apano-Stimmungsindex
Europäische Aktienmärkte orientieren sich bei der heutigen Eröffnung weniger an den US-Staatsanleihen als an den dramatischen Verwerfungen französischer Papiere. Indikationen deuten auf einen leicht höheren Start für europäische Standardwerte hin, obgleich die Fiskalprobleme Frankreichs als Epizentrum globaler Anleihestresssymptome den gesamten Kontinent belasten. Anleger suchen Sicherheit, was Geld in zweijährige deutsche Papiere lenkt. Der Markt preist ein, dass dieser Stress den Spielraum der Europäischen Zentralbank für weitere Straffungen drastisch einschränkt. Selbst die erwartungsgemäß heißen europäischen Inflationsdaten des heutigen Tages stützen den Euro nicht mehr, da die negativen Begleiterscheinungen der französischen Schuldenkrise und die steigenden Wachstumskosten der bisherigen Zinsschritte überwiegen. Entsprechend fließt Kapital bevorzugt in den US-Markt, wo der Infrastrukturausbau für Künstliche Intelligenz sowohl die Aktienkurse als auch den Dollar stützt. Die überhitzte US-Wirtschaft hält die Renditen gegenüber Europa hoch. Ein starker US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag dürfte diese Dynamik verschärfen und den Dollar weiter aufwerten, während schwächere Daten lediglich Einstiegsgelegenheiten in den übergeordneten Aufwärtstrend der US-Währung böten.
Die asiatischen Börsen beenden die schwächste Woche seit Juli mit weiteren Verlusten, belastet von steigenden Anleiherenditen und makroökonomischen Unsicherheiten. Nach der Feiertagspause verzeichnete der Hongkonger Leitindex massive Rückgänge. Höhere Refinanzierungskosten und Diskussionen über britische Steuererhöhungen belasteten den Finanzsektor schwer, was sich im Kursrutsch von Branchenvertretern wie HSBC widerspiegelte. Kapital flieht aus regionalen Risikopapieren, weshalb asiatische Staatsanleihen als sichere Häfen verstärkt nachgefragt werden.
An der Wall Street schlossen die Indizes nach einem volatilen Handelstag leicht im Plus, gestützt von einer vorübergehenden Beruhigung an den Rentenmärkten. Unter der Oberfläche verschärft sich jedoch die Divergenz zwischen zinssensitiven Zyklikern und Technologieunternehmen. Der enorme Kapitalbedarf für den Ausbau der KI-Infrastruktur treibt die Renditen von Unternehmens- und Staatsanleihen nach oben. Technologiekonzerne mit starken Bilanzen tolerieren diese höheren Kapitalkosten aufgrund der extremen Renditeerwartungen ihrer Projekte problemlos. Traditionelle Sektoren geraten hingegen massiv unter Druck, da sie mit diesem Zinsniveau und den gestiegenen Rohstoffpreisen kaum konkurrieren können. Solange das Gewinnwachstum der KI-Profiteure gegen makroökonomische Gegenwinde immun erscheint, wird sich diese Schere im Vorfeld der Berichtssaison zum dritten Quartal weiter öffnen.
Anleihen zeigen nach den massiven Ausschlägen der Vortage erste Stabilisierungstendenzen. US-Treasuries mit zehnjähriger Laufzeit verharren bei 5,26 Prozent. In Europa bleiben die Risikoprämien extrem angespannt. Französische Anleihe-Futures notieren nahe eines Rekordtiefs. Die Renditedifferenz zwischen italienischen und deutschen zweijährigen Papieren verdoppelte sich zeitweise auf 55 Basispunkte. Am Devisenmarkt fiel der Euro unter die Marke von 1,13 US-Dollar. Parallel dazu flüchteten Investoren in den Schweizer Franken, was den stärksten Einbruch im Währungspaar Euro zum Franken seit mehr als einem Jahr auslöste. Optionen-Volumina stiegen auf das Fünffache, da der Franken trotz negativer Kurzfristzinsen als Makro-Hedge in Krisenzeiten zwingend gesucht wird.
