apano-Stimmungsindex
Europa folgt den freundlichen Vorgaben aus Fernost. Die Hoffnung auf eine Stabilisierung des Waffenstillstands im Nahen Osten treibt die Notierungen an, da Anleger darauf setzen, dass der Höhepunkt des Konflikts überschritten ist. Dennoch agiert der Rentenmarkt deutlich vorsichtiger als das Aktiensegment. Während Aktien die Fortschritte feiern, was durch Positionierungseffekte und sinkende Volatilität verstärkt wird, hinken Anleiherenditen hinterher. Die Schließung der Lücke zum Vor-Konflikt-Niveau verläuft hier langsamer. Während die Aktionäre sich schlicht an der Idee eines Kriegsendes orientieren, schauen Anleiheinvestoren auf die realwirtschaftlichen Schäden und das Risiko, dass die Notenbanken doch nicht so konziliant über die Inflationsimpulse aus dem Konflikt hinweggehen werden. Zumal die Positionen zwischen USA und Iran sehr weit voneinander entfernt sind. Die von Iran geforderte Schiffsmaut etwas würde dem Land fast doppelt so viel in die Kassen spülen, wie es 2024 mit dem Verkauf seines sanktionierten Öls verdient hat. Fallen letztlich auch noch diese Sanktionen, wird es nicht lange dauern, bis das Land seine alte militärische Stärke übertrifft.
Vieles hängt von der Rückkehr des freien Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus ab. Wer während der Eskalationsphase investiert blieb, profitiert, doch die Sorge vor einer Überhitzung der Kurse wächst. Es herrscht das Gefühl, der Markt greife den Ereignissen bereits zu weit vor, da das schlimmste Kapitel zwar abgeschlossen sein mag, die Geschichte aber noch lange nicht zu Ende geschrieben ist.
Weltweit zeigen Volkswirtschaften bereits Spuren der Wachstumsdämpfung durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran. Ein quantitativer Wachstums-Tracker signalisiert eine abrupte Umkehr der Dynamik nach dem positiven Jahresstart. Investorenwetten auf ein unverändertes Wachstum stehen somit auf dünnem Eis. Die Weltwirtschaft verlangsamte sich im März scharf; die bereits erwähnte Skepsis am Rentenmarkt spiegelt diese fundamentalen Bedenken wider. Selbst bei Frieden rechnet der Internationale Währungsfonds mit langsamerer Expansion und rät den Notenbanken, die Zinsen stabil zu halten, um die Auswirkungen der Krise abzuwägen.
In Asien stützen Signale einer Annäherung zwischen Israel und dem Libanon das Geschehen. In Japan trüben gestiegene Erzeugerpreise das Bild, da sie die Furcht vor energiepreisgetriebener Inflation nähren. Dennoch herrscht in Südkorea Euphorie: Der Kospi legt kräftig zu, nachdem die südkoreanische Notenbank die Zinsen bestätigte. In China verharren Preisdaten auf niedrigem Niveau und signalisieren eine ausbleibende Belebung.
Die Wall Street erholte sich am Vortag von Zweifeln an der Haltbarkeit der Waffenruhe. Mit der Aussicht auf Verhandlungen im Libanon kehrte der Optimismus für Technologiewerte zurück. Der Halbleiterindex markierte einen neuen Rekordstand. Softwaretitel blieben unter Druck, da Bedenken über die Disruption durch KI anhalten. Der bevorzugte Inflationsindikator der Fed, der PCE-Kernindex, gab im Februar auf 3,0 Prozent nach. Dies entspricht den Erwartungen, berücksichtigt jedoch noch nicht den Energiepreisschock seit Kriegsbeginn, der die Inflation zum Jahresende antreiben wird.
Am Rentenmarkt halten sich die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stabil. Analysten erwarten in diesem Jahr noch einen Test der Marke von 4,50 Prozent, bevor 2027 eine Beruhigung eintritt. Die Stabilisierung des US-Arbeitsmarktes bietet der Fed wenig Anlass für rasche Zinsschritte.
Die Ölpreise tendieren dennoch fester, da die Risiken für die Waffenruhe und die Engpässe in der Straße von Hormus weiter die Versorgungsangst schüren. Solange der Tankerfluss minimiert bleibt, bestimmen physische Marktbedingungen das Geschehen. Gold gibt leicht nach. Die anhaltenden Inflationssorgen, befeuert durch die hohen Energiekosten, stärken die Erwartung längerfristig hoher Zinsen.
Der APX verbessert sich um drei auf weiter neutrale 17 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TRyjcx
Vieles hängt von der Rückkehr des freien Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus ab. Wer während der Eskalationsphase investiert blieb, profitiert, doch die Sorge vor einer Überhitzung der Kurse wächst. Es herrscht das Gefühl, der Markt greife den Ereignissen bereits zu weit vor, da das schlimmste Kapitel zwar abgeschlossen sein mag, die Geschichte aber noch lange nicht zu Ende geschrieben ist.
Weltweit zeigen Volkswirtschaften bereits Spuren der Wachstumsdämpfung durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran. Ein quantitativer Wachstums-Tracker signalisiert eine abrupte Umkehr der Dynamik nach dem positiven Jahresstart. Investorenwetten auf ein unverändertes Wachstum stehen somit auf dünnem Eis. Die Weltwirtschaft verlangsamte sich im März scharf; die bereits erwähnte Skepsis am Rentenmarkt spiegelt diese fundamentalen Bedenken wider. Selbst bei Frieden rechnet der Internationale Währungsfonds mit langsamerer Expansion und rät den Notenbanken, die Zinsen stabil zu halten, um die Auswirkungen der Krise abzuwägen.
In Asien stützen Signale einer Annäherung zwischen Israel und dem Libanon das Geschehen. In Japan trüben gestiegene Erzeugerpreise das Bild, da sie die Furcht vor energiepreisgetriebener Inflation nähren. Dennoch herrscht in Südkorea Euphorie: Der Kospi legt kräftig zu, nachdem die südkoreanische Notenbank die Zinsen bestätigte. In China verharren Preisdaten auf niedrigem Niveau und signalisieren eine ausbleibende Belebung.
Die Wall Street erholte sich am Vortag von Zweifeln an der Haltbarkeit der Waffenruhe. Mit der Aussicht auf Verhandlungen im Libanon kehrte der Optimismus für Technologiewerte zurück. Der Halbleiterindex markierte einen neuen Rekordstand. Softwaretitel blieben unter Druck, da Bedenken über die Disruption durch KI anhalten. Der bevorzugte Inflationsindikator der Fed, der PCE-Kernindex, gab im Februar auf 3,0 Prozent nach. Dies entspricht den Erwartungen, berücksichtigt jedoch noch nicht den Energiepreisschock seit Kriegsbeginn, der die Inflation zum Jahresende antreiben wird.
Am Rentenmarkt halten sich die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stabil. Analysten erwarten in diesem Jahr noch einen Test der Marke von 4,50 Prozent, bevor 2027 eine Beruhigung eintritt. Die Stabilisierung des US-Arbeitsmarktes bietet der Fed wenig Anlass für rasche Zinsschritte.
Die Ölpreise tendieren dennoch fester, da die Risiken für die Waffenruhe und die Engpässe in der Straße von Hormus weiter die Versorgungsangst schüren. Solange der Tankerfluss minimiert bleibt, bestimmen physische Marktbedingungen das Geschehen. Gold gibt leicht nach. Die anhaltenden Inflationssorgen, befeuert durch die hohen Energiekosten, stärken die Erwartung längerfristig hoher Zinsen.
Der APX verbessert sich um drei auf weiter neutrale 17 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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