apano-Stimmungsindex
Europas Börsen knüpfen an die Zuwächse des Vortages an. Der Terminkontrakt auf den Euro Stoxx 50 deutet am Morgen auf ein Plus von 0,4 Prozent hin. An den Aktienmärkten wird die Entschlossenheit der Federal Reserve zur Inflationsbekämpfung begrüßt. Zwar kam Kevin Warsh einst mit der Neigung zu niedrigeren Zinsen ins Amt, doch Krieg, Zölle und der Technologieschub durch künstliche Intelligenz zwangen ihn auf einen strafferen Kurs. Dass die US-Notenbank nun erstmals seit 2023 den Leitzins um einen Viertel Prozentpunkt auf eine Spanne von 3,75 bis 4,0 Prozent angehoben hat, stützt Warshs Glaubwürdigkeit und untermauert die politische Unabhängigkeit der Institution. Anleger werten den Schritt als Vertrauensbeweis in die Stabilität des Systems und nicht als bloße Wachstumsbremse. Unterstützung für die Risikofreude kommt zudem vom Rohölmarkt: Die Notierung der Sorte Brent hält sich nach den jüngsten Abgaben bei rund 105 US-Dollar je Barrel, da Saudi-Arabien plant, rund die Hälfte der Kapazität seiner Ost-West-Pipeline binnen weniger Tage wieder in Betrieb zu nehmen. Die Vorgaben aus den USA und Ostasien stützen diesen konstruktiven Auftakt, während die US-Futures für den S&P 500 bereits um 0,5 Prozent zulegen.
In Asien standen technologiegetriebene Kursgewinne in Taiwan, Japan und Südkorea Verlusten auf dem chinesischen Festland und in Hongkong gegenüber. Der Leitindex MSCI Asia Pacific bewegt sich per saldo kaum, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 1,0 Prozent und der Shanghai Composite um 0,3 Prozent nachgeben. In Japan legt der Topix dagegen um 0,6 Prozent zu. Im Fokus steht Taiwan: TSMC führt gemeinsam mit MediaTek die Gewinnerliste an. Nach umfangreichen ausländischen Verkäufen von 3,7 Milliarden US-Dollar in dieser Woche zeigt sich der taiwanische Markt bereinigt und aufnahmefähig. Die breite Aufstellung entlang der gesamten Wertschöpfungskette für künstliche Intelligenz zieht Kapital an.
An den US-Aktienmärkten dominierte zunächst Ernüchterung unmittelbar nach dem Zinsentscheid. Die Kassa-Indizes schlossen im Minus, wobei der S&P 500 auf den tiefsten Stand seit Ende Juli nachgab. Warsh unterstrich, dass die finanziellen Rahmenbedingungen keineswegs als restriktiv gelten können und die Anhebung lediglich eine Dosis der geldpolitischen Lockerung zurückgenommen habe. Aber die Geldmarkt-Terminmärkte preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent für einen weiteren Zinsschritt im Oktober ein. Händler richten sich darauf ein, dass mit dem gestrigen Schritt ein neuer Straffungszyklus begonnen hat.
US-Staatsanleihen erholten sich nach den anfänglichen Kursverlusten. Die Rendite der zweijährigen US-Schuldtitel sank um zwei Basispunkte auf 4,71 Prozent, nachdem sie am Vortag auf den höchsten Stand seit 2024 geklettert war. Die Rendite der zehnjährigen US-Papiere gab ebenfalls nach. Am Devisenmarkt legt der US-Dollar zu. Der Euro notiert bei 1,147 US-Dollar. Die Abwärtsbewegung des Euros folgt zunehmend der relativen Schwäche französischer Staatsanleihen. Diese negative Rückkopplungsschleife bleibt bestehen, solange der französischen Regierung ein Misstrauensvotum über den Haushalt 2027 droht.
