apano-Stimmungsindex
Europas Börsen starten mit verhaltenem Rückenwind in die neue Handelswoche. Früher Optimismus über eine temporäre Entspannung an den Energiemärkten, die den unmittelbaren Inflationsdruck dämpft, verpufft schon wieder. Stabile Renditedifferenzen zwischen Bundesanleihen und französischen Staatsanleihen, stützen die Stimmung im Euro-Raums. Die feiertagsbedingte Handelsruhe in Japan und der damit in Asien ausgesetzte Handel von US-Staatsanleihen liefert den Marktteilnehmern Raum, überzogene Zinserwartungen neu zu kalibrieren. An den Terminmärkten werden für die Europäische Zentralbank knapp drei Zinserhöhungen binnen Jahresfrist eingepreist – eine Projektion, die vor dem Hintergrund französischer Haushaltsrisiken und deren Bremswirkung auf die Finanzstabilität an der wirtschaftlichen Realität vorbeigeht. Die EZB signalisiert ein moderat restriktives Zinsniveau, das den Einlagensatz effektiv bei 3,0 Prozent deckeln dürfte. In Großbritannien preisen Händler gar vier Zinsschritte der Bank of England ein. Zwar erscheint eine Straffung im November angemessen, doch mehrere Mitglieder des geldpolitischen Rats stufen bereits das aktuelle Zinsniveau von 3,75 Prozent als restriktiv ein. Diese Zinsfantasien entbehren einer tragfähigen Basis.
In Asien dominiert dagegen ein verhaltener Grundton. Der regionale Leitindex MSCI Asia Pacific verliert knapp, belastet insbesondere von Südkoreas Leitindex, der nach einem langen Feiertagswochenende um 2,9 Prozent einbricht. Während Japans Finanzmärkte feiertagsbedingt geschlossen bleiben, bewegen sich die chinesischen Festlandbörsen kaum: Der Shanghai Composite gibt um 0,3 Prozent nach, gestützt durch die späte Einigung im Handelsstreit mit der Europäischen Union, bei der ein Sechzehn-Punkte-Konsens unter anderem Drosselungen chinesischer Hybridfahrzeug-Exporte vorsieht. Hongkongs Hang Seng kann sich mit einem Miniplus von 0,1 Prozent knapp behaupten.
An den US-Märkten dominierten am Freitag uneinheitliche Tendenzen vor Beginn der Berichtssaison des dritten Quartals. Vorbörslich legen die Futures auf den S&P 500 und die Nasdaq um 0,3 Prozent zu. Die anstehenden Bilanzen der Großbanken und solide Technologieergebnisse stützen die Indexdynamik, auch wenn das historisch hohe Zinsniveau – die zehnjährige Rendite kletterte zuletzt in die Nähe von 5,4 Prozent und damit auf Niveaus von 2002 – die Bewertungsmultiplikatoren deckelt. Die Zinsen verrichten zunehmend die restriktive Arbeit für die Fed, womit die Latte für die Gewinnentwicklung der Unternehmen deutlich höher liegt. Am Mittwoch droht mit den US-Verbraucherpreisen ein erneuter Dämpfer, sollte eine zähe Inflation weitere Zinsschritte durch Notenbankchef Kevin Warsh erzwingen.
Am Anleihe- und Devisenmarkt sorgt der US-Feiertag Columbus Day für ausgedünnten Kassa-Handel. Die Renditen zehnjähriger Staatspapiere in Australien gaben im Fahrwasser fester US-Futures um zwei Basispunkte auf 5,32 Prozent nach. Der Devisenmarkt spiegelt eine abwartende Haltung wider: Der Bloomberg Dollar Spot Index verharrt nahezu unbewegt, der Euro notiert kaum verändert bei 1,120 US-Dollar.
