apano-Stimmungsindex
Europa blickt zum Wochenausklang auf ein gemischtes Bild, während das Marktsentiment zwischen Trumps Optimismus und der nüchternen Realität am Golf schwankt. Während der US-Präsident ein baldiges Abkommen mit dem Iran in Aussicht stellt, das den USA „freies Öl und eine freie Straße von Hormus“ bescheren soll, dämpfen Diplomaten aus Europa und der Golfregion die Erwartungen: Ein echter Friedensvertrag dürfte eher sechs Monate als wenige Tage beanspruchen. Bisher fehlt zudem jede Bestätigung der iranischen Seite für diese optimistischen Szenarien. Besonders kritisch bleibt die Lage am Nadelöhr Hormus; nachdem sich der Schiffsverkehr kurzzeitig belebt hatte, herrscht dort nun wieder Stillstand. Jede weitere Woche der Blockade verzögert die Rückkehr zur vollen Produktionskapazität massiv, da ohne weitere Lagerkapazitäten Ölquellen dauerhaft geschlossen werden müssten. In der Realwirtschaft schlägt sich dies nieder: Die Preise für Raffinerieprodukte wie Kerosin kletterten deutlich höher als der Brent-Ölpreis. Hinzu kommt eine wachsende Skepsis gegenüber der Zinspolitik. Stephen Miran, ein Trump-Vertrauter in der Fed, nimmt seine Zinssenkungserwartungen aufgrund der Inflation zurück – ein Signal, das auch in Europa Widerhall findet. Hier versuchen EZB und Bank of England zwar mit taubenhaften Tönen zu beruhigen, doch die Marktteilnehmer trauen dem Frieden nicht. Deutsche Zehnjahresrenditen halten sich beharrlich über der Drei-Prozent-Marke, während die Inflationsswaps auf Sicht von einem Jahr die fünf Prozent anvisieren. Die Erinnerung an 2022 ist wach, als das Zögern der Notenbanken gegenüber einem angebotsgetriebenen Preisschock die Inflation erst richtig entfesselt hat.
In Asien verliert die jüngste Aufwärtsdynamik vor dem Wochenende an Kraft. Nach drei Tagen mit Aufschlägen reduzieren Investoren das Risiko, um die unklare Nachrichtenlage zu sondieren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Rotation innerhalb der Portfolios: Während die bisherigen Spitzenreiter eine Pause einlegen, rücken zurückgebliebene Werte, insbesondere chinesische Technologietitel, verstärkt in den Fokus. Diese Papiere hatten ihren Rekordstand bereits im Oktober erreicht und hinken der allgemeinen Marktentwicklung seither hinterher. In Japan zeigt sich der Markt nach der ausbleibenden Signalwirkung durch Notenbankchef Kazuo Ueda verhalten. Der Yen gibt gegenüber dem US-Dollar leicht nach, da klare Aussagen zur künftigen Zinspolitik fehlen. Trotz der hervorragenden Quartalszahlen von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), die das Vertrauen in die Halbleiterbranche eigentlich stärken sollten, verbucht die Aktie Abschläge. In Seoul geben auch die Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics nach.
Die Wall Street präsentierte sich am Vortag noch in feierlicher Stimmung und markierte teilweise neue Rekordhochs. Die am Mitternacht in Kraft getretene Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah wird als entscheidender Stolperstein betrachtet, der nun für ein umfassenderes Abkommen im Iran-Krieg aus dem Weg geräumt ist. Trump schürt die Erwartungshaltung, dass bereits an diesem Wochenende entscheidende Gespräche stattfinden könnten.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stagniert bei 4,32 Prozent. Der US-Dollar-Index zeigt technisch Anzeichen für eine kurzfristige Erholung, stößt jedoch bei 98,44 auf massiven Widerstand.
Brent-Öl notiert bei 98 US-Dollar. Die Marktteilnehmer spekulieren auf eine graduelle Erholung der Lieferströme durch die Straße von Hormus ab dem zweiten Quartal, auch wenn das Vorkriegsniveau wohl erst Ende 2026 wieder erreicht wird. Die Blockade beschneidet die iranischen Einnahmen massiv und könnte das Land zwingen, Ölquellen aufgrund fehlender Lagerkapazitäten dauerhaft zu schließen – ein Vorgang, der die Förderfähigkeit auf Jahre beeinträchtigen würde. Gold tritt auf der Stelle. Bei Aluminium droht ein regelrechtes Angebots-Loch.
Der APX steigt um zwei auf 28 Punkte - weiter zuversichtlich.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TS4p7x
In Asien verliert die jüngste Aufwärtsdynamik vor dem Wochenende an Kraft. Nach drei Tagen mit Aufschlägen reduzieren Investoren das Risiko, um die unklare Nachrichtenlage zu sondieren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Rotation innerhalb der Portfolios: Während die bisherigen Spitzenreiter eine Pause einlegen, rücken zurückgebliebene Werte, insbesondere chinesische Technologietitel, verstärkt in den Fokus. Diese Papiere hatten ihren Rekordstand bereits im Oktober erreicht und hinken der allgemeinen Marktentwicklung seither hinterher. In Japan zeigt sich der Markt nach der ausbleibenden Signalwirkung durch Notenbankchef Kazuo Ueda verhalten. Der Yen gibt gegenüber dem US-Dollar leicht nach, da klare Aussagen zur künftigen Zinspolitik fehlen. Trotz der hervorragenden Quartalszahlen von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), die das Vertrauen in die Halbleiterbranche eigentlich stärken sollten, verbucht die Aktie Abschläge. In Seoul geben auch die Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics nach.
Die Wall Street präsentierte sich am Vortag noch in feierlicher Stimmung und markierte teilweise neue Rekordhochs. Die am Mitternacht in Kraft getretene Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah wird als entscheidender Stolperstein betrachtet, der nun für ein umfassenderes Abkommen im Iran-Krieg aus dem Weg geräumt ist. Trump schürt die Erwartungshaltung, dass bereits an diesem Wochenende entscheidende Gespräche stattfinden könnten.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stagniert bei 4,32 Prozent. Der US-Dollar-Index zeigt technisch Anzeichen für eine kurzfristige Erholung, stößt jedoch bei 98,44 auf massiven Widerstand.
Brent-Öl notiert bei 98 US-Dollar. Die Marktteilnehmer spekulieren auf eine graduelle Erholung der Lieferströme durch die Straße von Hormus ab dem zweiten Quartal, auch wenn das Vorkriegsniveau wohl erst Ende 2026 wieder erreicht wird. Die Blockade beschneidet die iranischen Einnahmen massiv und könnte das Land zwingen, Ölquellen aufgrund fehlender Lagerkapazitäten dauerhaft zu schließen – ein Vorgang, der die Förderfähigkeit auf Jahre beeinträchtigen würde. Gold tritt auf der Stelle. Bei Aluminium droht ein regelrechtes Angebots-Loch.
Der APX steigt um zwei auf 28 Punkte - weiter zuversichtlich.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TS4p7x