apano-Stimmungsindex
Der schwierige Teil beginnt jetzt: Wie schnell lässt sich die Straße von Hormus nach dem Deal zwischen den USA und dem Iran wirklich wieder öffnen? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Der anfängliche Überschwang der Anleger weicht einer sachlicheren, leicht verhaltenen Zurückhaltung. Die Herkulesaufgabe einer raschen Normalisierung der Ölströme dämpft den ungestümen Optimismus. Nach der jüngsten Kursrally legen europäische Aktien folgerichtig eine Atempause ein. Terminkontrakte auf den Euro Stoxx 50 deuten auf eine kaum veränderte Eröffnung hin. Zwar sinken die Ölpreise weiter und Morgan Stanley kappte seine Preisprognosen drastisch, doch die Märkte haben die erwartete Entspannung bereits großzügig eingepreist. Der einfache Teil der Erholung liegt hinter uns. Nun muss sich in der Realität beweisen, ob die Vereinbarungen auf dem Papier auch zu echten, ungestörten Öllieferungen führen.
Die asiatischen Handelsplätze präsentieren sich ebenfalls durchwachsen, der Leitindex MSCI APAC steigt nur moderat. In Japan erhöhte die Notenbank erwartungsgemäß den Leitzins auf das höchste Niveau seit 1995 und signalisierte weitere Straffungen. Nach einer anfänglichen Schwächephase drehte der Nikkei 225 jedoch ins Plus, da Anleger die Vorhersehbarkeit des Zinsschritts honorierten. Unterdessen drosselte die australische Notenbank ihr Tempo und hielt die Zinsen nach drei Anhebungen in Folge konstant, um die Wirtschaft nicht abzuwürgen, signalisierte aber gleichzeitig die Bereitschaft zu weiteren Straffungen. Für Fantasie sorgt indes ein ganz anderer Sektor: Die diplomatischen Bemühungen Südkoreas und Japans beflügeln die heimische Rüstungsindustrie. Das südkoreanische Rüstungsunternehmen LIG Defense&Aerospace meldete eine lukrative Kooperation mit Rheinmetall, und die japanische Terra Drone beteiligt sich am ukrainischen Drohnen-Spezialisten WinnyLab. Dieser Technologiewettlauf signalisiert langfristige Investitionen. Die Rotation in den Verteidigungssektor kommt Investoren, die ihre üppigen Technologiewetten vor den anstehenden Notenbanksitzungen absichern wollen, hochgradig gelegen. Rüstung und Automatisierung könnten sich in Nordasien als strukturell solider erweisen als manch aufgeblähte KI-Fantasie.
An der Wall Street schwankten die Indizes am Vortag, bevor der S&P 500 mit einem deutlichen Plus schloss. Die nachbörslichen Terminkontrakte deuten jedoch auf eine leichte Schwäche hin. Das politische Spektakel um das Friedensabkommen im Nahen Osten verliert etwas an Zugkraft, solange keine Details bekannt sind und das Abkommen nicht offiziell in Kraft tritt. Im Technologiesektor setzte der frisch gebackene Börsenstar SpaceX seinen Höhenflug fort und baute die massiven Gewinne des ersten Handelstages weiter aus.
Am Anleihemarkt verharren die Renditen der US-Staatsanleihen auf dem ermäßigten Niveau der Vorwoche. Investoren blicken gebannt auf die erste Sitzung der US-Notenbank unter dem neuen Chef Kevin Warsh am Mittwoch. Auch die Bank of England und die Schweizerische Nationalbank tagen. Am Devisenmarkt gibt sich der US-Dollar stabil. Der japanische Yen tendiert trotz der Zinserhöhung seiner Notenbank weiterhin leicht schwächer, und auch der australische Dollar verliert nach der Zinspause an Wert.
