apano-Stimmungsindex
Europas Aktienmärkte steuern auf eine freundliche Eröffnung zu und folgen damit der Erholungsbewegung in Asien und an der Wall Street. Auslöser ist das Signal von US-Präsident Donald Trump, der Iran-Krieg könne bereits „sehr bald“ enden. Diese verbale Entspannung dürfte auch innenpolitischen Kalkülen geschuldet sein. Die anstehenden Midterm-Wahlen und die Sorge um eine Spaltung der MAGA-Bewegung durch steigende Energiepreise und neue militärische Verpflichtungen zwingen das Weiße Haus zur Suche nach einem Ausstiegsszenario. Dass Russland massiv von den Verwerfungen am Energiemarkt profitiert und damit seinen Krieg gegen die Ukraine finanziert, erhöht den Handlungsdruck zusätzlich. Dennoch bleiben die Fundamentaldaten kritisch: Die Inflation verharrt auf hohem Niveau, der US-Arbeitsmarkt sendet Schwächesignale und bei Private Credit zeigen sich Verwerfungen. Zudem bleibt die Lage vor Ort fragil. Raketendrohungen und abgefangene Drohnen im Nahen Osten verhindern derzeit die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Elektronische Störsignale in der Region deuten darauf hin, dass die operative Sicherheit für Tanker noch nicht wiederhergestellt ist. Iran selbst erteilt weiteren Verhandlungen eine Absage und verweist auf „bittere Erfahrungen“. Trotz dieser harten Fakten preisen die Märkte derzeit das optimistische Szenario eines kurzen Konflikts ein, was eine technische Gegenbewegung bei Staatsanleihen und Aktien auslöst.
In Asien setzte sich eine deutliche Erholung durch. Besonders Sektoren, die unmittelbar unter den hohen Treibstoffkosten litten, verzeichnen kräftige Aufschläge. Fluggesellschaften führen die Gewinnerlisten an. Der chinesische Tesla-Zulieferer CATL überzeugt mit starken Geschäftszahlen und einer optimistischen Prognose. China profitiert zudem von positiven Handelsdaten, die den Yuan stützen und Hoffnungen auf eine konjunkturelle Belebung nähren. In Südkorea stabilisiert sich die Lage nach dem vorangegangenen Einbruch, wobei Anleger die niedrigeren Kurse bei Halbleiterschwergewichten wie Samsung Electronics für den Wiedereinstieg nutzen.
Die Wall Street drehte nach einem schwachen Start kräftig ins Plus, befeuert durch Trumps Aussagen zu einem raschen Kriegsende. Die zuvor im Fokus stehenden Konjunktursorgen wegen des enttäuschenden Arbeitsmarktberichts traten vorübergehend in den Hintergrund. Die Arbeitslosenquote stieg im Februar auf 4,4 Prozent, was die US-Notenbank eigentlich zu Zinssenkungen zwingen müsste, stünden dem nicht die inflationären Impulse der Energiepreise entgegen. Im Halbleitersektor glänzte Marvell Technology mit einem Kurssprung von über 18 Prozent nach exzellenten Quartalszahlen. Ölwerte büßten ihre anfänglichen Gewinne ein.
Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen liegen bei 4,11 Prozent. Die Unsicherheit über die globale Ölversorgung verhindert vorerst stärkere Engagements am kurzen Ende der Zinskurve. Während die langfristigen Inflationserwartungen verankert bleiben, sind die Breakeven-Rates auf Basis der fünfjährigen inflationsindexierten Anleihen am kurzen Ende gestiegen. Der Bloomberg Dollar Spot Index gibt nach, da der „Panik-Modus“ einem vorsichtigen Optimismus weicht. Europäische Staatsanleihen eröffnen im Sog der späten US-Bewegungen fester und verarbeiten die gestiegene Wahrscheinlichkeit, dass die EZB ihren Lockerungskurs trotz der Energiepreisspitzen beibehalten kann.
Brent-Öl notiert bei rund 96 US-Dollar pro Barrel, nachdem rund 120 US-Dollar erreicht worden waren. Eine nachhaltige Preissenkung auf das Vorkriegsniveau von etwa 65 US-Dollar bleibt an eine gesicherte Passage durch die Straße von Hormus geknüpft. Sollte die Infrastruktur im Golf dauerhaft beschädigt werden, drohen im schlechtesten Fall Notierungen von bis zu 150 US-Dollar über die nächsten sechs Monate. Gold hält sich stabil und profitiert von der aktuellen Dollarschwäche.
Der APX verbessert sich um drei auf weiter neutrale minus 5 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TRPK6P
In Asien setzte sich eine deutliche Erholung durch. Besonders Sektoren, die unmittelbar unter den hohen Treibstoffkosten litten, verzeichnen kräftige Aufschläge. Fluggesellschaften führen die Gewinnerlisten an. Der chinesische Tesla-Zulieferer CATL überzeugt mit starken Geschäftszahlen und einer optimistischen Prognose. China profitiert zudem von positiven Handelsdaten, die den Yuan stützen und Hoffnungen auf eine konjunkturelle Belebung nähren. In Südkorea stabilisiert sich die Lage nach dem vorangegangenen Einbruch, wobei Anleger die niedrigeren Kurse bei Halbleiterschwergewichten wie Samsung Electronics für den Wiedereinstieg nutzen.
Die Wall Street drehte nach einem schwachen Start kräftig ins Plus, befeuert durch Trumps Aussagen zu einem raschen Kriegsende. Die zuvor im Fokus stehenden Konjunktursorgen wegen des enttäuschenden Arbeitsmarktberichts traten vorübergehend in den Hintergrund. Die Arbeitslosenquote stieg im Februar auf 4,4 Prozent, was die US-Notenbank eigentlich zu Zinssenkungen zwingen müsste, stünden dem nicht die inflationären Impulse der Energiepreise entgegen. Im Halbleitersektor glänzte Marvell Technology mit einem Kurssprung von über 18 Prozent nach exzellenten Quartalszahlen. Ölwerte büßten ihre anfänglichen Gewinne ein.
Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen liegen bei 4,11 Prozent. Die Unsicherheit über die globale Ölversorgung verhindert vorerst stärkere Engagements am kurzen Ende der Zinskurve. Während die langfristigen Inflationserwartungen verankert bleiben, sind die Breakeven-Rates auf Basis der fünfjährigen inflationsindexierten Anleihen am kurzen Ende gestiegen. Der Bloomberg Dollar Spot Index gibt nach, da der „Panik-Modus“ einem vorsichtigen Optimismus weicht. Europäische Staatsanleihen eröffnen im Sog der späten US-Bewegungen fester und verarbeiten die gestiegene Wahrscheinlichkeit, dass die EZB ihren Lockerungskurs trotz der Energiepreisspitzen beibehalten kann.
Brent-Öl notiert bei rund 96 US-Dollar pro Barrel, nachdem rund 120 US-Dollar erreicht worden waren. Eine nachhaltige Preissenkung auf das Vorkriegsniveau von etwa 65 US-Dollar bleibt an eine gesicherte Passage durch die Straße von Hormus geknüpft. Sollte die Infrastruktur im Golf dauerhaft beschädigt werden, drohen im schlechtesten Fall Notierungen von bis zu 150 US-Dollar über die nächsten sechs Monate. Gold hält sich stabil und profitiert von der aktuellen Dollarschwäche.
Der APX verbessert sich um drei auf weiter neutrale minus 5 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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