiterhin um 79 US-Dollar pro Unze – ein Niveau, das vor Dezember unerreicht war –, doch der Markt wirkt überlaufen. Viele Akteure scheinen hier blind dem Momentum zu folgen, ohne ein Verständnis für die fundamentalen Treiber des Metalls zu besitzen. Eine Stabilisierung der ETF-Abflüsse wäre nötig, um hier wieder Vertrauen zu fassen. Öl gibt ebenfalls nach, gedrückt durch diplomatische Fortschritte: Die Bestätigung von Gesprächen zwischen den USA und dem Iran im Oman reduziert die geopolitische Risikoprämie.
Der APX verliert vier auf weiter zuversichtliche 21 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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