apano-Stimmungsindex
Der europäische Handel dürfte am Donnerstag unter dem spürbarem Druck weltweit steigender Renditen leiden. Nachdem die Renditen von US-Staatsanleihen am Vortag sprunghaft angezogen haben, setzen sich die Abgaben bei Bundesanleihen und französischen Staatspapieren fort. Das Rohöl der Sorte Brent notiert trotz leichter Tagesabschläge solide über der Marke von 100 Dollar je Barrel, da eine politische Einigung zwischen den USA und dem Iran ausbleibt. Diese anhaltend hohen Energiekosten halten den Inflationsdruck aufrecht und dämpfen die Risikobereitschaft. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich für Europa ein verhaltener Handelsauftakt ab, da fest verankerte Kapitalmarktzinsen die Diskontierungssätze für Unternehmensgewinne spürbar nach oben treiben.
Anfällig für diese Entwicklung präsentieren sich die Schwellenländer. Steigende US-Renditen und ein fester US-Dollar verschärfen die globalen Finanzierungsbedingungen spürbar. Während amerikanische Technologiewerte dank robuster Ertragserwartungen im Bereich der künstlichen Intelligenz höhere Zinsen gerade noch abfedern, hängen Schwellenländer direkt von internationalen Kapitalflüssen ab. Zudem erweist sich die Positionierung der institutionellen Anleger als Warnsignal: Viele Marktteilnehmer bauten im laufenden Jahr ihre Engagements in Schwellenländern massiv aus, sodass dort das größte Übergewicht seit 2021 besteht. Angesichts der restriktiveren US-Zinsaussichten drohen nun spürbare Portfolioanpassungen und eine verstärkte Rückkehr von Kapital in den Dollar-Raum.
Asien tendiert schwächer, wobei sich die Märkte regional uneinheitlich entwickeln. In Japan sorgt die Rückkehr aus einer dreitägigen Feiertagspause für Nachholeffekte. Der Nikkei konnte anfänglich noch zulegen, gab aber die Gewinne wieder ab, während die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen um zehn Basispunkte auf 3,075 Prozent kletterte, was dem höchsten Stand seit 1996 entspricht. Die Verkäufe bei japanischen Anleihen spiegeln die Verzögerung wider, mit der die Marktteilnehmer auf die jüngste Zinsanhebung der Bank of Japan reagieren. Es wächst die Sorge, dass die Notenbank hinter der Zinskurve zurückbleibt. An den chinesischen Festlandsbörsen fielen die Kurse, Technologiewerte gerieten unter Abgabedruck. Die Einigung zwischen Washington und Peking auf eine Verlängerung des Zollstillstands bis zum 10. Januar verpufft weitgehend; selbst der Staatsbesuch von Präsident Xi Jinping in den USA bringt den Märkten keine nachhaltige Entlastung.
In den USA dominierte der kräftige Ausverkauf am Rentenmarkt, der die Aktienmärkte bremste. Eine enttäuschende Nachfrage bei der Emission fünfjähriger US-Schatzanweisungen trieb deren Rendite erstmals seit 2007 über die Marke von fünf Prozent. Am langen Ende stiegen zehnjährige US-Renditen auf 5,12 Prozent. Auslöser sind robuste US-Konjunkturdaten sowie Äußerungen aus den Reihen der Federal Reserve. Nachdem die Notenbank ihren Leitzins in der vergangenen Woche auf eine Spanne von 3,75 bis vier Prozent angehoben hat, signalisieren Vertreter wie Gouverneur Michael Barr die Notwendigkeit weiterer Straffungen. Die Zinsswaps preisen inzwischen drei weitere Zinsschritte um jeweils 25 Basispunkte für das kommende Jahr vollständig ein.
Der US-Dollar verharrt auf dem höchsten Niveau seit Juli. Der Euro zeigt sich nach nächtlichen Verlusten angeschlagen, begleitet von einem außergewöhnlich hohen Transaktionsvolumen im Optionshandel für das Währungspaar Euro-Dollar.
