apano-Stimmungsindex
Die scheinbar grenzenlose Euphorie um künstliche Intelligenz prallt aktuell mit voller Wucht auf die harte Realität der globalen Rentenmärkte. Steigende Staatsschulden und eine hartnäckig hohe Inflation belasten die europäischen Aktienmärkte und deuten auf eine verhaltene bis negative Eröffnung hin. Die Renditen langfristiger amerikanischer Staatsanleihen klettern spürbar und erreichen Niveaus, die wir seit über fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen haben. Parallel dazu verteuert sich Rohöl zusehends, angetrieben von zerschlagenen diplomatischen Hoffnungen im Nahen Osten. Solange sich dieser toxische Mix aus steigenden Zinsen und anziehenden Energiekosten nicht auflöst, ist eine nachhaltige Erholung der Aktienmärkte in Europa äußerst unwahrscheinlich. Ein Abwärtsdruck ist hier vorprogrammiert, insbesondere bei stark wachstumsorientierten Werten, deren zukünftige Gewinne nun deutlich stärker abgezinst werden müssen. Zudem trübt das politische Gerangel um den französischen Haushalt die Stimmung für europäische Staatsanleihen sichtlich. In dieser Woche kollidiert die Auktion 10- und 30-jähriger US-Staatsanleihen mit umfangreichen Unternehmensanleihen-Emissionen zur Finanzierung des KI-Infrastrukturausbaus. Es bleibt die vage Hoffnung, dass sich die Lage am Freitag etwas entspannt.
In Asien hat sich Skepsis breitgemacht. Die regionalen Aktienindizes rutschten merklich ins Minus, allen voran die bisher erfolgsverwöhnten Technologiewerte. Ein früher Erholungsversuch des südkoreanischen Aktienmarktes löste sich rasch in Luft auf und endete tief im roten Bereich. Auch der japanische Aktienmarkt verzeichnete merklicheVerluste. Der dortige Anleihemarkt spürt den globalen Gegenwind besonders deutlich: Die Finanzierungskosten für langfristige japanische Staatspapiere stiegen drastisch an und markieren neue, bedenkliche Höchststände, was die generelle Nervosität der Investoren im asiatisch-pazifischen Raum widerspiegelt.
An der Wall Street dominierte gestern ebenfalls die Zurückhaltung. Die schiere Flut an neuen langlaufenden US-Staatsanleihen und das ausufernde amerikanische Defizit bereiten den Marktteilnehmern ebenso Kopfzerbrechen, wie die massive Kreditaufnahme der Technologiegiganten, die mit Investitionsmilliarden den Ausbau von Datenzentren vorantreiben. Da diese massiven Infrastrukturprojekte lange Entwicklungszeiten aufweisen, ist es nur logisch, die hierfür notwendigen Investitionen mit den Zinsen der sehr lang laufenden, dreißigjährigen Anleihen zu bewerten. Dieser fundamentale Bewertungsdruck ist in den bisherigen Aktienkursen noch nicht eingepreist. Entsprechend verhalten zeigten sich auch die amerikanischen Terminkontrakte, die spürbar nachgaben.
Die Sorgenfalten an den Rentenmärkten vertiefen sich folglich. Die globalen Renditen für langlaufende Anleihen ziehen weiter an und signalisieren ein grundlegendes Unbehagen bezüglich der künftigen Inflationsentwicklung. Die USA stehen vor der Herausforderung, gewaltige Schuldenberge zu refinanzieren, während das Ausland – insbesondere China und Japan – seine Bestände an US-Papieren zuletzt spürbar reduziert hat. Eine ausbleibende Einigung mit dem Iran, untermauert durch markige Worte des US-Präsidenten, nährt die Sorge vor anhaltend hohen Energiepreisen.
Die Rohstoffmärkte reagieren auf die schwindenden Friedensperspektiven. Brent-Öl verzeichnete den dritten Tag in Folge Gewinne und kletterte über 91 US-Dollar. Die USA scheinen sich auf einen langwierigen Konflikt mit dem Iran einzustellen, was die Angst vor langfristigen Lieferengpässen schürt. Der Markt wartet auf neue Sanktionspakete aus Washington sowie die aktuellen US-Lagerdaten, die dem Ölpreis weiteren Auftrieb verleihen könnten. Gold reagierte mit leichten Abschlägen und fiel unter 4.400 US-Dollar je Unze.
Der apano APX verliert vier auf zuversichtliche 23 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TV3jmv
In Asien hat sich Skepsis breitgemacht. Die regionalen Aktienindizes rutschten merklich ins Minus, allen voran die bisher erfolgsverwöhnten Technologiewerte. Ein früher Erholungsversuch des südkoreanischen Aktienmarktes löste sich rasch in Luft auf und endete tief im roten Bereich. Auch der japanische Aktienmarkt verzeichnete merklicheVerluste. Der dortige Anleihemarkt spürt den globalen Gegenwind besonders deutlich: Die Finanzierungskosten für langfristige japanische Staatspapiere stiegen drastisch an und markieren neue, bedenkliche Höchststände, was die generelle Nervosität der Investoren im asiatisch-pazifischen Raum widerspiegelt.
An der Wall Street dominierte gestern ebenfalls die Zurückhaltung. Die schiere Flut an neuen langlaufenden US-Staatsanleihen und das ausufernde amerikanische Defizit bereiten den Marktteilnehmern ebenso Kopfzerbrechen, wie die massive Kreditaufnahme der Technologiegiganten, die mit Investitionsmilliarden den Ausbau von Datenzentren vorantreiben. Da diese massiven Infrastrukturprojekte lange Entwicklungszeiten aufweisen, ist es nur logisch, die hierfür notwendigen Investitionen mit den Zinsen der sehr lang laufenden, dreißigjährigen Anleihen zu bewerten. Dieser fundamentale Bewertungsdruck ist in den bisherigen Aktienkursen noch nicht eingepreist. Entsprechend verhalten zeigten sich auch die amerikanischen Terminkontrakte, die spürbar nachgaben.
Die Sorgenfalten an den Rentenmärkten vertiefen sich folglich. Die globalen Renditen für langlaufende Anleihen ziehen weiter an und signalisieren ein grundlegendes Unbehagen bezüglich der künftigen Inflationsentwicklung. Die USA stehen vor der Herausforderung, gewaltige Schuldenberge zu refinanzieren, während das Ausland – insbesondere China und Japan – seine Bestände an US-Papieren zuletzt spürbar reduziert hat. Eine ausbleibende Einigung mit dem Iran, untermauert durch markige Worte des US-Präsidenten, nährt die Sorge vor anhaltend hohen Energiepreisen.
Die Rohstoffmärkte reagieren auf die schwindenden Friedensperspektiven. Brent-Öl verzeichnete den dritten Tag in Folge Gewinne und kletterte über 91 US-Dollar. Die USA scheinen sich auf einen langwierigen Konflikt mit dem Iran einzustellen, was die Angst vor langfristigen Lieferengpässen schürt. Der Markt wartet auf neue Sanktionspakete aus Washington sowie die aktuellen US-Lagerdaten, die dem Ölpreis weiteren Auftrieb verleihen könnten. Gold reagierte mit leichten Abschlägen und fiel unter 4.400 US-Dollar je Unze.
Der apano APX verliert vier auf zuversichtliche 23 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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