apano-Stimmungsindex
Die Euphorie über einen schnellen Waffenstillstand im Nahen Osten verflüchtigt sich zunehmend und hinterlässt an den europäischen Handelsplätzen eine spürbare Ernüchterung. Die ausbleibende diplomatische Annäherung zwischen Washington und Teheran treibt den Ölpreis bereits zum fünften Tag in Folge nach oben. Dennoch dürften die Märkte paralysiert auf der Stelle treten, obwohl diese Entwicklung die Konjunktur massiv belastet. Zudem offenbart sich eine tiefe Kluft zwischen den technologischen Gewinnern und Verlierern dieses Konflikts. Europa hinkt beim Anlagethema KI hinterher, wodurch sich in dieser Woche eine Performance-Lücke zu den USA und Asien aufgetan hat. Es gibt jedoch auch Lichtblicke: Siemens Energy überzeugt mit einer überraschenden Anhebung der Prognose, da der Energiehunger der KI-Infrastruktur dem Konzern in die Karten spielt. Auch SAP stabilisiert das Sentiment im Softwaresektor, nachdem starke Quartalsergebnisse die Befürchtungen über eine Disruption durch künstliche Intelligenz vorerst entkräften konnten. Die Verlängerung des Waffenstillstands zwischen Israel und dem Libanon um drei Wochen durch Donald Trump schafft zwar kurzfristig Raum für breitere Gespräche, ändert jedoch nichts am strategischen Patt im Iran-Krieg. Die Märkte bleiben in der Geiselhaft unberechenbarer Botschaften aus dem Weißen Haus, welche die Verhandlungsbereitschaft Teherans eher blockieren als fördern.
In der Region Asien-Pazifik präsentiert sich das Bild zum Wochenabschluss zweigeteilt. Während rohstoffabhängige Volkswirtschaften wie Indien oder Indonesien unter dem Joch der steigenden Energiekosten leiden, flüchten Investoren in Märkte mit hohem Halbleiter-Anteil. Der taiwanische Taiex setzt seinen Rekordlauf fort, befeuert durch gelockerte Limits für Aktienfonds und die ungebrochene Dynamik bei TSMC. In China beflügelt das neueste KI-Modell von DeepSeek die heimischen Chiphersteller. Auch Japan widersetzt sich dem regionalen Abwärtstrend leicht; die Kerninflation im März beschleunigte sich zwar auf 1,8 Prozent, bleibt aber komfortabel unter dem Zielwert der Bank of Japan.
Die Wall Street zeigte sich am Vorabend trotz neuer Rekordstände im Halbleitersektor insgesamt etwas vorsichtiger. Der Philadelphia Semiconductor Index verzeichnete den siebzehnten Gewinn-Tag in Folge – eine historische Serie, die durch die Kurssprünge von Intel und Texas Instruments im nachbörslichen Handel weiter genährt wird. Im Software- und Plattformbereich greift die Effizienzpeitsche: Microsoft und Meta planen umfangreiche Stellenstreichungen, um Abläufe durch den Einsatz von KI zu beschleunigen und Margen zu hiefen.
Der US-Dollar hat ein neues Wohlfühlniveau erreicht, gestützt durch die Rolle der USA als Netto-Öl-und Gas-Exporteuer. Die Volatilität sinkt, was auf eine Gewöhnung der Märkte an den Zustand der strategischen Paralyse hindeutet. Für die Europäische Zentralbank verschärft sich das Dilemma zwischen einer stagnierenden Wirtschaft und Inflationsrisiken durch die Energiepreise. Die Divergenz zwischen den Mandaten der Notenbanken wird zum zentralen Thema, wobei die Fed eine ausgewogenere Balance zwischen Preisstabilität und Beschäftigung sucht, während Europa tiefer im Stagflationssumpf feststeckt.
Solange die Straße von Hormus „fest versiegelt“ bleibt, wie die US-Regierung es formuliert, ist ein Rückfall der Öl-Preise nicht vorstellbar. Diese Blockade treibt den Brent-Preis unaufhaltsam in Richtung der 100-Dollar-Marke. Im Unterschied zu den Kapitalmärkten, die gerne „die Zukunft“ handeln, zeigt sich bei Öl und Gas ein handfester physischer Mangel, der nun auch die Terminmärkte dominiert. Gold enttäuscht weiter. Kupfer und Eisenerz zeigen sich hingegen widerstandsfähig. In China stabilisieren Lagerauffüllungen vor dem Maifeiertag die Preise, während rückläufige Bestände in den Lagerhäusern der LME auf eine solide physische Nachfrage hindeuten.
Der APX stagniert bei zuversichtlichen 28 Punkten.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TSC0Rb
In der Region Asien-Pazifik präsentiert sich das Bild zum Wochenabschluss zweigeteilt. Während rohstoffabhängige Volkswirtschaften wie Indien oder Indonesien unter dem Joch der steigenden Energiekosten leiden, flüchten Investoren in Märkte mit hohem Halbleiter-Anteil. Der taiwanische Taiex setzt seinen Rekordlauf fort, befeuert durch gelockerte Limits für Aktienfonds und die ungebrochene Dynamik bei TSMC. In China beflügelt das neueste KI-Modell von DeepSeek die heimischen Chiphersteller. Auch Japan widersetzt sich dem regionalen Abwärtstrend leicht; die Kerninflation im März beschleunigte sich zwar auf 1,8 Prozent, bleibt aber komfortabel unter dem Zielwert der Bank of Japan.
Die Wall Street zeigte sich am Vorabend trotz neuer Rekordstände im Halbleitersektor insgesamt etwas vorsichtiger. Der Philadelphia Semiconductor Index verzeichnete den siebzehnten Gewinn-Tag in Folge – eine historische Serie, die durch die Kurssprünge von Intel und Texas Instruments im nachbörslichen Handel weiter genährt wird. Im Software- und Plattformbereich greift die Effizienzpeitsche: Microsoft und Meta planen umfangreiche Stellenstreichungen, um Abläufe durch den Einsatz von KI zu beschleunigen und Margen zu hiefen.
Der US-Dollar hat ein neues Wohlfühlniveau erreicht, gestützt durch die Rolle der USA als Netto-Öl-und Gas-Exporteuer. Die Volatilität sinkt, was auf eine Gewöhnung der Märkte an den Zustand der strategischen Paralyse hindeutet. Für die Europäische Zentralbank verschärft sich das Dilemma zwischen einer stagnierenden Wirtschaft und Inflationsrisiken durch die Energiepreise. Die Divergenz zwischen den Mandaten der Notenbanken wird zum zentralen Thema, wobei die Fed eine ausgewogenere Balance zwischen Preisstabilität und Beschäftigung sucht, während Europa tiefer im Stagflationssumpf feststeckt.
Solange die Straße von Hormus „fest versiegelt“ bleibt, wie die US-Regierung es formuliert, ist ein Rückfall der Öl-Preise nicht vorstellbar. Diese Blockade treibt den Brent-Preis unaufhaltsam in Richtung der 100-Dollar-Marke. Im Unterschied zu den Kapitalmärkten, die gerne „die Zukunft“ handeln, zeigt sich bei Öl und Gas ein handfester physischer Mangel, der nun auch die Terminmärkte dominiert. Gold enttäuscht weiter. Kupfer und Eisenerz zeigen sich hingegen widerstandsfähig. In China stabilisieren Lagerauffüllungen vor dem Maifeiertag die Preise, während rückläufige Bestände in den Lagerhäusern der LME auf eine solide physische Nachfrage hindeuten.
Der APX stagniert bei zuversichtlichen 28 Punkten.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TSC0Rb