Brent-Öl konsolidiert auf hohem Niveau um 103 Dollar, während US-Diesel-Futures zulegen, da die US-Regierung mit Raffinerien über freiwillige Exportbegrenzungen verhandelt. Der Goldpreis steht bei 4.280 Dollar je Feinunze, da zinslose Edelmetalle bei restriktiver Geldpolitik an Reiz einbüßen. Die BHP Group stellt nach einem tödlichen Arbeitsunfall den Betrieb in der chilenischen Kupfermine Escondida vollständig ein, was das weltweite Kupferangebot verknappt.
Der APX verliert 16 auf nur noch neutrale zwölf Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TVcsq7
Anfällig für diese Entwicklung präsentieren sich die Schwellenländer. Steigende US-Renditen und ein fester US-Dollar verschärfen die globalen Finanzierungsbedingungen spürbar. Während amerikanische Technologiewerte dank robuster Ertragserwartungen im Bereich der künstlichen Intelligenz höhere Zinsen gerade noch abfedern, hängen Schwellenländer direkt von internationalen Kapitalflüssen ab. Zudem erweist sich die Positionierung der institutionellen Anleger als Warnsignal: Viele Marktteilnehmer bauten im laufenden Jahr ihre Engagements in Schwellenländern massiv aus, sodass dort das größte Übergewicht seit 2021 besteht. Angesichts der restriktiveren US-Zinsaussichten drohen nun spürbare Portfolioanpassungen und eine verstärkte Rückkehr von Kapital in den Dollar-Raum.
Asien tendiert schwächer, wobei sich die Märkte regional uneinheitlich entwickeln. In Japan sorgt die Rückkehr aus einer dreitägigen Feiertagspause für Nachholeffekte. Der Nikkei konnte anfänglich noch zulegen, gab aber die Gewinne wieder ab, während die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen um zehn Basispunkte auf 3,075 Prozent kletterte, was dem höchsten Stand seit 1996 entspricht. Die Verkäufe bei japanischen Anleihen spiegeln die Verzögerung wider, mit der die Marktteilnehmer auf die jüngste Zinsanhebung der Bank of Japan reagieren. Es wächst die Sorge, dass die Notenbank hinter der Zinskurve zurückbleibt. An den chinesischen Festlandsbörsen fielen die Kurse, Technologiewerte gerieten unter Abgabedruck. Die Einigung zwischen Washington und Peking auf eine Verlängerung des Zollstillstands bis zum 10. Januar verpufft weitgehend; selbst der Staatsbesuch von Präsident Xi Jinping in den USA bringt den Märkten keine nachhaltige Entlastung.
In den USA dominierte der kräftige Ausverkauf am Rentenmarkt, der die Aktienmärkte bremste. Eine enttäuschende Nachfrage bei der Emission fünfjähriger US-Schatzanweisungen trieb deren Rendite erstmals seit 2007 über die Marke von fünf Prozent. Am langen Ende stiegen zehnjährige US-Renditen auf 5,12 Prozent. Auslöser sind robuste US-Konjunkturdaten sowie Äußerungen aus den Reihen der Federal Reserve. Nachdem die Notenbank ihren Leitzins in der vergangenen Woche auf eine Spanne von 3,75 bis vier Prozent angehoben hat, signalisieren Vertreter wie Gouverneur Michael Barr die Notwendigkeit weiterer Straffungen. Die Zinsswaps preisen inzwischen drei weitere Zinsschritte um jeweils 25 Basispunkte für das kommende Jahr vollständig ein.
Der US-Dollar verharrt auf dem höchsten Niveau seit Juli. Der Euro zeigt sich nach nächtlichen Verlusten angeschlagen, begleitet von einem außergewöhnlich hohen Transaktionsvolumen im Optionshandel für das Währungspaar Euro-Dollar.
Brent-Öl konsolidiert auf hohem Niveau um 103 Dollar, während US-Diesel-Futures zulegen, da die US-Regierung mit Raffinerien über freiwillige Exportbegrenzungen verhandelt. Der Goldpreis steht bei 4.280 Dollar je Feinunze, da zinslose Edelmetalle bei restriktiver Geldpolitik an Reiz einbüßen. Die BHP Group stellt nach einem tödlichen Arbeitsunfall den Betrieb in der chilenischen Kupfermine Escondida vollständig ein, was das weltweite Kupferangebot verknappt.
Der APX verliert 16 auf nur noch neutrale zwölf Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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