apano-Stimmungsindex
Trotz des oberflächlichen Optimismus an den europäischen Aktienmärkten bleibt Vorsicht geboten. Der Euro Stoxx 600 startete dank gesunkener Ölpreise fester in den Tag. Auch die US-Terminkontrakte deuten auf eine Gegenbewegung hin, angeführt vom Nasdaq 100. Dieser Optimismus fußt jedoch auf einem überaus wackligen Fundament: US-Präsident Donald Trumps Verhältnis zur Realität ist freundlich formuliert speziell. Seine Behauptung, der Iran sei angesichts eines drohenden Militärschlags eingeknickt und neue Verhandlungen stünden unmittelbar bevor, ist reiner politischer Nebel. Dies dient primär dazu, die verfahrene Situation in der Region vor den nahenden Kongresswahlen zu verschleiern. Dass der Iran entsprechende Verhandlungen postwendend dementiert, passt ins Bild, zumal Teheran bekanntermaßen ebenfalls ein sehr eigenes Verhältnis zur Wirklichkeit pflegt. Solange keine greifbaren diplomatischen Fakten vorliegen, bleibt eine nachhaltige Aufwärtsbewegung stark gefährdet. Zudem trüben fallende Technologiewerte in Asien das globale Stimmungsbild massiv.
In Asien setzt sich das Drama bei den Chip-Herstellern unvermindert fort. Der südkoreanische Leitindex Kospi fiel um mehr als fünf Prozent, nachdem er am Freitag noch um 18 Prozent nach oben geschnellt war. Führende Chiphersteller brachen um acht Prozent ein. Diese rasanten Abverkäufe werden nicht mehr nur fundamental, sondern durch Zwangsliquidationen gehebelter KI-Portfolios im Hedgefonds des einstigen Wunderkinds Leopold Aschenbrenner beschleunigt. Gewinne asiatischer Halbleiterkonzerne wie Renesas konnten diesen Absturz nicht kompensieren. Gegen den negativen Trend glänzte lediglich Alibaba in Hongkong mit einem Aufschlag nach der Veröffentlichung eines neuen KI-Modells. Der japanische Nikkei 225 rutschte ebenfalls ab, wenngleich sein Konstruktionsfehler – er ist ein preisgewichteter Index wie der amerikanische Dow – die relativ stabile Verfassung des japanischen Marktes verschleiert.
An der Wall Street hoffen Investoren auf einen positiven Monatsauftakt. Es bleibt jedoch fraglich, ob sich diese Gewinne halten lassen, solange die fundamentale Frage nach der dauerhaften Rentabilität der künstlichen Intelligenz ungeklärt bleibt. Es erscheint zweifelhaft, dass sich der amerikanische und europäische Markt diesem massiven Sog aus Asien dauerhaft entziehen können, selbst wenn Europa eine deutlich niedrigere Technologiegewichtung aufweist.
Am Devisenmarkt sorgt der japanische Yen für enormes Aufsehen, indem er gegenüber dem US-Dollar um bis zu 1,4 Prozent aufwertete. Ausgelöst wurde diese massive Bewegung durch eine historische, koordinierte Intervention Japans und der USA – die erste gemeinsame Aktion dieser Art seit 15 Jahren. Die Warnung beider Nationen, jederzeit erneut in den Markt einzugreifen, versetzte Spekulanten in höchste Alarmbereitschaft. Parallel dazu sorgte der Preisrutsch beim Öl für eine spürbare Entspannung an den globalen Rentenmärkten. Die nachlassenden Inflationsängste drückten die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen um fünf Basispunkte auf 4,69 Prozent. Auch britische und deutsche Staatspapiere profitierten von dieser Entwicklung mit deutlich sinkenden Refinanzierungskosten.
