apano-Stimmungsindex

Die europäischen Aktienmärkte starten heute nahezu unverändert in die neue Handelswoche und entziehen sich vorerst der überschwänglichen Feierlaune. Während asiatische Börsen die kräftigen Kursgewinne der Wall Street vom vergangenen Freitag mit großer Erleichterung nachvollziehen, dämpft ein erneuter Anstieg der Ölpreise hierzulande die allgemeine Risikobereitschaft spürbar. Ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli wischte die grassierenden Zinsängste schlagartig vom Tisch und befeuerte die globalen Aktienkurse. Anleger ignorieren die aufziehenden konjunkturellen Warnsignale und zelebrieren stattdessen ausschließlich die drastisch gesunkene Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsanhebungen.



In Asien folgten die Börsen den amerikanischen Vorgaben. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand jedoch einmal mehr die rasante Schwäche des japanischen Yen. Die Währung entwickelte sich erheblich schwächer als alle anderen wichtigen Industriewährungen und gab ihre jüngsten, durch massive staatliche Interventionen künstlich erzeugten Gewinne nahezu restlos wieder ab. Ein US-Dollar kostet mittlerweile wieder deutlich über 158 Yen, was Spekulationen über erneute Eingriffe der japanischen Währungshüter unweigerlich neu entfacht. Auf Unternehmensseite stützten Berichte über milliardenschwere Investitionen in neue japanische Chipfabriken durch globale Branchenführer das Sentiment der Technologiewerte und hielten die asiatische Rallye am Laufen.



Die Wall Street verabschiedete sich am Freitag auf einem knappen Rekordstand ins Wochenende. Der unerwartet schwache Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten wirkte wie ein Treibstoff für Aktien, da die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinsanhebung im kommenden September drastisch auf gut 43 Prozent kollabierte. Marktteilnehmer blendeten die wochenlangen Zweifel an der Rentabilität gigantischer Investitionen in künstliche Intelligenz abrupt aus und griffen bei den arg gebeutelten Technologiewerten wieder zu. Ein massives Vertrauen in die generelle Stärke des Kapitalmarktes demonstrierte parallel die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, die eigene Aktien zurückkaufte und weitere Milliarden im Markt investierte. Der Fokus richtet sich nun unausweichlich auf die amerikanischen Inflationsdaten am Mittwoch, die als das alles entscheidende Zünglein an der Waage für die zukünftige Ausrichtung der Notenbankpolitik fungieren.



Am Anleihemarkt kehrte nach den heftigen Turbulenzen der Vorwoche eine trügerische Ruhe ein. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen verharrt überaus stabil bei 4,65 Prozent, während zweijährige Papiere nach ihrem stärksten wöchentlichen Renditerückgang seit Mai lediglich eine kurze Atempause einlegen. Der amerikanische Dollar erholt sich zeitgleich von seiner kurzzeitigen Schwäche und wertet gegenüber den meisten Hauptwährungen wieder auf.



Brent-Öl verteuerte sich leicht auf rund 84 Dollar pro Fass, da der Iran direkte Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten kategorisch ablehnt und eine baldige Öffnung der essenziellen Straße von Hormus somit bedroht bleibt. Dennoch bleibt die Skepsis auf dem Parkett extrem groß, dass sich dieser Preisanstieg dauerhaft verfestigt. US-Präsident Donald Trump signalisiert in der verfahrenen Nahostkrise neuerdings auffällige Geduld und bevorzugt eine abwartende Verhandlungstaktik anstelle martialischer Drohgebärden. Gleichzeitig bremst der lahmende amerikanische Arbeitsmarkt die ungetrübte Aussicht auf eine robuste globale Ölnachfrage ganz erheblich ab. In diesem Umfeld behauptet Gold sein Niveau von über 4.350 Dollar je Unze. Nach dem historisch stärksten wöchentlichen Kursanstieg seit Januar profitiert das zinslose Edelmetall weiterhin massiv von der schwindenden Attraktivität amerikanischer.



Der apano APX steht unverändert bei zuversichtlichen 23 Punkten





Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).


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