apano-Stimmungsindex

Die europäischen Aktienmärkte könnten sich heute erfolgreich gegen den leichten Abwärtsdruck der Vorwoche stemmen und etwas freundlicher starten. Zwar musste der Stoxx 600 nach einer beeindruckenden Serie zuletzt einen minimalen wöchentlichen Rücksetzer hinnehmen, doch die extrem niedrige Schwankungsbreite zeigt, wie Anleger die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten beiseite wischen. Ohne störende Nebengeräusche ist der Weg für weitere Rekordstände am Aktienmarkt prinzipiell frei, zumal heute auch die Vorgaben aus Asien moderat positiv ausfallen. Treibstoff für diese globale Aktienrallye sind die für dieses Jahr quasi auf null gesunkenen Zinserhöhungserwartungen in den USA, da sich eine Abschwächung der dortigen Konjunktur andeutet. Der schwindende Bedarf an Absicherungsgeschäften unterstreicht diese sonnige Grundstimmung am Markt eindrucksvoll.



Während in Asien der südkoreanische Leitindex feiertagsbedingt pausiert, werden chinesische Technologieaktien in dieser Handelspause gekauft. Vor allem Festland-Indizes für Technologiewerte glänzen mit den stärksten Zuwächsen des Monats. Ein Ausbruch über wichtige Widerstandsmarken öffnet hier weiteres Aufwärtspotenzial. Am Rentenmarkt sorgte Japan derweil für Aufsehen, als die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 1996 kletterte, was die wachsende Nervosität vor der anstehenden Auktion langlaufender Papiere offenbart.



An der Wall Street bremste ein erschreckend schwacher Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen den konjunkturellen Optimismus der Amerikaner schlagartig aus, befeuerte aber im Gegenzug die Technologieaktien. Die Terminkontrakte des Nasdaq-Index notieren entsprechend freundlich. Da der amerikanische Konsument offensichtlich den Gürtel enger schnallt, rechnet das Parkett fest damit, dass die Federal Reserve von einer weiteren Zinsanhebung im kommenden Monat absehen wird. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist binnen einer Woche dramatisch auf unter 30 Prozent eingebrochen.



Der amerikanische Dollar befindet sich entsprechend auf dem direkten Weg zu seinen Tiefstständen vom Mai. Da die globale Inflation hartnäckig hoch bleibt, in den USA hingegen vermehrt Daten auf eine konjunkturelle Abkühlung hindeuten, könnte die US-Notenbank gezwungen sein, bei künftigen Zinsanhebungen spürbar hinter anderen großen Zentralbanken zurückzubleiben, was den Greenback belasten dürfte. Die Auktion 20-jähriger japanischer Staatsanleihen (JGBs) galt bereits als schwierig, da der Verkauf gleichlaufender US-Staatsanleihen kurz zuvor und erhöhte Inflationsrisiken die globalen Langläufermärkte belasten. Nach schwachen US-Auktionen mit zyklisch hohen Renditen droht ein negativer Rückkopplungseffekt, zumal 20-jährige Anleihen zwischen mittleren und ultralangen Laufzeiten liegen und die Auktionsergebnisse stark schwanken. Anleger rechnen daher möglicherweise mit einer niedrigen Nachfrage nahe dem bisherigen Tief des Bid-to-Cover-Verhältnisses von 2,97, während die Rendite zehnjähriger JGBs auf den höchsten Stand seit 1996 steigt und zuvor noch eine fünfjährige Auktion ansteht.



Brent-Rohöl pendelt sich knapp oberhalb von 88 Dollar ein. Berichte über israelische Angriffe im Libanon und mögliche neue US-Sanktionen gegen den Iran halten die Risikoprämie hoch. Sollte der Iran die Eskalationsspirale weiterdrehen, droht ein massiver Inflationsschub, der wiederum die Rentenmärkte empfindlich treffen würde. Kupfer steuert rasant auf ein neues Rekordhoch zu. Ein extremer Preissprung für kurzfristige Lieferungen an der Londoner Metallbörse signalisiert eine akute Verknappung, da Lagerbestände zügig abgebaut werden. Gold profitiert derweil vom schwachen Dollar und klettert auf knapp 4.400 Dollar.



Der apano APX steigt um einen Punkt auf weiter zuversichtliche 27 Punkte.





Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).


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