apano-Stimmungsindex

Europäische Aktien starten mit schwächeren Notierungen in den Handelstag. Der dominierende Faktor für die Verluste ist eine Eskalation der geopolitischen Lage. Neuerliche militärische Auseinandersetzungen am Persischen Golf zerschlagen die Hoffnungen auf ein rasches Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran. Nach defensiven US-Luftschlägen attackierte der Iran amerikanische Luftwaffenstützpunkte. US-Präsident Donald Trump äußert sich unzufrieden über den Verhandlungsverlauf und betont, dass keine einzelne Nation die Kontrolle über die strategisch essenzielle Straße von Hormus ausüben werde. Dieses Stop-and-Go bei den Verhandlungen strapaziert die Geduld der Investoren immens und erzwingt eine Neubewertung der Risiken. Marktteilnehmer warten nun mit großer Spannung auf den Preisindex der persönlichen Konsumausgaben, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank. Prognosen gehen von einem starken Anstieg auf 3,8 Prozent im April aus. Die Europäische Zentralbank signalisiert Handlungsbereitschaft. Aufgrund hoher Energiepreise preisen die Märkte bis Jahresende Straffungen von 60 Basispunkten ein. Das stützt den Euro gegenüber dem Pfund, da die Bank of England zögert und britische politische Risiken durch eine Nachwahl wachsen.



Der asiatische Aktienmarkt verzeichnet deutliche Rückgänge und beendet eine fünftägige Rally. Neben dem beschriebenen Abbau von Risikopositionen pausiert die Euphorie für Künstliche Intelligenz. Der südkoreanische Kospi brach zeitweise um fast fünf Prozent ein, begrenzte das Minus bis aber auf 1,9 Prozent. Stornierungen von US-Gaslieferungen nach Asien infolge explodierender Transportkosten verdeutlichen die massiven realwirtschaftlichen Störungen. Ein Wandel der japanischen Kapitalströme zementiert unterdessen den strukturellen Bullenmarkt des Nikkei. Während ausländische Investoren in der vergangenen Woche massiv japanische Aktien kauften, ringt China trotz Öffnung des Anleihemarktes um externes Kapital, da eine negative Renditedifferenz abschreckt. Die restriktive Wende der neuseeländischen Notenbank komprimiert zudem die Volatilität im Währungspaar AUD/NZD.



Die US-Börsen setzten am Vortag ihre Jagd nach neuen Bestmarken fort und schlossen bei allen drei Hauptindizes auf Rekordhochs. Anleger trennten sich vereinzelt von stark gelaufenen Technologiepapieren. Aktien des Branchenprimus Nvidia gaben um 1,1 Prozent nach. Micron stiegen hingegen um 3,6 Prozent, wodurch die Bewertung die Schwelle von einer Billion Dollar durchbrach. Die geldpolitischen Aussichten unter dem neuen Notenbankchef Kevin Warsh bleiben restriktiv. Fed-Vertreter warnen vor Aufwärtsrisiken bei der Inflation und signalisieren Bereitschaft für steigende Zinsen.



Der US-Dollar profitiert als sicherer Hafen von der globalen Unsicherheit und wertet auf. Der entsprechende Bloomberg-Index steigt um 0,2 Prozent. Staatsanleihen geraten durch die dargelegten Inflationssorgen unter Druck. Die Rendite der zehnjährigen US-Papiere klettert um vier Basispunkte auf 4,52 Prozent. Europäische Staatspapiere folgen dieser Abwärtsbewegung unmittelbar. Gefahr für die Liquidität am US-Anleihemarkt geht von japanischen Investoren aus, die massiv Kapital abziehen und ausländische Papiere abstoßen. Kryptowährungen spiegeln das schwindende Risikoappetit der Anleger schonungslos wider, wobei Bitcoin um über zwei Prozent auf ein Sechswochentief fällt.



Am Rohstoffmarkt setzt sich ein scharfer Aufwärtstrend fort. Brent-Rohöl verteuert sich um 3,6 Prozent auf 97,60 Dollar je Barrel. Marktakteure preisen nun wieder eine längere Schließung der Straße von Hormus ein, was physische Engpässe provoziert. Edelmetalle fallen trotz des risikoscheuen Umfelds deutlich. Gold verbilligt sich um 1,4 Prozent auf 4.390 Dollar pro Unze. Wichtige technische Unterstützungsmarken brechen weg; so durchschlägt der Goldpreis seine vielbeachtete 200-Tage-Linie. Silber verzeichnet Einbußen von mehr als drei Prozent.



Der APX verharrt bei optimistischen 33 Punkten.





Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).


http://dlvr.it/TSlmvD

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