apano-Stimmungsindex

Der Ausblick für europäische Aktien hellte sich im Verlauf des asiatischen Handels spürbar auf. Terminkontrakte auf europäische Aktien deuten noch auf eine leicht schwächere Eröffnung hin, konnten sich aber bereits deutlich von ihren Tiefstständen erholen. Der MSCI World fiel zuvor auf den tiefsten Stand seit über einem Monat, maßgeblich belastet durch anhaltende Verkäufe im Technologiesektor und die andauernden Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Während die Wall Street am Vortag noch spürbar nachgab, steigen die Futures, insbesondere für den technologielastigen Nasdaq, nach anfänglichen Verlusten wieder. Ein leichter Rückgang der Ölpreise stützt die Stimmung, nachdem ein zweitägiger US-Militärschlag gegen den Iran zunächst für erhebliche Nervosität gesorgt hatte. Ein massiver Abfluss von ausländischem Kapital aus Asien markiert zudem den stärksten Rückzug seit mehr als einem Jahrzehnt und steht in hartem Kontrast zu den jüngsten Rekordständen der regionalen Leitindizes. Parallel dazu entziehen der mit Hochspannung erwartete Börsengang von SpaceX sowie geplante Börsengänge und Kapitalerhöhungen von KI-Schwergewichten dem Markt Liquidität. Das Angebot ist überzeichnet. Der bekannte Leerverkäufer Jim Chanos kritisiert den Börsengang als auf Hoffnungen und Träumen basierend.



Asien verzeichnen überwiegend leichte Verluste, die im Vergleich zur Wall Street moderat ausfallen. Die anhaltende Verkaufswelle bei Technologieaktien und die geopolitischen Spannungen belasten die allgemeine Risikobereitschaft. Chipwerte leiden unter wiederkehrenden Zweifeln an der langfristigen Profitabilität der enormen Investitionen in Künstliche Intelligenz. Diese Sorgen werden durch Berichte verstärkt, wonach das KI-Schwergewicht OpenAI angesichts wachsender Konkurrenz durch den Rivalen Anthropic deutliche Preissenkungen erwägt. Der südkoreanische Kospi konnte sich im Handelsverlauf erholen. Dazu trug das Schwergewicht SK Hynix bei, das nach Ankündigungen einer Verdreifachung seiner Produktionskapazitäten kräftig stieg.



In den USA dominierten gestern Abschläge auf breiter Front. Die Ankündigung der erwähnten US-Vergeltungsschläge gegen den Iran sowie eine andauernde Schwäche im Technologiesektor drückten die Kurse. Mit Spannung erwartete US-Verbraucherpreise entsprachen exakt den Prognosen und sorgten nur kurzzeitig für Entspannung, bestätigten sie doch das für die US-Notenbank nach wie vor zu hohe Inflationsniveau. Oracle gab nachbörslich deutlich nach, da die vierteljährlichen Investitionsausgaben die Schätzungen der Analysten übertrafen.



Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt minimal auf 4,54 Prozent. Die Europäische Zentralbank wird voraussichtlich heute die Zinsen um einen Viertelprozentpunkt anheben, da sie den durch die Nahostkrise verursachten Inflationsschub nicht länger ignorieren kann. EZB-Präsidentin Christine Lagarde dürfte unmissverständlich signalisieren, dass ein zweiter Zinsschritt folgen wird. Am Devisenmarkt bewegt sich der US-Dollar gegenüber den wichtigsten Währungen kaum.



Brent-Rohöl gibt Gewinne wieder ab und notiert um 91 Dollar pro Barrel. Zuvor hatten die US-Militärschläge den Preis in die Höhe getrieben, doch die schnelle Beendigung der Operation beruhigte den Markt. Zusätzlich drücken freigegebene Lagerbestände, reduzierte Ölimporte aus China und ein Berichte von Schiffen, die durch die Straße von Hormus schlüpfen, die Notierungen. Die Terminkurve sendet jedoch eine klare Warnung: Der Kontrakt für Dezember 2026 erweist sich als spürbar hartnäckiger als kurzfristige Futures. Dies signalisiert, dass die durch die Einschränkungen in der Straße von Hormus verursachten Angebotsschocks den Markt noch über Monate beschäftigen werden, anstatt sich bei Friedensbemühungen sofort aufzulösen. Edelmetalle tendieren fester, Gold steigt auf 4.085 Dollar pro Unze.



Der APX verliert sechs auf weiter neutrale sieben Punkte.





Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).


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