apano-Stimmungsindex
Bereits die Formulierung Trumps, er halte eine Verlängerung der Waffenruhe für „unwahrscheinlich“, hätte aufhorchen lassen sollen. Es war kein kategorisches „Nein“, sondern klang wie eine Hintertür. Und so kam es. Nach der Absage von J. D. Vances Reise nach Islamabad gaben die Märkte nach. Keine zehn Minuten nach dem Läuten der Schlussglocke folgte die Mitteilung Trumps, dass die USA die Waffenruhe einseitig verlängern würden. Trotz dieser Atempause bleibt eine kräftige Erholung aus. Ein Einsatz von US-Bodentruppen sowie weitere Angriffe des Iran auf die Energieinfrastruktur im Golf sind zwar vorerst vom Tisch, die drohende Energiekrise durch die Blockade der Straße von Hormus ist jedoch nicht abgewendet. Führende Köpfe der Ölbranche wie Vitol-Chef Russell Hardy beziffern den Produktionsausfall seit Beginn des Krieges auf 600 bis 700 Millionen Barrel. Selbst wenn die Straße von Hormus heute wieder geöffnet würde, sieht er dieses Defizit auf eine Milliarde Barrel anwachsen. Eine Rückkehr zur Normalität werde Zeit beanspruchen, da beschädigte Infrastruktur nicht sofort wieder hochgefahren werden kann. Trump sucht erkennbar nach einem Ausweg: Er sprach zuletzt von einem besseren Deal als dem, den Barack Obama mit dem Iran ausgehandelt hatte. Wahrscheinlich wird er sich jedoch mit einem schlechteren Deal begnügen, da die US-Zwischenwahlen näher rücken. Noch weitere Tage mit Schaukelbörsen drohen.
Ganz dicht ist die US-Blokade übrigens nicht: Mindestens zwei voll beladene iranische Tanker haben diese Woche den Persischen Golf verlassen und dabei eine US-Blockade passiert, wobei sie rund 4 Millionen Barrel Öl transportierten. Insgesamt mindestens 34 mit Iran verbundene Tanker und Gastanker haben bisher die Straße und die US-Blockadelinie passiert. Davon waren 19 Schiffe auf dem Weg aus dem Persischen Golf hinaus.
Einige asiatische Börsen rutschten heute zunächst unter ihre Tiefststände vom vergangenen Freitag – ein Zeichen der Erschöpfung. Der Kospi tritt nach der kräftige KI-Rally auf der Stelle. Chinesische Aktien legen zu und auch der Nikkei rettet sich ins Plus.
An der Wall Street dominierte gestern die Anspannung vor dem vermeintlichen Ablauf der zehntägigen Frist. Die Ungewissheit über die Friedensverhandlungen trieb Investoren zur Reduzierung ihrer Positionen. Im Rüstungssektor kam es trotz solider Zahlen und Ausblicken zu deutlichen Kursrückgängen. GE Aerospace verbilligte sich um 5,6 Prozent und zog Wettbewerber mit. Der Markt zweifelt -wie wir- an der Werthaltigkeit klassischer Kriegsführung, da der aktuelle Konflikt erneut die Effektivität günstiger Drohnen drastisch vor Augen führt.
Die Unsicherheit über die zukünftige Führung der US-Notenbank birgt das Risiko eines „Sell America“-Handels. Zwar forderte gestern Kevin Warsh als potenzieller Nachfolge von US-Notenbankchef Powell bei sei einer Anhörung vor dem Senat umfassende Reformen der Entscheidungsprozesse der US-Notenbank, insbesondere beim Umgang mit anhaltender Inflation und in der Kommunikation. Konkrete Details blieb er jedoch schuldig und wich Fragen zum kurzfristigen Zinskurs aus.
Der Rohstoffmarkt zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen Erwartung und physischer Realität. Während Öl-Futures leicht nachgeben, bleibt die Versorgungslage extrem angespannt. Die Deutsche Lufthansa streicht bereits 20.000 Kurzstreckenflüge bis Oktober, um Kerosin zu sparen, dessen Preis deutlich stärker steigt als Rohöl der Sorte Brent. Gold profitiert als sicherer Hafen von der zeitlichen Ausdehnung der Unsicherheit und tendiert fester. Kupfer bewegt sich seitwärts; sinkende Lagerbestände in China wirken stützend, während die globalen Wachstumsrisiken den Spielraum nach oben begrenzen. Eisenerz verteuert sich aufgrund der Nachfrage aus China, doch Treibstoffmangel in Brasilien und Australien behindert die Minenaktivitäten.
Der APX stagniert bei knapp optimistischen 30 Punkten.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TS90Jy
Ganz dicht ist die US-Blokade übrigens nicht: Mindestens zwei voll beladene iranische Tanker haben diese Woche den Persischen Golf verlassen und dabei eine US-Blockade passiert, wobei sie rund 4 Millionen Barrel Öl transportierten. Insgesamt mindestens 34 mit Iran verbundene Tanker und Gastanker haben bisher die Straße und die US-Blockadelinie passiert. Davon waren 19 Schiffe auf dem Weg aus dem Persischen Golf hinaus.
Einige asiatische Börsen rutschten heute zunächst unter ihre Tiefststände vom vergangenen Freitag – ein Zeichen der Erschöpfung. Der Kospi tritt nach der kräftige KI-Rally auf der Stelle. Chinesische Aktien legen zu und auch der Nikkei rettet sich ins Plus.
An der Wall Street dominierte gestern die Anspannung vor dem vermeintlichen Ablauf der zehntägigen Frist. Die Ungewissheit über die Friedensverhandlungen trieb Investoren zur Reduzierung ihrer Positionen. Im Rüstungssektor kam es trotz solider Zahlen und Ausblicken zu deutlichen Kursrückgängen. GE Aerospace verbilligte sich um 5,6 Prozent und zog Wettbewerber mit. Der Markt zweifelt -wie wir- an der Werthaltigkeit klassischer Kriegsführung, da der aktuelle Konflikt erneut die Effektivität günstiger Drohnen drastisch vor Augen führt.
Die Unsicherheit über die zukünftige Führung der US-Notenbank birgt das Risiko eines „Sell America“-Handels. Zwar forderte gestern Kevin Warsh als potenzieller Nachfolge von US-Notenbankchef Powell bei sei einer Anhörung vor dem Senat umfassende Reformen der Entscheidungsprozesse der US-Notenbank, insbesondere beim Umgang mit anhaltender Inflation und in der Kommunikation. Konkrete Details blieb er jedoch schuldig und wich Fragen zum kurzfristigen Zinskurs aus.
Der Rohstoffmarkt zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen Erwartung und physischer Realität. Während Öl-Futures leicht nachgeben, bleibt die Versorgungslage extrem angespannt. Die Deutsche Lufthansa streicht bereits 20.000 Kurzstreckenflüge bis Oktober, um Kerosin zu sparen, dessen Preis deutlich stärker steigt als Rohöl der Sorte Brent. Gold profitiert als sicherer Hafen von der zeitlichen Ausdehnung der Unsicherheit und tendiert fester. Kupfer bewegt sich seitwärts; sinkende Lagerbestände in China wirken stützend, während die globalen Wachstumsrisiken den Spielraum nach oben begrenzen. Eisenerz verteuert sich aufgrund der Nachfrage aus China, doch Treibstoffmangel in Brasilien und Australien behindert die Minenaktivitäten.
Der APX stagniert bei knapp optimistischen 30 Punkten.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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