apano-Stimmungsindex
Europäische Aktien starten mit Aufschlägen, obwohl die jüngste Erholung auf äußerst tönernen Füßen steht. Der Versuch einer Bodenbildung nach den herben Verlusten der Vortage wirkt deplatziert, wenn man ihn gegen die Entwicklungen am Ölmarkt spiegelt. Während sich Aktien und Rohöl zuletzt im Gleichklang bewegten, klafft heute eine Lücke, die den Optimismus als bloßes technisches Aufbäumen erscheinen lässt. Die Nachrichtenlage bleibt belastend: Der Iran intensiviert seine Angriffe im gesamten Golf, der Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz ist fast vollständig zum Erliegen gekommen. Israel weitete seine Schläge auf Teheran und Kommandozentralen der Hisbollah in Beirut aus, während der Iran Raketen auf Israel feuerte und sogar Aserbaidschan angriff – das 13. Land, das in diesen Krieg hineingezogen wird. Die Wettmärkte spiegeln diese Eskalation wider: Die Wahrscheinlichkeit für einen Waffenstillstand bis Ende März ist bei Polymarket auf 31 Prozent eingebrochen, während die Chance auf einen Ölpreis von 100 Dollar bis Monatsende auf 35 Prozent stieg. Risikoassets handeln derzeit so, als sei die Lage bereits eingepreist, doch diese Selbstzufriedenheit ignoriert das Risiko eines monatelangen Konflikts. Ein verlängerter Krieg im Nahen Osten treibt die Inflationserwartungen und zwingt die EZB laut Vizepräsident Luis de Guindos möglicherweise zu einer Kursänderung, was die europäische Wirtschaft massiv unter Druck setzt. Die Vereinigten Arabischen Emirate erwägen zudem das Einfrieren iranischer Vermögenswerte in Milliardenhöhe, was Teherans wirtschaftliche Lebensader kappen würde.
Der anhaltende Iran-Krieg sorgt zum Wochenausklang für eine uneinheitliche Tendenz an den ostasiatischen Handelsplätzen, wobei der Verkaufsdruck spürbar nachlässt. Dennoch steuern asiatische Aktien auf den besten Februar ihrer Geschichte zu, getrieben durch massive Investitionen in KI-Infrastrukturunternehmen. Für eine Atempause sorgten Meldungen, wonach das US-Finanzministerium indischen Raffinerien den Kauf von russischem Öl erlaubt, das derzeit auf See festsitzt. Diese pragmatische Maßnahme von Scott Bessent soll den Preisdruck mildern, ohne Moskau nennenswerte finanzielle Vorteile zu verschaffen. In Tokio drehte der Nikkei-225 nach anfänglichen Verlusten ins Plus und schloss 0,6 Prozent höher. Der südkoreanische Kospi baute seine Gewinne aus, angeführt von Chipherstellern, die von der anhaltenden Nachfrage profitierten.
Die Wall Street präsentierte am Donnerstag äußerst fragil. Hoffnungen auf eine kurze militärische Eskalation zerschlugen sich mangels belastbarer Berichte über eine Gesprächsbereitschaft des Irans. Die Konjunkturdaten traten hinter die Geopolitik zurück, wobei gestiegene Lohnstückkosten die Anleiherenditen zusätzlich stützten. Im Technologiebereich zeigten sich Lichtblicke: Broadcom überzeugte mit starken Quartalszahlen. Oracle nutzt die verstärkte KI-Implementierung für weitreichende Stellenstreichungen, was Anleger mit Kursgewinnen quittierten. Trotz dieser Einzelgewinne belastet die Unsicherheit über die Dauer des Nahost-Konflikts die breite Marktbasis, da die US-Aktienmärkte die Erwartung eines langwierigen Krieges bisher kaum widerspiegeln.
Die Renditen von US-Staatsanleihen verzeichneten den stärksten Vier-Tages-Anstieg seit Mai vergangenen Jahres. Der Terminmarkt sieht mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von weniger als 50 Prozent für zwei oder mehr Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026. Sollte der Ölpreis die Marke von 85 Dollar dauerhaft überschreiten, wird sich die Debatte über die geldpolitische Straffung weiter verschärfen. Am Devisenmarkt bleibt das Umfeld für Risikoappetit toxisch, da der Iran über erhebliche asymmetrische Fähigkeiten verfügt. Der Dollar profitierte von seiner Funktion als Sicherer Hafen. Der Yen zeigt sich nach festeren Inflationsdaten aus Tokio gesucht.
Gold findet nicht in seine Rolle als Angstbarometer zurück und tendiert seitwärts.
Der APX sinkt um 5 auf weiter neutrale minus zwei Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TRKddZ
Der anhaltende Iran-Krieg sorgt zum Wochenausklang für eine uneinheitliche Tendenz an den ostasiatischen Handelsplätzen, wobei der Verkaufsdruck spürbar nachlässt. Dennoch steuern asiatische Aktien auf den besten Februar ihrer Geschichte zu, getrieben durch massive Investitionen in KI-Infrastrukturunternehmen. Für eine Atempause sorgten Meldungen, wonach das US-Finanzministerium indischen Raffinerien den Kauf von russischem Öl erlaubt, das derzeit auf See festsitzt. Diese pragmatische Maßnahme von Scott Bessent soll den Preisdruck mildern, ohne Moskau nennenswerte finanzielle Vorteile zu verschaffen. In Tokio drehte der Nikkei-225 nach anfänglichen Verlusten ins Plus und schloss 0,6 Prozent höher. Der südkoreanische Kospi baute seine Gewinne aus, angeführt von Chipherstellern, die von der anhaltenden Nachfrage profitierten.
Die Wall Street präsentierte am Donnerstag äußerst fragil. Hoffnungen auf eine kurze militärische Eskalation zerschlugen sich mangels belastbarer Berichte über eine Gesprächsbereitschaft des Irans. Die Konjunkturdaten traten hinter die Geopolitik zurück, wobei gestiegene Lohnstückkosten die Anleiherenditen zusätzlich stützten. Im Technologiebereich zeigten sich Lichtblicke: Broadcom überzeugte mit starken Quartalszahlen. Oracle nutzt die verstärkte KI-Implementierung für weitreichende Stellenstreichungen, was Anleger mit Kursgewinnen quittierten. Trotz dieser Einzelgewinne belastet die Unsicherheit über die Dauer des Nahost-Konflikts die breite Marktbasis, da die US-Aktienmärkte die Erwartung eines langwierigen Krieges bisher kaum widerspiegeln.
Die Renditen von US-Staatsanleihen verzeichneten den stärksten Vier-Tages-Anstieg seit Mai vergangenen Jahres. Der Terminmarkt sieht mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von weniger als 50 Prozent für zwei oder mehr Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026. Sollte der Ölpreis die Marke von 85 Dollar dauerhaft überschreiten, wird sich die Debatte über die geldpolitische Straffung weiter verschärfen. Am Devisenmarkt bleibt das Umfeld für Risikoappetit toxisch, da der Iran über erhebliche asymmetrische Fähigkeiten verfügt. Der Dollar profitierte von seiner Funktion als Sicherer Hafen. Der Yen zeigt sich nach festeren Inflationsdaten aus Tokio gesucht.
Gold findet nicht in seine Rolle als Angstbarometer zurück und tendiert seitwärts.
Der APX sinkt um 5 auf weiter neutrale minus zwei Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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