Brent-Öl konsolidiert bei 102 US-Dollar Barrel, nachdem die Entsendung eines weiteren US-Flugzeugträgers in den Nahen Osten am Vortag noch für deutliche Risikoaufschläge gesorgt hatte. Der Goldpreis steigt marginal auf 4.183,5 US-Dollar. Industriemetalle signalisieren konjunkturelle Schwäche. Kupfer steht vor dem größten Wochenverlust seit Mai und Eisenerz verzeichnet in Singapur den zehnten Verlusttag in Folge.
Der APX gibt sieben auf weiter neutrale sieben Punkte nach.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TVl2ND
Die asiatischen Börsen beenden die schwächste Woche seit Juli mit weiteren Verlusten, belastet von steigenden Anleiherenditen und makroökonomischen Unsicherheiten. Nach der Feiertagspause verzeichnete der Hongkonger Leitindex massive Rückgänge. Höhere Refinanzierungskosten und Diskussionen über britische Steuererhöhungen belasteten den Finanzsektor schwer, was sich im Kursrutsch von Branchenvertretern wie HSBC widerspiegelte. Kapital flieht aus regionalen Risikopapieren, weshalb asiatische Staatsanleihen als sichere Häfen verstärkt nachgefragt werden.
An der Wall Street schlossen die Indizes nach einem volatilen Handelstag leicht im Plus, gestützt von einer vorübergehenden Beruhigung an den Rentenmärkten. Unter der Oberfläche verschärft sich jedoch die Divergenz zwischen zinssensitiven Zyklikern und Technologieunternehmen. Der enorme Kapitalbedarf für den Ausbau der KI-Infrastruktur treibt die Renditen von Unternehmens- und Staatsanleihen nach oben. Technologiekonzerne mit starken Bilanzen tolerieren diese höheren Kapitalkosten aufgrund der extremen Renditeerwartungen ihrer Projekte problemlos. Traditionelle Sektoren geraten hingegen massiv unter Druck, da sie mit diesem Zinsniveau und den gestiegenen Rohstoffpreisen kaum konkurrieren können. Solange das Gewinnwachstum der KI-Profiteure gegen makroökonomische Gegenwinde immun erscheint, wird sich diese Schere im Vorfeld der Berichtssaison zum dritten Quartal weiter öffnen.
Anleihen zeigen nach den massiven Ausschlägen der Vortage erste Stabilisierungstendenzen. US-Treasuries mit zehnjähriger Laufzeit verharren bei 5,26 Prozent. In Europa bleiben die Risikoprämien extrem angespannt. Französische Anleihe-Futures notieren nahe eines Rekordtiefs. Die Renditedifferenz zwischen italienischen und deutschen zweijährigen Papieren verdoppelte sich zeitweise auf 55 Basispunkte. Am Devisenmarkt fiel der Euro unter die Marke von 1,13 US-Dollar. Parallel dazu flüchteten Investoren in den Schweizer Franken, was den stärksten Einbruch im Währungspaar Euro zum Franken seit mehr als einem Jahr auslöste. Optionen-Volumina stiegen auf das Fünffache, da der Franken trotz negativer Kurzfristzinsen als Makro-Hedge in Krisenzeiten zwingend gesucht wird.
Brent-Öl konsolidiert bei 102 US-Dollar Barrel, nachdem die Entsendung eines weiteren US-Flugzeugträgers in den Nahen Osten am Vortag noch für deutliche Risikoaufschläge gesorgt hatte. Der Goldpreis steigt marginal auf 4.183,5 US-Dollar. Industriemetalle signalisieren konjunkturelle Schwäche. Kupfer steht vor dem größten Wochenverlust seit Mai und Eisenerz verzeichnet in Singapur den zehnten Verlusttag in Folge.
Der APX gibt sieben auf weiter neutrale sieben Punkte nach.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
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