apano-Stimmungsindex
Europas Aktienmärkte werden am Dienstagmorgen verhalten in den Handel starten. Die Hoffnung auf einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran hat einen schweren Rückschlag erlitten, nachdem Teheran amerikanische Kriegsschiffe unter Beschuss genommen und die Bemühungen zur Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus gewaltsam unterbrochen hat. Die Vorstellung, dass die USA einfach Schiffe aus dem Golf herausbringen und der Iran dabei tatenlos zuschaut, während die eigenen Schiffe eingeschlossen bleiben und den iranischen Ölquellen ein Shut-In droht, erschien uns verwegen. Das US-Zentralkommando setzte Apache-Hubschrauber ein, um iranische Schnellboote zu versenken, die den zivilen Verkehr schikanierten. Da sich der Markt mittlerweile auf das geopolitische Hüh-und-Hott eingestellt hat, dürften auch keine Panikverkäufe auftreten.
EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis warnt vor einem Stagflationsschock in Europa. Höhere Energiepreise belasten Unternehmen und private Haushalte gleichermaßen und führen zu einem Pfad mit schwächerem Wachstum bei gleichzeitig steigender Inflation. Hinzu kommt, dass es der Region an zukunftsweisenden Unternehmen wie in den USA und Asien mangelt. Für die Europäische Zentralbank verschärft sich die Lage massiv. EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel kündigt für Juni Zinserhöhungen an, sollte sich die Aussicht auf die Verbraucherpreise nicht signifikant verbessern. Der Markt verarbeitet derzeit den doppelten Druck aus geopolitischer Instabilität und einer drohenden geldpolitischen Straffung. Das bremst das Kurspotenzial Europas. Im Vergleich zu den USA oder Asien enttäuscht die europäische Kursentwicklung bisher.
In Asien dominieren negative Vorzeichen. In Sydney drückt zusätzlich die australischen Notenbank auf die Stimmung, die wegen der beharrlich hohen Inflation die Leitzinsen bereits zum dritten Mal in Folge erhöhte. In Japan ruht der Kassa-Handel aufgrund eines Feiertages, was die Liquidität in der Region einschränkt.
In den USA herrschte bereits gestern eine gedrückte Stimmung vor. Die undurchsichtige Nachrichtenlage im Nahen Osten sorgten für Verunsicherung unter den Anlegern. Belastend wirkte zudem die Ankündigung von US-Präsident Trump, die Zölle auf Automobilimporte aus der EU auf 25 Prozent anzuheben, da die Gegenseite eine Vereinbarung zum zollfreien Import von US-Industriegütern weiterhin nicht ratifiziert habe. Während Amazon durch die Öffnung seines Logistiknetzwerks für Geschäftskunden um 1,4 Prozent zulegte, brachen die Papiere der Logistikriesen UPS und FedEx um 10,5 beziehungsweise 9,1 Prozent ein. Der Markt preist hier eine massive Verschiebung der Marktanteile ein.
Der US-Dollar wertet gering auf. Der Bloomberg Dollar Spot Index markierte ein Sitzungshoch, was den Greenback als sicheren Hafen bestätigt. Am Rentenmarkt ergeben sich durch die Verbilligung von Anleihen neue Gelegenheiten. Unternehmensanleihen bieten derzeit Renditen zwischen fünf und sieben Prozent, was trotz enger Spreads als angemessene Entschädigung für die aktuellen Risiken gilt. Während US-Aktien nahe ihrer Rekordmarken verharren, verdeutlicht die Entwicklung der Staatsanleihen – die zehnjährigen US-Renditen liegen stabil bei 4,32 Prozent –, dass Investoren sich auf ein Umfeld dauerhaft höherer Zinsen und persistenter Inflation einstellen.
Brent-Öl notieren nach dem Kurssprung vom Montag bei 113 US-Dollar. Das Szenario eines „New Normal“ bei Ölpreisen über der 100-Dollar-Marke lastet auf Gold. Neben höheren Zinsen, die auf dem zinslosen Gold lasten, wird Indien als größter Nachfrager von Goldschmuck angesichts der durch die Energiekrise gestiegenen Lebenshaltungskosten erneut seine Nachfrage drosseln müssen.
