apano-Stimmungsindex
Die europäischen Leitindizes starten schwächer. Die Kursverluste der Vorwoche dürften angesichts sich eintrübender makroökonomischer Rahmenbedingungen in den kommenden Tagen an Dynamik gewinnen. Zwei Belastungsfaktoren treffen aktuell aufeinander: Ein rasanter Preisanstieg beim Rohöl und die Forderung tonangebender Branchenvertreter, die Entwicklung modernster Modelle der künstlichen Intelligenz zu verlangsamen. Der Preis für Brent-Öl ist binnen zwei Wochen um 20 Prozent gestiegen, was die Renditen am Anleihemarkt spürbar nach oben treibt. Zwar erscheinen europäische Aktien zunehmend günstig, doch verdeutlicht die Markthistorie, dass steigende Renditen die Bewertungen weiter drücken können. Gleichzeitig preisen die Terminmärkte mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent eine Zinsanhebung der amerikanischen Notenbank in dieser Woche ein. Der September könnte somit seinem Ruf als ein traditionell schwacher Börsenmonat gerecht werden.
In Asien dominieren fallende Kurs. Der MSCI Asia Pacific verliert 0,8 Prozent, der technologiegewichtete südkoreanische Kospi gibt um 3,4 Prozent nach. Führende Halbleiterhersteller verzeichnen Verluste von über vier Prozent. In Japan zeigt sich eine deutliche Spaltung des Marktes. Während der Technologiesektor unter den Forderungen leidet, neue Modelle künstlicher Intelligenz langsamer auszurollen, trotzen Finanzwerte dem negativen Umfeld. Anleger schichten in Banktitel um, da die Erwartung einer Zinserhöhung durch die Bank of Japan für eine steilere Zinsstrukturkurve spricht und Banken eine klarere kurzfristige Perspektive bieten. Der technologielastige Marktteil schließt sich hingegen dem globalen Abwärtstrend an, der durch die Absage an einen baldigen Börsengang großer Branchenakteure beschleunigt wird.
Die amerikanischen Terminmärkte knüpfen nahtlos an diese Schwäche an. Futures auf den Nasdaq 100 büßen 1,3 Prozent ein, Kontrakte auf den S&P 500 fallen um 0,6 Prozent. Die Warnungen aus dem Technologiesektor zwingen Investoren, das bisherige Wachstumsmantra zu überdenken. Wenn Branchenführer eine Drosselung der Entwicklung fordern, steht die Rechtfertigung für die massiven Infrastrukturausgaben auf dem Prüfstand. Sollte sich der Investitionszyklus bei Rechenzentren früher als erwartet abkühlen, belastet dies die Gewinnerwartungen bis in das Jahr 2027. Diese Aussicht reicht aus, um hoch bewertete Technologiewerte unter Druck zu setzen.
Die Rendite zehnjähriger amerikanischer Staatsanleihen stagniert bei 4,95 Prozent, während zehnjährige Bundesanleihen mit 3,50 Prozent das höchste Niveau seit dem Sommer 2009 erreichen. Da zweijährige US-Papiere 80 Basispunkte über dem Zielkorridor der Federal Reserve rentieren und die japanischen Pendants ähnlich überdehnt sind, sind weitere Zinsschritte weitgehend eingepreist. Sollten die Notenbanken signalisieren, dass der Zinsgipfel erreicht ist, verfügen Anleihen nach anhaltendem Verkaufsdruck wieder über das Potenzial für eine Erholung als sicherer Hafen. Am Devisenmarkt profitiert der amerikanische Dollar von den Zinserwartungen; der Dollar-Index legt geringfügig zu. Der Euro fällt im Gegenzug auf 1,1556 Dollar. Die schwedische Krone tendiert nach einem knappen Wahlausgang marginal schwächer.
