apano-Stimmungsindex
Nach dem initialen Schock über den Abbruch der Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran geben die Öl-Futures einen Teil ihrer Gewinne ab, während sich die Verluste an den asiatischen Märkten und bei den europäischen Aktienfutures zum Wochenstart etwas verringern. Dennoch dominiert eine deutliche Risikoaversion das Geschehen, nachdem die Wochenendgespräche in Pakistan scheiterten und US-Präsident Trump eine Blockade der Straße von Hormus anordnete. Der Markt reagiert damit auf das Ende naiver Erwartungen an eine schnelle diplomatische Lösung. Die angekündigte Blockade, die ab 16:00 Uhr MESZ in Kraft tritt, birgt ein Eskalationsrisiko, da sie insbesondere Irans Ölexport Richtung China trifft. Dies droht eine Krise im US-chinesischen Verhältnis auszulösen, da China im März der Hauptabnehmer für iranisches Rohöl und Kondensat blieb. Die Unterbrechung des Energiehandels zieht bereits weite Kreise in der Realwirtschaft: In Australien sollen Lagerbestände für Diesel und den aus Erdgas gewonnenen Urea-Dünger angelegt werden. Wie tief die Energiekrise wirkt, zeigt sich in Japan, wo der Sanitärhersteller Toto die Bestellungen für Fertigbäder aufgrund von Materialmangel aussetzen musste. Europa blickt zudem auf politische Veränderungen im Osten: Der ungarische Forint wertet nach der Wahlniederlage von Viktor Orbán um 1,7 Prozent auf, da der Sieg der pro-europäischen Opposition den Weg für blockierte EU-Fördergelder in Milliardenhöhe ebnen dürfte.
In Asien ging es auf breiter Front abwärts, wobei eine Panikreaktion ausbleibt. Die gescheiterten Friedensgespräche schüren Ängste vor einer Stagflation, geprägt durch eine Verlangsamung des globalen Wachstums bei gleichzeitig steigender Inflation. Vor allem die Börsen in Japan und Südkorea zeigen sich sehr schwach. In Tokio führen Technologie- und Elektronikwerte die Verlustliste an. Die bereits Verteuerung der Energiekosten belastet in ganz Asien die Sektoren Transport und Logistik massiv. Zusätzliche Belastung erfährt der japanische Markt durch gestiegene Erzeugerpreise im März, was die Erwartungshaltung für baldige Zinserhöhungen durch die Bank of Japan festigt.
An der Wall Street bröckelte der Optimismus bereits am Freitag, als sich die Skepsis gegenüber dem Erfolg der Wochenendverhandlungen verstärkte. Die US-Verbraucherpreise fielen zwar erwartungsgemäß aus, doch das Zinsdilemma der Federal Reserve verschärfte sich durch das Rekordtief der US-Verbraucherstimmung im April. Die Fed agiert damit in einem schwierigen Umfeld aus hoher Inflation und schwachen Konjunkturdaten.
Das Scheitern der Friedensgespräche treibt die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen auf ein 30-Jahres-Hoch von 2,49 Prozent, da Anleger einen Energieschock und eine beschleunigte Inflation einpreisen. In den USA steigen die Renditen zehnjähriger Treasuries auf 4,34 Prozent. Am Devisenmarkt steigt der Bloomberg Dollar Spot Index um 0,3 Prozent. In einem Umfeld, in dem die Energiepreise eher hartnäckig hoch bleiben als kurzzeitig nach oben zu schießen, begünstigt die Divergenz in den Terms-of-Trade die Energieexporteure, während Energieimporteure unter Druck bleiben.
Der Preis für die Sorte Brent sprang um über 7 Prozent und notiert wieder über der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Europäische Erdgas-Futures verteuern sich um rund zwölf Prozent. Die US-Blockade könnte das Angebot um etwa 2 Millionen Barrel iranisches Öl pro Tag reduzieren, was das globale Defizit unter Berücksichtigung aller Ausgleichsfaktoren weiter vergrößert. Dies beschleunigt den Abbau der weltweiten Lagerbestände massiv. Gold gibt nach, belastet durch den festen US-Dollar und steigender Zinserhöhungserwartungen. Aluminium tendiert in Asien fester, da die Konfliktregion rund neun Prozent des weltweiten Angebots stellt.
Der APX verharrt bei neutralen 17 Punkten.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TS0s1d
In Asien ging es auf breiter Front abwärts, wobei eine Panikreaktion ausbleibt. Die gescheiterten Friedensgespräche schüren Ängste vor einer Stagflation, geprägt durch eine Verlangsamung des globalen Wachstums bei gleichzeitig steigender Inflation. Vor allem die Börsen in Japan und Südkorea zeigen sich sehr schwach. In Tokio führen Technologie- und Elektronikwerte die Verlustliste an. Die bereits Verteuerung der Energiekosten belastet in ganz Asien die Sektoren Transport und Logistik massiv. Zusätzliche Belastung erfährt der japanische Markt durch gestiegene Erzeugerpreise im März, was die Erwartungshaltung für baldige Zinserhöhungen durch die Bank of Japan festigt.
An der Wall Street bröckelte der Optimismus bereits am Freitag, als sich die Skepsis gegenüber dem Erfolg der Wochenendverhandlungen verstärkte. Die US-Verbraucherpreise fielen zwar erwartungsgemäß aus, doch das Zinsdilemma der Federal Reserve verschärfte sich durch das Rekordtief der US-Verbraucherstimmung im April. Die Fed agiert damit in einem schwierigen Umfeld aus hoher Inflation und schwachen Konjunkturdaten.
Das Scheitern der Friedensgespräche treibt die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen auf ein 30-Jahres-Hoch von 2,49 Prozent, da Anleger einen Energieschock und eine beschleunigte Inflation einpreisen. In den USA steigen die Renditen zehnjähriger Treasuries auf 4,34 Prozent. Am Devisenmarkt steigt der Bloomberg Dollar Spot Index um 0,3 Prozent. In einem Umfeld, in dem die Energiepreise eher hartnäckig hoch bleiben als kurzzeitig nach oben zu schießen, begünstigt die Divergenz in den Terms-of-Trade die Energieexporteure, während Energieimporteure unter Druck bleiben.
Der Preis für die Sorte Brent sprang um über 7 Prozent und notiert wieder über der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Europäische Erdgas-Futures verteuern sich um rund zwölf Prozent. Die US-Blockade könnte das Angebot um etwa 2 Millionen Barrel iranisches Öl pro Tag reduzieren, was das globale Defizit unter Berücksichtigung aller Ausgleichsfaktoren weiter vergrößert. Dies beschleunigt den Abbau der weltweiten Lagerbestände massiv. Gold gibt nach, belastet durch den festen US-Dollar und steigender Zinserhöhungserwartungen. Aluminium tendiert in Asien fester, da die Konfliktregion rund neun Prozent des weltweiten Angebots stellt.
Der APX verharrt bei neutralen 17 Punkten.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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