apano-Stimmungsindex
Die europäischen Aktienmärkte stabilisieren sich am Dienstag mit moderaten Aufschlägen, doch die Vorgaben aus Übersee belasten das übergeordnete Marktsentiment. Der anhaltende Renditesprung an den globalen Rentenmärkten, angefeuert durch die kriegsbedingten Teuerungsrisiken im Nahen Osten, zwingt Akteure weltweit zur Zurückhaltung. Zwar sanken die Ölpreise nach Trumps Ankündigung, einen geplanten Militärschlag gegen den Iran auszusetzen, auf rund 110 US-Dollar pro Barrel, doch die Notierungen verharren seit Jahresbeginn rund 80 Prozent im Plus. Weil die Straße von Hormus für den zivilen Schiffsverkehr blockiert bleibt, rechnen Händler mit einer längeren Phase erhöhter Inflation. Das dämpft die Risikofreude im Vorfeld der morgen anstehenden Nvidia-Quartalszahlen merklich. Der Halbleitersektor gerät zunehmend unter Druck, angeführt von Gewinnmitnahmen und Sorgen über Lieferengpässe bei Speicherchips. Was bisher immer ein Nachteil für Europa war, das Fehle bedeutender Chiphersteller im KI-Sektor, wird nun zum Vorteil.
In Asien dominieren Verluste, angeführt von einer scharfen Korrektur im Technologiesektor. Der südkoreanische Kospi bricht um rund 3 Prozent ein und markiert den schwächsten Verlauf seit März. Vor den Nvidia-Zahlen gehen Investoren in Deckung, um die Berechtigung der immensen KI-Investitionen neu zu bewerten. In Tokio verpuffen unerwartet starke Wirtschaftsdaten für das erste Quartal, die eine annualisierte Wachstumsrate von 2,1 Prozent ausweisen. Die anhaltende Inflation von 3,4 Prozent liegt deutlich über dem Stabilitätsziel der Bank of Japan und untermauert die avisierten Zinserhöhungen, was den Druck auf den Aktienmarkt verschärft.
Die Wall Street zeigte sich am Montag knapp behauptet und erholte sich im Späthandel von den Tagestiefs, nachdem Trump den Verzicht auf unmittelbare Vergeltungsschläge verkündete. Dennoch führten die Kursverluste bei Halbleiterwerten zu einer spürbaren Eintrübung. Nvidia verlor 1,3 Prozent, und Hardware-Hersteller wie Seagate Technology büßten fast 7 Prozent ein, da das Management Zweifel an der zeitnahen Deckung der enormen Chip-Nachfrage schürte. Das Bewertungsniveau im Tech-Sektor bleibt anspruchsvoll; der Nasdaq 100 notiert beim 24-fachen der erwarteten Gewinne. Bemerkenswert ist, dass Investoren den Unternehmen derzeit kaum Kredit für langfristiges Wachstum jenseits der kommenden zwölf Monate gewähren. Software-Aktien verzeichneten hingegen eine relative Erholung und verbuchten den zweitbesten Handelstag gegenüber den Hardware-Produzenten seit dem Start von ChatGPT.
Der Ausverkauf an den Rentenmärkten setzte sich fort und treibt die Zinsen auf Mehrjahreshochs. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen klettert auf 4,61 Prozent, während die 30-jährigen Papiere mit 5,14 Prozent den höchsten Stand seit 2023 erreichen. In Japan sprangen die Renditen der 30-jährigen Staatsschulden auf den höchsten Stand seit deren Emissionsdebüt im Jahr 1996. Die Kombination aus steigenden Energiepreisen, den massiven Haushaltsdefiziten der USA und der anhaltenden Robustheit der US-Wirtschaft zwingt Investoren dazu, eine höhere Inflationsrisikoprämie für längere Laufzeiten einzufordern. Am Devisenmarkt legt der US-Dollar als bevorzugter sicherer Hafen den sechsten Tag in Folge zu.