Brent-Rohöl gibt abermals nach und notiert knapp unter 83 US-Dollar pro Barrel. Der Preisrutsch steht kurz davor, die längste Verlustserie des laufenden Jahres zu markieren. Das zinslose Gold notiert bei knapp 4.300 US-Dollar pro Unze. Dennoch ziehen sich Investoren kontinuierlich aus goldgedeckten börsengehandelten Fonds zurück. Die Bestände fielen auf das niedrigste Niveau seit November letzten Jahres. Dies nährt den Verdacht, dass die jüngsten geopolitisch bedingten Preisaufschläge auf tönernen Füßen stehen. Sollte die US-Notenbank Mitte der Woche rhetorisch wieder in den Inflationsbekämpfungsmodus schalten, dürfte dies weitere Kapitalabflüsse aus Gold-ETFs provozieren.
Der APX klettert um sieben auf nun optimistische 35 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TT3g3v
Die asiatischen Handelsplätze präsentieren sich ebenfalls durchwachsen, der Leitindex MSCI APAC steigt nur moderat. In Japan erhöhte die Notenbank erwartungsgemäß den Leitzins auf das höchste Niveau seit 1995 und signalisierte weitere Straffungen. Nach einer anfänglichen Schwächephase drehte der Nikkei 225 jedoch ins Plus, da Anleger die Vorhersehbarkeit des Zinsschritts honorierten. Unterdessen drosselte die australische Notenbank ihr Tempo und hielt die Zinsen nach drei Anhebungen in Folge konstant, um die Wirtschaft nicht abzuwürgen, signalisierte aber gleichzeitig die Bereitschaft zu weiteren Straffungen. Für Fantasie sorgt indes ein ganz anderer Sektor: Die diplomatischen Bemühungen Südkoreas und Japans beflügeln die heimische Rüstungsindustrie. Das südkoreanische Rüstungsunternehmen LIG Defense&Aerospace meldete eine lukrative Kooperation mit Rheinmetall, und die japanische Terra Drone beteiligt sich am ukrainischen Drohnen-Spezialisten WinnyLab. Dieser Technologiewettlauf signalisiert langfristige Investitionen. Die Rotation in den Verteidigungssektor kommt Investoren, die ihre üppigen Technologiewetten vor den anstehenden Notenbanksitzungen absichern wollen, hochgradig gelegen. Rüstung und Automatisierung könnten sich in Nordasien als strukturell solider erweisen als manch aufgeblähte KI-Fantasie.
An der Wall Street schwankten die Indizes am Vortag, bevor der S&P 500 mit einem deutlichen Plus schloss. Die nachbörslichen Terminkontrakte deuten jedoch auf eine leichte Schwäche hin. Das politische Spektakel um das Friedensabkommen im Nahen Osten verliert etwas an Zugkraft, solange keine Details bekannt sind und das Abkommen nicht offiziell in Kraft tritt. Im Technologiesektor setzte der frisch gebackene Börsenstar SpaceX seinen Höhenflug fort und baute die massiven Gewinne des ersten Handelstages weiter aus.
Am Anleihemarkt verharren die Renditen der US-Staatsanleihen auf dem ermäßigten Niveau der Vorwoche. Investoren blicken gebannt auf die erste Sitzung der US-Notenbank unter dem neuen Chef Kevin Warsh am Mittwoch. Auch die Bank of England und die Schweizerische Nationalbank tagen. Am Devisenmarkt gibt sich der US-Dollar stabil. Der japanische Yen tendiert trotz der Zinserhöhung seiner Notenbank weiterhin leicht schwächer, und auch der australische Dollar verliert nach der Zinspause an Wert.
Brent-Rohöl gibt abermals nach und notiert knapp unter 83 US-Dollar pro Barrel. Der Preisrutsch steht kurz davor, die längste Verlustserie des laufenden Jahres zu markieren. Das zinslose Gold notiert bei knapp 4.300 US-Dollar pro Unze. Dennoch ziehen sich Investoren kontinuierlich aus goldgedeckten börsengehandelten Fonds zurück. Die Bestände fielen auf das niedrigste Niveau seit November letzten Jahres. Dies nährt den Verdacht, dass die jüngsten geopolitisch bedingten Preisaufschläge auf tönernen Füßen stehen. Sollte die US-Notenbank Mitte der Woche rhetorisch wieder in den Inflationsbekämpfungsmodus schalten, dürfte dies weitere Kapitalabflüsse aus Gold-ETFs provozieren.
Der APX klettert um sieben auf nun optimistische 35 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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