Brent verbilligt sich nach anfänglichen Spitzen bei 105,6 US-Dollar auf 104 US-Dollar je Barrel, nachdem Donald Trump einen sofortigen, von Russland jedoch gänzlich unkommentierten „Energie-Waffenstillstand“ mit der Ukraine verkündete. Diese fragile Friedenshoffnung ignoriert die unveränderte geopolitische Faktenlage im Nahen Osten, wo tödliche Huthi-Angriffe auf den Flughafen von Riad und Drohnenangriffe auf Tanker vor Oman das Risiko einer regionalen Eskalation schüren. Da Raffineriekapazitäten am Persischen Golf blockiert bleiben und chinesische Exporteure ihre Produktlieferungen drosseln, bleibt das globale Angebot an Destillaten strukturell verknappt. Die Aufwärtsbewegung bei Gold kam parallel zum Erliegen; die Notierungen gaben ihre frühen Gewinne vollständig ab.Der APX legt sieben auf weiterhin neutrale 11 Punkte zu.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TVt6l7
In Asien dominiert dagegen ein verhaltener Grundton. Der regionale Leitindex MSCI Asia Pacific verliert knapp, belastet insbesondere von Südkoreas Leitindex, der nach einem langen Feiertagswochenende um 2,9 Prozent einbricht. Während Japans Finanzmärkte feiertagsbedingt geschlossen bleiben, bewegen sich die chinesischen Festlandbörsen kaum: Der Shanghai Composite gibt um 0,3 Prozent nach, gestützt durch die späte Einigung im Handelsstreit mit der Europäischen Union, bei der ein Sechzehn-Punkte-Konsens unter anderem Drosselungen chinesischer Hybridfahrzeug-Exporte vorsieht. Hongkongs Hang Seng kann sich mit einem Miniplus von 0,1 Prozent knapp behaupten.
An den US-Märkten dominierten am Freitag uneinheitliche Tendenzen vor Beginn der Berichtssaison des dritten Quartals. Vorbörslich legen die Futures auf den S&P 500 und die Nasdaq um 0,3 Prozent zu. Die anstehenden Bilanzen der Großbanken und solide Technologieergebnisse stützen die Indexdynamik, auch wenn das historisch hohe Zinsniveau – die zehnjährige Rendite kletterte zuletzt in die Nähe von 5,4 Prozent und damit auf Niveaus von 2002 – die Bewertungsmultiplikatoren deckelt. Die Zinsen verrichten zunehmend die restriktive Arbeit für die Fed, womit die Latte für die Gewinnentwicklung der Unternehmen deutlich höher liegt. Am Mittwoch droht mit den US-Verbraucherpreisen ein erneuter Dämpfer, sollte eine zähe Inflation weitere Zinsschritte durch Notenbankchef Kevin Warsh erzwingen.
Am Anleihe- und Devisenmarkt sorgt der US-Feiertag Columbus Day für ausgedünnten Kassa-Handel. Die Renditen zehnjähriger Staatspapiere in Australien gaben im Fahrwasser fester US-Futures um zwei Basispunkte auf 5,32 Prozent nach. Der Devisenmarkt spiegelt eine abwartende Haltung wider: Der Bloomberg Dollar Spot Index verharrt nahezu unbewegt, der Euro notiert kaum verändert bei 1,120 US-Dollar.
Brent verbilligt sich nach anfänglichen Spitzen bei 105,6 US-Dollar auf 104 US-Dollar je Barrel, nachdem Donald Trump einen sofortigen, von Russland jedoch gänzlich unkommentierten „Energie-Waffenstillstand“ mit der Ukraine verkündete. Diese fragile Friedenshoffnung ignoriert die unveränderte geopolitische Faktenlage im Nahen Osten, wo tödliche Huthi-Angriffe auf den Flughafen von Riad und Drohnenangriffe auf Tanker vor Oman das Risiko einer regionalen Eskalation schüren. Da Raffineriekapazitäten am Persischen Golf blockiert bleiben und chinesische Exporteure ihre Produktlieferungen drosseln, bleibt das globale Angebot an Destillaten strukturell verknappt. Die Aufwärtsbewegung bei Gold kam parallel zum Erliegen; die Notierungen gaben ihre frühen Gewinne vollständig ab.Der APX legt sieben auf weiterhin neutrale 11 Punkte zu.
Bereits seit 2012 misst und veröffentlicht das Investment-Team von apano Investments die globale Börsenstimmung. Dieser apano-Börsen-Stimmungsindex APX dient dabei unter anderem als Steuerungsinstrument für den erfolgreichen, ETF-basierten Aktienfonds mit Wertsicherungskonzept „apano Global Systematik“ (WKN: A14UWW).
http://dlvr.it/TVt6l7