apano-Stimmungsindex

Die europäischen Aktienmärkte starten mit spürbarem Rückenwind in die neue Handelswoche. Für den Euro Stoxx 50 zeichnet sich zum Auftakt ein kleiner Zuwachs ab, getragen von einer doppelten Entlastung an den geopolitischen Fronten. Zum einen sorgt das vierte Minus in Folge bei den Rohölpreisen für spürbare Entspannung an der Inflationsfront, nachdem die Schifffahrt durch die Straße von Hormus ein Sechsmonatshoch erreicht hat und diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran greifen. Zum anderen stützen überraschend konstruktive Vorabgespräche zwischen Washington und Peking das Sentiment vor dem Gipfeltreffen von Donald Trump und Xi Jinping. US-Finanzminister Scott Bessent und Chinas Vizepremier He Lifeng verständigten sich in New York auf einen institutionalisierten Dialog über künstliche Intelligenz und bereiteten den Boden für eine Verlängerung des bilateralen Zollstillstands vor. Entsprechend positiv fallen die weltweiten Vorgaben aus: US-Futures tendieren durchweg fester.



Gleichzeitig verlagern sich die politischen Unwägbarkeiten zunehmend auf den europäischen Kontinent. Nach dem schweren Rückschlag der CDU in Sachsen-Anhalt verfehlte die Kanzlerpartei am Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern mit unter fünf Prozent der Stimmen gar den Einzug in das Landesparlament. Die strukturelle Skepsis bezüglich der Handlungsfähigkeit der Berliner Koalition wächst. Verstärkt wird die Belastung durch die Bonitätsabstufung Frankreichs durch die Ratingagentur Scope auf A+, begründet mit einer anhaltenden Verschlechterung der Haushaltslage. Der Renditeabstand zehnjähriger französischer Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen verharrt deutlich jenseits von 100 Basispunkten. Der Markt beginnt, die Risiken der im April anstehenden Präsidentschaftswahlen in Paris einzupreisen.



In Asien dominierte zu Wochenbeginn Risikofreude, angeführt von einer Erholung im Technologiesektor. Der MSCI Asia Pacific gewann 0,8 Prozent, wobei insbesondere Halbleitertitel deutliche Zugewinne verbuchten. Tokio blieb feiertagsbedingt geschlossen. Die chinesischen Festlandsmärkte wie der Shanghai Composite sowie der Hang Seng in Hongkong legten jeweils 0,6 Prozent zu. Das Ausbleiben neuer Handelskonflikte und die Aussicht auf Zollsenkungen für Agrargüter und Energie stützen das regionale Geschäftsklima spürbar.



Die US-Märkte blicken derweil auf die Anhebung des erstmals seit 2023 wieder angehoben Leitzinses zurück. Die Zinsfutures signalisieren ein klares Bild: Neben einer weiteren Straffung um 25 Basispunkte bis zum Jahresende preist der Markt bis Mitte 2027 zwei zusätzliche Erhöhungen ein, die in den offiziellen Projektionen der Notenbank bislang nicht enthalten sind. Im Fokus stehen in dieser Woche die Reden mehrerer Notenbankvertreter, allen voran von John Williams und Austan Goolsbee, die Aufschluss darüber geben werden, ob die Fed diese aggressive Markterwartung mittragen.

Bei Anleihen dominieren sinkende Renditen, da der nachlassende Energiekostendruck die Inflationssorgen dämpft. Bund-Futures legten zu und belegen, dass Bundesanleihen trotz der innenpolitischen Wahlschlappen weiterhin die Benchmark für Sicherheit in Europa bleiben. Als eigentlicher Stoßdämpfer der europäischen Vertrauenskrise fungiert stattdessen die Gemeinschaftswährung. Der Euro gab auf 1,147 US-Dollar nach. Da die Währung im Vorfeld jeder französischen Präsidentschaftswahl der vergangenen 15 Jahre unter Abwertungsdruck geriet, bleibt der Aufwärtsspielraum begrenzt.



Brent-Öl verbilligte sich auf 102 US-Dollar je Barrel. Die Sicherung der Schifffahrtsrouten im Persischen Golf durch US-Streitkräfte zeigt Wirkung: Über eine Milliarde Barrel Rohöl passierten den Korridor in den vergangenen zwei Monaten. Gold präsentierte sich leichter bei rund 4.351 US-Dollar je Feinunze, während Futures für Weizen und Mais von den positiven Handelssignalen zwischen Washington und Peking profitierten.



Der APX gewinnt drei auf weiter neutrale 15 Punkte.





Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).


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