Der Preis für die Ölsorte Brent brach zunächst über fünf Prozent ein, da der Markt Trumps angebliche Verhandlungsbereitschaft als sofortige Deeskalation einpreiste, legt aber wieder leicht zu. Faktisch hat sich an der prekären Lage im Nahen Osten jedoch absolut nichts geändert: Die Schifffahrt durch die strategisch essenzielle Straße von Hormus sowie durch die Meerenge von Bab al-Mandab ist weiterhin massiv gestört und die anhaltende US-Seeblockade bleibt ein zentraler Streitpunkt. Sobald diese harten Realitäten die politischen Illusionen einholen, dürfte der Ölpreis rasch wieder nach oben drehen. Gold verzeichnete ein leichtes Plus auf 4063,70 US-Dollar pro Unze.
Der apano APX steigt um sieben auf weiter zuversichtlichen 21 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TTqfgS
In Asien setzt sich das Drama bei den Chip-Herstellern unvermindert fort. Der südkoreanische Leitindex Kospi fiel um mehr als fünf Prozent, nachdem er am Freitag noch um 18 Prozent nach oben geschnellt war. Führende Chiphersteller brachen um acht Prozent ein. Diese rasanten Abverkäufe werden nicht mehr nur fundamental, sondern durch Zwangsliquidationen gehebelter KI-Portfolios im Hedgefonds des einstigen Wunderkinds Leopold Aschenbrenner beschleunigt. Gewinne asiatischer Halbleiterkonzerne wie Renesas konnten diesen Absturz nicht kompensieren. Gegen den negativen Trend glänzte lediglich Alibaba in Hongkong mit einem Aufschlag nach der Veröffentlichung eines neuen KI-Modells. Der japanische Nikkei 225 rutschte ebenfalls ab, wenngleich sein Konstruktionsfehler – er ist ein preisgewichteter Index wie der amerikanische Dow – die relativ stabile Verfassung des japanischen Marktes verschleiert.
An der Wall Street hoffen Investoren auf einen positiven Monatsauftakt. Es bleibt jedoch fraglich, ob sich diese Gewinne halten lassen, solange die fundamentale Frage nach der dauerhaften Rentabilität der künstlichen Intelligenz ungeklärt bleibt. Es erscheint zweifelhaft, dass sich der amerikanische und europäische Markt diesem massiven Sog aus Asien dauerhaft entziehen können, selbst wenn Europa eine deutlich niedrigere Technologiegewichtung aufweist.
Am Devisenmarkt sorgt der japanische Yen für enormes Aufsehen, indem er gegenüber dem US-Dollar um bis zu 1,4 Prozent aufwertete. Ausgelöst wurde diese massive Bewegung durch eine historische, koordinierte Intervention Japans und der USA – die erste gemeinsame Aktion dieser Art seit 15 Jahren. Die Warnung beider Nationen, jederzeit erneut in den Markt einzugreifen, versetzte Spekulanten in höchste Alarmbereitschaft. Parallel dazu sorgte der Preisrutsch beim Öl für eine spürbare Entspannung an den globalen Rentenmärkten. Die nachlassenden Inflationsängste drückten die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen um fünf Basispunkte auf 4,69 Prozent. Auch britische und deutsche Staatspapiere profitierten von dieser Entwicklung mit deutlich sinkenden Refinanzierungskosten.
Der Preis für die Ölsorte Brent brach zunächst über fünf Prozent ein, da der Markt Trumps angebliche Verhandlungsbereitschaft als sofortige Deeskalation einpreiste, legt aber wieder leicht zu. Faktisch hat sich an der prekären Lage im Nahen Osten jedoch absolut nichts geändert: Die Schifffahrt durch die strategisch essenzielle Straße von Hormus sowie durch die Meerenge von Bab al-Mandab ist weiterhin massiv gestört und die anhaltende US-Seeblockade bleibt ein zentraler Streitpunkt. Sobald diese harten Realitäten die politischen Illusionen einholen, dürfte der Ölpreis rasch wieder nach oben drehen. Gold verzeichnete ein leichtes Plus auf 4063,70 US-Dollar pro Unze.
Der apano APX steigt um sieben auf weiter zuversichtlichen 21 Punkte.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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