apano-Stimmungsindex

Die europäischen Aktienmärkte starten mit schwächeren Vorgaben in den heutigen Handelstag. Eine Kombination aus anziehenden Energiepreisen, einem aufwertenden Yen und anhaltend hohen Anleihezinsen dämpft die Risikobereitschaft. Berichte über Angriffe auf saudi-arabische Energieanlagen und resultierende Betriebsstopps belasten die Stimmung zusätzlich, was europäische Aktien- und Renten-Futures auf Tagestiefs drückte. Höhere Energiekosten verschärfen die Inflationssorgen und zwingen die Zentralbanken, ihren restriktiven geldpolitischen Kurs beizubehalten. Die Aktienmärkte stehen vor einer Phase der Konsolidierung, in der Kursaufschläge verarbeitet werden müssen. Unternehmensgewinne zeigen jedoch einen Aufwärtstrend, was fundamental orientierte Anleger bei Kursrückgängen zu Käufen motivieren und die einen Boden unter die Kurse ziehen könnte.



In Asien verzeichneten die Leitindizes am Dienstag mehrheitlich Abschläge. Der von südkoreanischen Halbleiterwerten ausgehende Optimismus verflüchtigte sich rasch. In Japan gab der Leitindex trotz starker Währungsverschiebungen nur leicht nach. Die Aufwertung der heimischen Währung weckt Erinnerungen an den währungsbedingten Ausverkauf der Märkte im Jahr 2024. Traditionelle Exportwerte aus dem Automobilsektor sowie Hersteller passiver Bauelemente verzeichnen Kursrückgänge. Unternehmen mit struktureller Preissetzungsmacht entziehen sich dem Abwärtsdruck. Anbieter von Infrastruktur für künstliche Intelligenz, stellvertretend hierfür die Papiere von SoftBank, verzeichnen den vierten Handelstag in Folge Gewinne. Makroökonomische Daten stützen die Erwartung einer Zinserhöhung der Bank of Japan am 18. September. Die Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal schneller als berechnet, flankiert vom stärksten Lohnanstieg seit drei Jahrzehnten im Juli. In China bestätigten die Außenhandelsdaten einen hohen Handelsüberschuss.



In den USA ruhte der Handel am Montag feiertagsbedingt. Die Indikationen der Terminmärkte deuten auf eine verhaltene Wiederaufnahme der Geschäfte hin. Kontrakte auf den S&P 500 weisen ein Minus von 0,2 Prozent auf. Die anstehenden Wirtschaftsdaten, insbesondere der US-Inflationsbericht am Freitag, gelten als entscheidend für die Frage, ob die Federal Reserve den Leitzins weiter anhebt. Im Unternehmenssektor rücken am Donnerstag die Quartalszahlen von Oracle und Adobe in den Fokus, die Hinweise auf Investitionen in Technologieinfrastruktur liefern.



Am Devisenmarkt dominiert der Yen. Mit einem Kurs von 153,50 Yen je US-Dollar erreichte die japanische Währung den stärksten Stand seit Februar. Der Durchbruch der Marke von 155 Yen löste Stop-Loss-Orders aus, was die Aufwärtsbewegung beschleunigte. Flankiert wird diese Dynamik durch Aussagen der japanischen Finanzministerin Satsuki Katayama. Sie betonte, dass sich die Haltung Japans seit der koordinierten Intervention nicht geändert habe. Der Euro notiert kaum verändert bei 1,1629 US-Dollar. Am Rentenmarkt verharren die Renditen auf hohem Niveau. Die Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt bei 4,79 Prozent. Renditen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen stiegen um fünf Basispunkte auf 3,39 Prozent.



Der Rohstoffmarkt zeigt Aufwärtstendenzen. Ein Barrel Brent verteuerte sich auf über 98 US-Dollar. Neben Ausfällen in Saudi-Arabien und chinesischen Käufen beobachten Akteure Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman. Ein Abkommen über die Kontrolle der Schifffahrtswege in der Straße von Hormus könnte Teherans Einfluss auf diese Route ausweiten. Bei den Industriemetallen erreichte Kupfer an der Londoner Metallbörse den vierten Tag in Folge Rekordstände und kletterte auf 14.617 US-Dollar je Tonne. Ein knappes Angebot und die Erwartung amerikanischer Einfuhrzölle treiben hier die Preise. Gold stieg moderat auf 4.420,01 US-Dollar.



Der APX verharrt bei zuversichtlichen 20 Punkten.





Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).


http://dlvr.it/TVN6V5

Beliebte Posts aus diesem Blog

apano-Stimmungsindex

apano-Stimmungsindex

apano-Stimmungsindex