Die Ölsorte Brent um 2,9 Prozent auf 107,57 Dollar je Barrel. Auslöser war die Schließung einer zentralen saudischen Rohölpipeline infolge von Drohnenangriffen sowie die Vertagung von Gesprächen über einen Schifffahrtskorridor in der Straße von Hormus. Kupfer verzeichnete einen Rücksetzer, der primär auf den Zinsschock und den starken Dollar zurückzuführen ist, nicht auf schwindende Wachstumshoffnungen. Strukturell stützen Investitionen in den Stromnetzausbau und anhaltende Angebotsengpässe den Preis des Industriemetalls. Gold gibt im Vorfeld der Zinsentscheidungen auf 4.324,82 Dollar je Feinunze nach, da das zinslose Edelmetall bei steigenden Renditen an relativer Attraktivität verliert.
Der APX verliert vier auf minus einen Punkt (neutral).
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TVSvT1
In Asien dominieren fallende Kurs. Der MSCI Asia Pacific verliert 0,8 Prozent, der technologiegewichtete südkoreanische Kospi gibt um 3,4 Prozent nach. Führende Halbleiterhersteller verzeichnen Verluste von über vier Prozent. In Japan zeigt sich eine deutliche Spaltung des Marktes. Während der Technologiesektor unter den Forderungen leidet, neue Modelle künstlicher Intelligenz langsamer auszurollen, trotzen Finanzwerte dem negativen Umfeld. Anleger schichten in Banktitel um, da die Erwartung einer Zinserhöhung durch die Bank of Japan für eine steilere Zinsstrukturkurve spricht und Banken eine klarere kurzfristige Perspektive bieten. Der technologielastige Marktteil schließt sich hingegen dem globalen Abwärtstrend an, der durch die Absage an einen baldigen Börsengang großer Branchenakteure beschleunigt wird.
Die amerikanischen Terminmärkte knüpfen nahtlos an diese Schwäche an. Futures auf den Nasdaq 100 büßen 1,3 Prozent ein, Kontrakte auf den S&P 500 fallen um 0,6 Prozent. Die Warnungen aus dem Technologiesektor zwingen Investoren, das bisherige Wachstumsmantra zu überdenken. Wenn Branchenführer eine Drosselung der Entwicklung fordern, steht die Rechtfertigung für die massiven Infrastrukturausgaben auf dem Prüfstand. Sollte sich der Investitionszyklus bei Rechenzentren früher als erwartet abkühlen, belastet dies die Gewinnerwartungen bis in das Jahr 2027. Diese Aussicht reicht aus, um hoch bewertete Technologiewerte unter Druck zu setzen.
Die Rendite zehnjähriger amerikanischer Staatsanleihen stagniert bei 4,95 Prozent, während zehnjährige Bundesanleihen mit 3,50 Prozent das höchste Niveau seit dem Sommer 2009 erreichen. Da zweijährige US-Papiere 80 Basispunkte über dem Zielkorridor der Federal Reserve rentieren und die japanischen Pendants ähnlich überdehnt sind, sind weitere Zinsschritte weitgehend eingepreist. Sollten die Notenbanken signalisieren, dass der Zinsgipfel erreicht ist, verfügen Anleihen nach anhaltendem Verkaufsdruck wieder über das Potenzial für eine Erholung als sicherer Hafen. Am Devisenmarkt profitiert der amerikanische Dollar von den Zinserwartungen; der Dollar-Index legt geringfügig zu. Der Euro fällt im Gegenzug auf 1,1556 Dollar. Die schwedische Krone tendiert nach einem knappen Wahlausgang marginal schwächer.
Die Ölsorte Brent um 2,9 Prozent auf 107,57 Dollar je Barrel. Auslöser war die Schließung einer zentralen saudischen Rohölpipeline infolge von Drohnenangriffen sowie die Vertagung von Gesprächen über einen Schifffahrtskorridor in der Straße von Hormus. Kupfer verzeichnete einen Rücksetzer, der primär auf den Zinsschock und den starken Dollar zurückzuführen ist, nicht auf schwindende Wachstumshoffnungen. Strukturell stützen Investitionen in den Stromnetzausbau und anhaltende Angebotsengpässe den Preis des Industriemetalls. Gold gibt im Vorfeld der Zinsentscheidungen auf 4.324,82 Dollar je Feinunze nach, da das zinslose Edelmetall bei steigenden Renditen an relativer Attraktivität verliert.
Der APX verliert vier auf minus einen Punkt (neutral).
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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