Im Nickelmarkt vergrößert sich die Angebotslücke, da indonesische Produzenten aufgrund eines Mangels an Schwefelsäure – bedingt durch die gestörten Logistikwege – ihre Produktion drosseln müssen.
Der APX verliert sechs auf gerade noch zuversichtliche 18 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TSN76v
EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis warnt vor einem Stagflationsschock in Europa. Höhere Energiepreise belasten Unternehmen und private Haushalte gleichermaßen und führen zu einem Pfad mit schwächerem Wachstum bei gleichzeitig steigender Inflation. Hinzu kommt, dass es der Region an zukunftsweisenden Unternehmen wie in den USA und Asien mangelt. Für die Europäische Zentralbank verschärft sich die Lage massiv. EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel kündigt für Juni Zinserhöhungen an, sollte sich die Aussicht auf die Verbraucherpreise nicht signifikant verbessern. Der Markt verarbeitet derzeit den doppelten Druck aus geopolitischer Instabilität und einer drohenden geldpolitischen Straffung. Das bremst das Kurspotenzial Europas. Im Vergleich zu den USA oder Asien enttäuscht die europäische Kursentwicklung bisher.
In Asien dominieren negative Vorzeichen. In Sydney drückt zusätzlich die australischen Notenbank auf die Stimmung, die wegen der beharrlich hohen Inflation die Leitzinsen bereits zum dritten Mal in Folge erhöhte. In Japan ruht der Kassa-Handel aufgrund eines Feiertages, was die Liquidität in der Region einschränkt.
In den USA herrschte bereits gestern eine gedrückte Stimmung vor. Die undurchsichtige Nachrichtenlage im Nahen Osten sorgten für Verunsicherung unter den Anlegern. Belastend wirkte zudem die Ankündigung von US-Präsident Trump, die Zölle auf Automobilimporte aus der EU auf 25 Prozent anzuheben, da die Gegenseite eine Vereinbarung zum zollfreien Import von US-Industriegütern weiterhin nicht ratifiziert habe. Während Amazon durch die Öffnung seines Logistiknetzwerks für Geschäftskunden um 1,4 Prozent zulegte, brachen die Papiere der Logistikriesen UPS und FedEx um 10,5 beziehungsweise 9,1 Prozent ein. Der Markt preist hier eine massive Verschiebung der Marktanteile ein.
Der US-Dollar wertet gering auf. Der Bloomberg Dollar Spot Index markierte ein Sitzungshoch, was den Greenback als sicheren Hafen bestätigt. Am Rentenmarkt ergeben sich durch die Verbilligung von Anleihen neue Gelegenheiten. Unternehmensanleihen bieten derzeit Renditen zwischen fünf und sieben Prozent, was trotz enger Spreads als angemessene Entschädigung für die aktuellen Risiken gilt. Während US-Aktien nahe ihrer Rekordmarken verharren, verdeutlicht die Entwicklung der Staatsanleihen – die zehnjährigen US-Renditen liegen stabil bei 4,32 Prozent –, dass Investoren sich auf ein Umfeld dauerhaft höherer Zinsen und persistenter Inflation einstellen.
Brent-Öl notieren nach dem Kurssprung vom Montag bei 113 US-Dollar. Das Szenario eines „New Normal“ bei Ölpreisen über der 100-Dollar-Marke lastet auf Gold. Neben höheren Zinsen, die auf dem zinslosen Gold lasten, wird Indien als größter Nachfrager von Goldschmuck angesichts der durch die Energiekrise gestiegenen Lebenshaltungskosten erneut seine Nachfrage drosseln müssen.
Im Nickelmarkt vergrößert sich die Angebotslücke, da indonesische Produzenten aufgrund eines Mangels an Schwefelsäure – bedingt durch die gestörten Logistikwege – ihre Produktion drosseln müssen.
Der APX verliert sechs auf gerade noch zuversichtliche 18 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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