apano-Stimmungsindex

Der europäische Aktienmarkt dürfte den Handel im Minus beginnen. Der Euro Stoxx 50 Terminkontrakt notiert 0,5 Prozent tiefer. Ausschlaggebend sind die militärischen Konflikte zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Amerikanische Streitkräfte zerstörten nahe der Insel Kharg fünf iranische Öltanker als Reaktion auf zwei Raketenangriffe gegen ein US-Kriegsschiff. Der Preis für ein Fass Brent nähert sich dadurch der Marke von 100 US-Dollar. Die internationalen Vorgaben sind verhalten. Während asiatische Indizes ihre Gewinne im Handelsverlauf teilweise abgeben, deuten die US-Terminmärkte nach den gestrigen Verlusten im Kassamarkt auf eine marginale Erholung hin. Die europäischen Anleihemärkte stehen angesichts steigender Energiepreise unter Druck.



In Ostasien bestimmen Technologiewerte den Handel. Der MSCI Asia Pacific Index schließt mit einem Plus von 0,3 Prozent. In Südkorea steigt der Kospi um 1,3 Prozent, angetrieben durch den Halbleiterkonzern SK Hynix. Die Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz ist robust und überlagert bestehende Zinssorgen. Dennoch ist die Stimmung im Speicherchip-Segment fragil. Dies belegen Kapitalabflüsse aus entsprechenden Branchenfonds in den vergangenen elf Tagen. Bei der Auflösung von Carry Trades 2024 gerieten der japanische und andere nordasiatische Aktienmärkte stark unter Druck. Die heute hohen Auslandsbestände in japanischen Aktien bergen ein ähnliches Deleveraging-Risiko. Allerdings dürften die bessere Gewinnentwicklung und die höhere Preissetzungsmacht – insbesondere bei japanischen AI-Infrastrukturunternehmen – diesmal einen stärkeren Puffer bieten. Ein entscheidender Risikofaktor bleibt jedoch der Yen: Die bisherige Stärke der japanischen Unternehmensgewinne wurde auch durch den strukturell schwachen Yen unterstützt, sodass eine nachhaltige Yen-Aufwertung Gegenwind für japanische Aktienindizes bedeuten würde.



Die Wall Street verzeichnete am Dienstag einen Rückgang, der S&P Index schloss mit einem Minus von 0,6 Prozent. Im Vorfeld der am Freitag anstehenden Inflationsdaten agieren die Marktteilnehmer defensiv. Höhere Benzinpreise treiben die allgemeine Teuerungsrate voraussichtlich an, während die Kerninflation auf 2,4 Prozent sinken dürfte. Der Halbleitersektor übertrifft den breiten Markt. Technologiewerte profitieren von fortlaufenden Investitionen in künstliche Intelligenz, unterstrichen durch neue Bestellungen für Rechenzentrumschips.



Am Devisenmarkt wertet der japanische Yen gegenüber anderen Industriewährungen auf und notiert über 153 pro US-Dollar. US-Finanzminister Scott Bessent treibt die Währung mit dem Hinweis nach oben, er agiere bei seinen Marktprognosen de facto mit Insiderwissen über die Bank of Japan. Der Dollar-Index gibt um 0,1 Prozent nach. An den Rentenmärkten führt der Ölpreisanstieg zu einer Neubewertung. Der europäische Gaspreis übersteigt mit 77 Euro pro Megawattstunde die Schätzung der Europäischen Zentralbank von 45,60 Euro deutlich. Der Markt preist daher für die kommenden zwölf Monate drei Zinserhöhungen ein. Die Rendite zweijähriger deutscher Staatsanleihen steigt auf drei Prozent. Bei einer Fortsetzung des Nahostkonflikts wird dieses Niveau möglicherweise zur neuen Untergrenze.



Brent-Öl verteuert sich auf 98,50 US-Dollar. Raffineriemargen befinden sich auf einem Rekordstand. Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur lassen den kommerziellen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus auf fünf Prozent des Vorkriegsniveaus sinken. Treibende Seeminen und die Warnung Teherans, Schiffe vor den Küsten Kuwaits und Bahrains anzugreifen, verhindern eine Normalisierung der Lieferketten bis in das Jahr 2026. Marktteilnehmer investieren parallel in Edelmetalle. Gold gewinnt 0,9 Prozent auf 4.396,35 US-Dollar je Unze. Der schwächere Dollar und die Furcht vor höherer Inflation überlagern Bedenken hinsichtlich restriktiver Notenbanken.



Der APX verliert fünf auf nunmehr nur noch neutrale 15 Punkte.



Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).


http://dlvr.it/TVP0k6

Beliebte Posts aus diesem Blog

apano-Stimmungsindex

apano-Stimmungsindex

apano-Stimmungsindex