An den Rohstoffmärkten verbuchen die Edelmetalle Rückgänge, da die restriktiven geldpolitischen Aussichten und die steigenden Anleiherenditen die Opportunitätskosten für unverzinste Sachwerte in die Höhe treiben. Die negative Korrelation zwischen dem erstarkenden US-Dollar und den Edelmetallen erreicht den höchsten Stand des Jahres. Beim Brent-Öl korrigieren die Notierungen nach Trumps moderateren Tönen leicht nach unten und handeln knapp unter 110 US-Dollar. Die Versorgungsängste bleiben jedoch strukturell hoch, solange die Verhandlungen über die Öffnung der Seewege im Persischen Golf blockiert sind und Teheran die US-Forderungen als inakzeptabel zurückweist.
Der APX verharrt bei zuversichtlichen 18 Punkten
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TScGg7
In Asien dominieren Verluste, angeführt von einer scharfen Korrektur im Technologiesektor. Der südkoreanische Kospi bricht um rund 3 Prozent ein und markiert den schwächsten Verlauf seit März. Vor den Nvidia-Zahlen gehen Investoren in Deckung, um die Berechtigung der immensen KI-Investitionen neu zu bewerten. In Tokio verpuffen unerwartet starke Wirtschaftsdaten für das erste Quartal, die eine annualisierte Wachstumsrate von 2,1 Prozent ausweisen. Die anhaltende Inflation von 3,4 Prozent liegt deutlich über dem Stabilitätsziel der Bank of Japan und untermauert die avisierten Zinserhöhungen, was den Druck auf den Aktienmarkt verschärft.
Die Wall Street zeigte sich am Montag knapp behauptet und erholte sich im Späthandel von den Tagestiefs, nachdem Trump den Verzicht auf unmittelbare Vergeltungsschläge verkündete. Dennoch führten die Kursverluste bei Halbleiterwerten zu einer spürbaren Eintrübung. Nvidia verlor 1,3 Prozent, und Hardware-Hersteller wie Seagate Technology büßten fast 7 Prozent ein, da das Management Zweifel an der zeitnahen Deckung der enormen Chip-Nachfrage schürte. Das Bewertungsniveau im Tech-Sektor bleibt anspruchsvoll; der Nasdaq 100 notiert beim 24-fachen der erwarteten Gewinne. Bemerkenswert ist, dass Investoren den Unternehmen derzeit kaum Kredit für langfristiges Wachstum jenseits der kommenden zwölf Monate gewähren. Software-Aktien verzeichneten hingegen eine relative Erholung und verbuchten den zweitbesten Handelstag gegenüber den Hardware-Produzenten seit dem Start von ChatGPT.
Der Ausverkauf an den Rentenmärkten setzte sich fort und treibt die Zinsen auf Mehrjahreshochs. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen klettert auf 4,61 Prozent, während die 30-jährigen Papiere mit 5,14 Prozent den höchsten Stand seit 2023 erreichen. In Japan sprangen die Renditen der 30-jährigen Staatsschulden auf den höchsten Stand seit deren Emissionsdebüt im Jahr 1996. Die Kombination aus steigenden Energiepreisen, den massiven Haushaltsdefiziten der USA und der anhaltenden Robustheit der US-Wirtschaft zwingt Investoren dazu, eine höhere Inflationsrisikoprämie für längere Laufzeiten einzufordern. Am Devisenmarkt legt der US-Dollar als bevorzugter sicherer Hafen den sechsten Tag in Folge zu.
An den Rohstoffmärkten verbuchen die Edelmetalle Rückgänge, da die restriktiven geldpolitischen Aussichten und die steigenden Anleiherenditen die Opportunitätskosten für unverzinste Sachwerte in die Höhe treiben. Die negative Korrelation zwischen dem erstarkenden US-Dollar und den Edelmetallen erreicht den höchsten Stand des Jahres. Beim Brent-Öl korrigieren die Notierungen nach Trumps moderateren Tönen leicht nach unten und handeln knapp unter 110 US-Dollar. Die Versorgungsängste bleiben jedoch strukturell hoch, solange die Verhandlungen über die Öffnung der Seewege im Persischen Golf blockiert sind und Teheran die US-Forderungen als inakzeptabel zurückweist.
Der APX verharrt bei zuversichtlichen 18 Punkten
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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