apano-Stimmungsindex
Europa startet mit Abschlägen in die neue Handelswoche, während die diplomatische Hängepartie zwischen Washington und Teheran am Wochenende eskalierte. Während Präsident Trump weiterhin eine Einigung in greifbarer Nähe wähnt, signalisiert die iranische Seite Unnachgiebigkeit und stellt die Teilnahme an weiteren Gesprächen in Islamabad durch Vize-Präsident Vance infrage. Das Risiko am Ölmarkt ist asymmetrisch: Händler unterschätzen das Potenzial für Preise weit über 100 US-Dollar, solange die physische Blockade anhält. Im Gegensatz zu 2022, als Sanktionen den Fluss lediglich behinderten, verhindert nun eine handfeste Seeblockade den Transit von täglich über zehn Millionen Barrel Rohöl sowie riesigen Mengen LNG und Düngemitteln, was Produktionsdrosselungen erzwingt. Europa leidet als Energieimporteur am stärksten unter dieser Patt-Situation. Im Kontrast legen asiatische Aktien vor dem gleichen Hintergrund zu, obwohl auch hier eine Abhängigkeit von Öl und Gas aus dem Nahen Osten besteht. Doch die Region profitiert von der Attraktivität der High-Tech-Unternehmen. Dennoch stützt die Hoffnung, dass die schlimmsten wirtschaftlichen Verwerfungen bereits in den Kursen enthalten sind, das globale Sentiment außerhalb Europas. Die Investoren blicken auf die Zollunruhen von 2025 zurück und wetten darauf, dass die Talsohle bei den Bewertungen erreicht ist. Besonders Sektoren mit stabilen Gewinnerwartungen rücken in den Fokus, da die Unternehmensgewinne trotz des Krieges steigen.
Die Bedrohungslage in Nahost zwingt Energiekonzerne wie Exxon Mobil und Chevron dazu, Milliarden in Bohrstellen fernab des Nahen Ostens zu investieren, etwa in Nigeria oder Namibia, um dem regionalen Aufruhr zu entgehen. Gleichzeitig sucht die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate in Washington nach finanziellen Rettungsankern in Form von Währungsswaps, um für eine Verschärfung der Krise gewappnet zu sein.
Asien zeigt sich am Montag überraschend widerstandsfähig und verbucht mehrheitlich Gewinne. Insbesondere Chipwerte und Telekommunikationsdienstleister führen die Aufwärtsbewegung an. In Seoul klettert SK Hynix um über drei Prozent, angetrieben durch den Start der Massenproduktion von KI-Superchips für Nvidia. In Sydney dagegen fallen die Papiere der National Australia Bank, da die Bank kriegsbedingt höhere Kreditrückstellungen bilden muss.
An der Wall Street herrschte zum Wochenausklang noch Zuversicht. Die kurzzeitige Öffnung der Straße von Hormus am Freitag löste eine Welle des Optimismus aus. Fluggesellschaften und Touristikwerte wie United Airlines und Carnival verbuchten Kursgewinne, da sinkende Ölpreise den Inflationsdruck minderten und Hoffnungen auf Zinssenkungen schürten. Energiewerte wie Occidental Petroleum und Exxon Mobil gehörten zu den Verlierern. Die KI-Begeisterung blieb ungebrochen, was den Halbleiterindex SOX auf einen neuen Rekordstand hievte. Diese Euphorie des Freitags bildet die Grundlage für die heutige relative Stärke der US-Futures im Vergleich zu Europa, wo die S&P-500-Kontrakte am Morgen nur etwa halb so stark nachgeben wie ihre europäischen Pendants.
Am Rentenmarkt spiegelt sich die Skepsis gegenüber einer schnellen Entspannung wider. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt auf 4,27 Prozent, da hartnäckige Energiepreise die Spielräume der Federal Reserve für Zinsschritte massiv einschränken. Vor dem Konflikt preiste der Markt noch zwei Zinssenkungen für dieses Jahr ein; diese Wahrscheinlichkeit ist nun auf elf Prozent zusammengeschrumpft. Der US-Dollar gewinnt an Stärke.
Gold und Silber fungieren derzeit als reine Risikoproxys und geben am Montag nach. Dies nagt am Nimbus der Edelmetalle als Krisensicherung. Die Volatilität bei Silber hat sogar jene von Bitcoin überholt. Brent-Öl springt derweil um fünf Prozent über die Marke von 95 US-Dollar. Eisenerz tendiert fester, getragen von einer starken globalen Nachfrage und niedrigen Lagerbeständen.
Der APX stagniert bei zuversichtlichen 28 Punkten.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TS71tm
Die Bedrohungslage in Nahost zwingt Energiekonzerne wie Exxon Mobil und Chevron dazu, Milliarden in Bohrstellen fernab des Nahen Ostens zu investieren, etwa in Nigeria oder Namibia, um dem regionalen Aufruhr zu entgehen. Gleichzeitig sucht die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate in Washington nach finanziellen Rettungsankern in Form von Währungsswaps, um für eine Verschärfung der Krise gewappnet zu sein.
Asien zeigt sich am Montag überraschend widerstandsfähig und verbucht mehrheitlich Gewinne. Insbesondere Chipwerte und Telekommunikationsdienstleister führen die Aufwärtsbewegung an. In Seoul klettert SK Hynix um über drei Prozent, angetrieben durch den Start der Massenproduktion von KI-Superchips für Nvidia. In Sydney dagegen fallen die Papiere der National Australia Bank, da die Bank kriegsbedingt höhere Kreditrückstellungen bilden muss.
An der Wall Street herrschte zum Wochenausklang noch Zuversicht. Die kurzzeitige Öffnung der Straße von Hormus am Freitag löste eine Welle des Optimismus aus. Fluggesellschaften und Touristikwerte wie United Airlines und Carnival verbuchten Kursgewinne, da sinkende Ölpreise den Inflationsdruck minderten und Hoffnungen auf Zinssenkungen schürten. Energiewerte wie Occidental Petroleum und Exxon Mobil gehörten zu den Verlierern. Die KI-Begeisterung blieb ungebrochen, was den Halbleiterindex SOX auf einen neuen Rekordstand hievte. Diese Euphorie des Freitags bildet die Grundlage für die heutige relative Stärke der US-Futures im Vergleich zu Europa, wo die S&P-500-Kontrakte am Morgen nur etwa halb so stark nachgeben wie ihre europäischen Pendants.
Am Rentenmarkt spiegelt sich die Skepsis gegenüber einer schnellen Entspannung wider. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt auf 4,27 Prozent, da hartnäckige Energiepreise die Spielräume der Federal Reserve für Zinsschritte massiv einschränken. Vor dem Konflikt preiste der Markt noch zwei Zinssenkungen für dieses Jahr ein; diese Wahrscheinlichkeit ist nun auf elf Prozent zusammengeschrumpft. Der US-Dollar gewinnt an Stärke.
Gold und Silber fungieren derzeit als reine Risikoproxys und geben am Montag nach. Dies nagt am Nimbus der Edelmetalle als Krisensicherung. Die Volatilität bei Silber hat sogar jene von Bitcoin überholt. Brent-Öl springt derweil um fünf Prozent über die Marke von 95 US-Dollar. Eisenerz tendiert fester, getragen von einer starken globalen Nachfrage und niedrigen Lagerbeständen.
Der APX stagniert bei zuversichtlichen 28 Punkten.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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