Am Goldmarkt zeichnet sich eine Divergenz ab, die Kursrisiken birgt. Während der Goldpreis nach drei Verlusttagen leicht auf 4.307 US-Dollar je Unze zulegte, steht das Edelmetall unter dem Druck steigender US-Renditen und eines erstarkten US-Dollars. Gleichzeitig sind die weltweiten Bestände der mit physischem Gold unterlegten ETFs auf 3.121 Tonnen angewachsen. Das entspricht dem höchsten Stand seit März und liegt weniger als 20 Tonnen unter dem Mehrjahreshoch vom Februar. Normalerweise bewegen sich Notierung und Fondsbestände im Gleichlauf; seit Mitte August driften beide Entwicklungen jedoch auseinander. Sollte es nach der Zinserhöhung der Fed zu Abflüssen aus den Beständen dieser Fonds kommen, droht dem Edelmetall eine deutliche Korrektur.
Der APX steigt um drei auf minus drei Punkte zu, weiter neutral.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TVWXd3
In Asien standen technologiegetriebene Kursgewinne in Taiwan, Japan und Südkorea Verlusten auf dem chinesischen Festland und in Hongkong gegenüber. Der Leitindex MSCI Asia Pacific bewegt sich per saldo kaum, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 1,0 Prozent und der Shanghai Composite um 0,3 Prozent nachgeben. In Japan legt der Topix dagegen um 0,6 Prozent zu. Im Fokus steht Taiwan: TSMC führt gemeinsam mit MediaTek die Gewinnerliste an. Nach umfangreichen ausländischen Verkäufen von 3,7 Milliarden US-Dollar in dieser Woche zeigt sich der taiwanische Markt bereinigt und aufnahmefähig. Die breite Aufstellung entlang der gesamten Wertschöpfungskette für künstliche Intelligenz zieht Kapital an.
An den US-Aktienmärkten dominierte zunächst Ernüchterung unmittelbar nach dem Zinsentscheid. Die Kassa-Indizes schlossen im Minus, wobei der S&P 500 auf den tiefsten Stand seit Ende Juli nachgab. Warsh unterstrich, dass die finanziellen Rahmenbedingungen keineswegs als restriktiv gelten können und die Anhebung lediglich eine Dosis der geldpolitischen Lockerung zurückgenommen habe. Aber die Geldmarkt-Terminmärkte preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent für einen weiteren Zinsschritt im Oktober ein. Händler richten sich darauf ein, dass mit dem gestrigen Schritt ein neuer Straffungszyklus begonnen hat.
US-Staatsanleihen erholten sich nach den anfänglichen Kursverlusten. Die Rendite der zweijährigen US-Schuldtitel sank um zwei Basispunkte auf 4,71 Prozent, nachdem sie am Vortag auf den höchsten Stand seit 2024 geklettert war. Die Rendite der zehnjährigen US-Papiere gab ebenfalls nach. Am Devisenmarkt legt der US-Dollar zu. Der Euro notiert bei 1,147 US-Dollar. Die Abwärtsbewegung des Euros folgt zunehmend der relativen Schwäche französischer Staatsanleihen. Diese negative Rückkopplungsschleife bleibt bestehen, solange der französischen Regierung ein Misstrauensvotum über den Haushalt 2027 droht.
Am Goldmarkt zeichnet sich eine Divergenz ab, die Kursrisiken birgt. Während der Goldpreis nach drei Verlusttagen leicht auf 4.307 US-Dollar je Unze zulegte, steht das Edelmetall unter dem Druck steigender US-Renditen und eines erstarkten US-Dollars. Gleichzeitig sind die weltweiten Bestände der mit physischem Gold unterlegten ETFs auf 3.121 Tonnen angewachsen. Das entspricht dem höchsten Stand seit März und liegt weniger als 20 Tonnen unter dem Mehrjahreshoch vom Februar. Normalerweise bewegen sich Notierung und Fondsbestände im Gleichlauf; seit Mitte August driften beide Entwicklungen jedoch auseinander. Sollte es nach der Zinserhöhung der Fed zu Abflüssen aus den Beständen dieser Fonds kommen, droht dem Edelmetall eine deutliche Korrektur.
Der APX steigt um drei auf minus drei Punkte zu, weiter neutral.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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